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Einzeigrige
Spindeltaschenuhr ohne Schnecke
Francois Mercier, Paris ca. 1675
Gehäuse:
silbernes, glattes Bassingehäuse mit kugelförmigem
Pendant.
Zifferblatt:
silbernes Champlevé-Zifferblatt mit gebläutem
Stahlzeiger, Stundenanzeige mit schwarzen, römischen Zahlen,
der innere Ring ist in 24 Segmente unterteilt, so dass die Anzeige auf
15 Minuten genau erfolgt, im Zentrum Zierelemente in Wirbelform.
Werk:
feuervergoldetes Vollplatinenwerk im Gehäuse mit Scharnier bei
der Zwölf befestigt, balusterförmige Pfeiler im
Schneckengang verziert, filigrangestaltete, vergoldete
Spindelbrücke, Stahlunruh mit drei schlangenförmigen
Schenkeln, silberne Miniatur-Regulierscheibe (4 mm) mit offenem
frühen Rechen, Aufzugsgesperr aus gebläutem Stahl,
Antrieb über Feder Schnecke, Spindelhemmung, goldene
Durchbrucharbeiten als Schmuckelement für das Federhaus, Aufzug von hinten.
Signatur Francois Mercier.
Maße:
Höhe 58 mm (ohne Pendant 42 mm), Breite 41 mm, Dicke 28 mm
Einzeigrige Spindel-Taschenuhren ohne Schnecke
Uhren ohne
Schnecke wurden nur von 1675 bis 1680 hergestellt. Mit
Einführung der Spiralfeder verbesserte sich die
Ganggenauigkeit erheblich. Es ist daher nicht verwunderlich, dass viele
Uhrmacher glaubten, die Schnecke einsparen zu können. Diese
Annahme erwies sich jedoch als Irrweg. Uhren ohne Schnecke und mit
Spiralfeder sind bisher von den nachfolgend aufgeführten
Uhrmachern bekannt: Anglois/Paris, Isaac, Bidault/Salin, Boben/Tolouse,
Donnet/Castre, Dupuy/Neuchatel, Gauthier/Paris, Jacques Gloria/Rouen,
Gribelin/Paris, Hanet/Paris, Jean Hubert/Rouen, Jacob/Tour,
Papillion/Florenz, Raillard/Paris, Thuret/Paris, Tompion/London.
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Einzeigriges
Oignon mit 6-Stunden-Anzeige
Anonym, wohl Frankreich ca. 1690
Gehäuse:
silbernes Repoussé-Gehäuse einer typischen,
französischen Sackuhr mit hochgezogenem Rand,
Gehäuseschale und Deckelrand mit Blumen und Ranken symmetrisch
verziert nur unterbrochen von fünf Kartuschen mit Dorf- und
Landschaftsansichten.
Zifferblatt:
silbernes Champlevé-Zifferblatt mit
außergewöhnlicher 6-Stunden-Anzeige: sechs
Ziffernscheiben mit römischen Zahlen von der Eins bis zur
Sechs und arabischen Zahlen von der Sieben bis zur Zwölf im
gleichen Feld graviert, Lilienzeiger in gebläutem Stahl mit
der Spitze auf die Minutenskala weisend, jeder Stundensektor weist 30
Felder a 2 Minuten auf
Werk:
feuervergoldetes Vollplatinenwerkim Gehäuse mit Scharnier bei
der Zwölf befestigt, vergoldete, große
Spindelbrücke (38 mm) verziert mit Vögeln und
Fabeltieren, dreischenkelige Eisenunruh, sehr kleine silberne
Regulierscheibe mit offen liegendem Rechen, Antrieb über
Feder, Kette und Schnecke, Kettensperre graviert und ziseliert, Spindelhemmung, Aufzug von vorn über die
Zeigerwelle.
Maße:
Höhe 78 mm (ohne Pendant 55 mm), Breite 56 mm, 37 mm
6-Stunden-Zifferblatt
Die Gestaltung des
Zifferblattes ermöglicht es dem Betrachter, die Zeit mit nur
einem Zeiger auf zwei Minuten genau abzulesen. Der Zeiger
läuft nur 1 x in 6 Stunden um das Zifferblatt. Die
Abstände von Stunde zu Stunde sind im Vergleich zum
12-Stunden-Zifferblatt doppelt so groß. Diese Aufteilung
erlaubt zusätzlich eine großzügige
Minuteneinteilung. Vielfach wurde diese Art der Zeitablesung als
„italienisch“ bezeichnet. Solche
Zifferblätter tauchen nur vereinzelt um die Jahrhundertwende
(1700) auf.
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Spindeltaschenuhr
mit kardanischer Aufhängung
Johann Georg Pfeiffer, Coburg ca. 1725
Gehäuse:
silbernes Gehäuse in Kugelform mit kardanischer
Aufhängung für das Spindelwerk, Silberkugel
außen mit floralen Elementen flächendeckend
graviert, innen ursprünglich feuervergoldet.
Zifferblatt:
silbernes Champlevé-Zifferblatt mit Goldzeigern,
Stundenanzeige mit schwarzen, römischen Zahlen und Minuten mit
arabischen Zahlen 5-60.
Werk:
feuervergoldetes Vollplatinenwerk aus Messing, reich verzierter,
vergoldeter Spindelkloben, dreischenkelige Stahlunruh. Silberne
Regulierscheibe mit gesägter Platinenabdeckung, wobei der
Finger einer gravierten Hand als Index dient. Antrieb über
Feder, Kette und Schnecke, Federvorspannung über Wurmschraube
unter dem Federhaus, ägyptische Pfeiler, Spindelhemmung, Aufzug von hinten.
Signatur Joh. Ge.
Pfeiffer 145.
Maße:
Kugeldurchmesser 54 mm, Werkdurchmesser 36 mm
Literatur:
Bassermann-Jordan, Uhren S. 271, Uhrgehäuse
kugelförmig,
absolut identisch
mit einem Exemplar aus dem hessischen Landesmuseum Kassel,
ca. 1680 ebenfalls mit Kardangehänge
A. Chapiro,
Taschenuhren S.99,ähnlich
konstruierte Uhr signiert "Madelainy a Paris"
aus dem Time Museum Rockford/Illinois,
Samuel Guye, Uhren
und Messinstrumente S. 83,
gleichartiges
Exemplar
Kardanische
Aufhängung
benannt nach dem
Mathematiker G. Cardano - Das Werk wird mittels zweier senkrecht
zueinander gelagerter Kreisringe im Gehäuse befestigt, um es
bei Schwankungen in der Horizontallage zu halten.
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Spindeltaschenuhr
mit Kompass und Sekunde
Benjamin Webb, London ca. 1780
Gehäuse:
glattes, goldenes Gehäuse und robustes, schweres
Schutzgehäuse einer englischen Uhr, gepunzt mit den Initialen
des Gehäusemachers NTW.
Zifferblatt:
weißes Email-Zifferblatt mit Kompass links mittig, Stopphebel
bei der Neun, gegenüber Stundenanzeige mit römischen
Zahlen und rotgoldenen Zeigern, mittig unten Sekundenskala von 10-60,
Stopphebel bei der Fünf, entlang des oberen Ziffernrandes
Uhrmachersignatur.
Benj. Webb London by the Kings patent.
Werk:
feuervergoldetes Vollplatinenwerk aus Messing, gesägter,
vergoldeter Spindelkloben mit floralen Motiven, dreischenkelige
Stahlunruh, Regulierhebel, Antrieb über Feder, Kette und
Schnecke, Spindelhemmung,
Aufzug von hinten,
Werk im
Gehäuse mit Scharnier bei der Zwölf befestigt
Signatur Benj.
Webb, London No 220.
Maße:
Höhe 81 mm (ohne Pendant 57 mm), Breite 56 mm, Dicke 26 mm
Der Kompass ist ein Instrument mit leicht
beweglicher Magnetnadel zur Feststellung der Himmelsrichtung. In
manchen Spindeltaschenuhren findet sich ein in die Platine
eingelassener Kompass, seltener auf der Ziffernblattseite.
Benjamin Webb, London
arbeitete von
1778-90 in 21 St. John Square London, 1806 bis 1810 in No. 3 Red Lion
Street London, Mitglied der Clockmaker Company 1781 bis 1810,
sein Patent *maker
to the King* erhielt er 1798 von Hy. Peckham,
im
Guidehall-Museum, London sind Beispiele seiner Uhren ausgestellt.
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Spindeltaschenuhr
mit Pedometer
Ralph Gout, London ca. 1795
Gehäuse:
glattes, goldenes Gehäuse einer englischen Uhr,
Lünette mit stark gewölbtem Originalglas mit
Scharnier bei der Neun befestigt, Rückdeckel mit Scharnier
ebenfalls bei der Neun befestigt, gepunzt mit der 257 wie das Werk und
der Staubschutzdeckel.
Zifferblatt:
weißes Email-Zifferblatt mit Stundenanzeige mit
römischen Stundenzahlen, arabischen Minuten von 5 bis 60 und
rotgoldenen Zeigern mittig über dem Zentrum positioniert. Die
Anzeigen für die Schrittzählung von 1 bis 10 ist
rechts unten, für die 10 bis 100 links unten und für
die 100 bis 10000 aus der Mitte angezeigt auf einer Skala am
äußeren Rand jeweils mit einem rotgoldenen Zeiger.
In die freien Flächen ist die Uhrmachersignatur platziert:
Ralph Gout London.
Werk:
feuervergoldetes Vollplatinenwerk aus Messing, gesägter,
vergoldeter Spindelkloben mit floralen Motiven, dreischenkelige
Stahlunruh mit Diamantlagerstein, silberne Regulierscheibe mit Anzeige
von 5 bis 30, Antrieb über Feder, Kette und Schnecke, Spindelhemmung, Aufzug von hinten, Werk im Gehäuse mit Scharnier
bei der Zwölf befestigt, fein gravierte Schmuckplatinen
Signatur By the
Kings Royal letters patent Ralph Gout London No 257.
Maße:
Höhe 81 mm (ohne Pendant 57 mm), Breite 56 mm, Dicke 26 mm
Literatur:
P.M. Kegelmann
12.11.1977 Nr. 180, Sotheby´s 11.12.1986 Nr. 197 (Atwood
Collection), Hervè Paris 8.6.1988 Lot 53,
Christie´s London 30.6.1993 Lot 56, Clutton/Daniels
Taschenuhren Nr. 183 und 221, Camerer Cuss Antique Watches S. 160
Taschenuhr mit
Pedometer
wurde von Ralph
Gout entwickelt und war verwendbar beim Reiten als
Schrittzähler: die Grundplatte wird am Sattel befestigt, der
Zähler selbst schwingt bei der Bewegung des Pferdes auf und ab
und registriert die Schrittzahl. Das Patent wurde unter der Nummer 2351
am 4.11.1799 eingetragen: "Pedometers and pedometrical watches, by the
use of which the number of steps the wearer takes when walking may be
ascertained, or if affixed to a saddle will indicate the number of
paces the horse makes, and when affices to a curricle or other carriage
will also indicate the number of revolutions of the wheel."
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Spindeltaschenuhr
mit zwei Werken und Datum
Anonym, Frankreich ca. 1795
Gehäuse:
glattes, silbernes Gehäuse einer großen
französischen Taschenuhr, gepunzt mit den Initialen des
Gehäusemachers 7296, Pendant gepunzt mit H.
Zifferblatt:
weißes Email-Zifferblatt, oben rechts Skala mit 31
Monatstagen und goldenem Zeiger, unten rechts und links
Zifferblätter für zwei Zeitzonen, links mit
römischen und rechts mit arabischen Stundenanzeigen, beide mit
15-60 Minutenskala, Zeigerpaare aus gebläutem Stahl, oben
links polychrome Emailmalerei mit Bildnis von Urania, Muse der
Sternenkunde, sitzend vor einem Schreibtisch einen Globus betrachtend,
unterhalb der Zifferblätter zwei turtelnde Täubchen.
Werk:
zwei komplett separat arbeitende, feuervergoldete Spindelwerke aus
Messing, vergoldete, rankenverzierte Spindelbrücken,
dreischenkelige Goldunruhen, große silberne Regulierscheiben,
Antrieb jeweils über Feder, Kette und Schnecke, Spindelhemmung, Aufzug von vorn separat jeweils in der
Nähe der Zwölf, Doppelwerk im Gehäuse mit Scharnier
bei der Zwölf befestigt, nur extrem wenige Exemplare dieser
Bauart sind bekannt.
Maße:
Höhe 91 mm (ohne Pendant 63 mm), Breite 63 mm, Dicke 25 mm
Literatur:
Marouf Düsseldorf, 7 4/1974 Nr. 45
UTO, Zürich, 5/1980 S.14 Nr. 26,
Klassik Uhren
4-2004 S. 25.
Zeitzonen
Es gab bis zum Jahre 1874 noch jeweils örtliche Zeiten, so
wurde in rechts des Rheins nach Münchner und links des Rheins
nach Ludwigshafener Zeit gerechnet. Im Jahr 1874 wurde für die
norddeutschen Eisenbahnen die Berliner Zeit für den
bahninternen Dienst vorgeschrieben. Für bewegliche Uhren,
Reiseuhren und Taschenuhren, waren Zifferblätter mit mehreren
Zeitzonen sehr sinnvoll.
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Taschenuhr mit
Sully-Hemmung
Joachim Hovenschöld, Stockholm ca. 1790
Gehäuse:
glattes, silbernes Gehäuse einer skandinavischen Taschenuhr,
gepunzt mit den Initialen des Gehäusemachers WSJ, drei Kronen,
Damenprofil und eine unleserliche Punze.
Zifferblatt:
weißes Email-Zifferblatt mit arabischen Stundenzahlen und
Minutenskala von 15-60, goldene Lilien-Zeigern, Aufzug zwischen der
Eins und der Zwei, Uhrmachersignatur Hovenschöld über
der Sechs.
Werk:
feuervergoldetes Vollplatinenwerk im Gehäuse mit Scharnier bei
der Zwölf befestigt, filigrangestaltete, vergoldete
Spindelbrücke mit den geformten Initialen JH, dreischenkelige
Goldunruh, großer polierter Regulierhebel für Skala
Fort bis Sent, Antrieb über Feder, Kette und Schnecke,
Sully-Hemmung als Form einer abgewandelten Spindelhemmung.
Signatur J.
Hovenschöld Stockholm No 614.
Maße:
Höhe 72 mm (ohne Pendant 51 mm), Breite 52 mm, Dicke 21 mm
Literatur:
Alte Uhren, 2-79 S. 103 und 3-79 S. 188,
Meis, Taschenuhren 1979, S. 116,
DGC, Jahresschrift 2004 S. 8
Sully-Hemmung
Sully entwickelte eine Abart der Spindelhemmung als ruhende Hemmung.
Auf der Unruhwelle sind zwei kegelförmige Scheiben angebracht,
auf die die Zähne des Hemmrades wechselnd als Ruhe- und
Hebefunktion wirken. Das Hemmrad dreht als Besonderheit von oben nach
unten. Es wurden nur sehr wenige Taschenuhren mit dieser Hemmung
gebaut. Alle wurden im französischen Stil 1770 bis 1825
gefertigt.
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Taschenuhr mit
Sully-Hemmung
Wilhelm Pauli, Stockholm ca. 1790
Gehäuse:
glattes, silbernes Gehäuse einer skandinavischen Taschenuhr,
mit den Initialen des Gehäusemachers IM, drei Kronen, und eine
unleserliche Punze.
Zifferblatt:
weißes Email-Zifferblatt mit arabischen Stundenzahlen und
Minutenskala von 15-60, Zeiger lilienförmig und vergoldet,
Aufzug zwischenEins und der Zwei, Uhrmachersignatur über der
Sechs Pauli Stockholm.
Werk:
Vollplatinenwerk aus feuervergoldetem Messing, vergoldete,
durchbrochene Spindelbrücke mit den Initialen WP,
dreischenkelige Goldunruh, großer polierter Regulierhebel
für Skala „Fort“ bis
„Sent“, Antrieb über Feder, Kette und
Schnecke, Sully-Hemmung als Form der abgewandelten Spindelhemmung. Werk im
Gehäuse mit Scharnier bei der Zwölf befestigt.
Signatur Wilhelm
Pauli Stockholm No 174.
Maße:
Höhe 79 mm (ohne Pendant 55 mm), Breite 55 mm, Dicke 23 mm
Unruh-Brücke
Die kunstvoll durchbrochenen Unruh-Brücken dienen nicht nur
als Schmuckelement, sondern in erster Linie zur Lagerung und Halterung
der Werksteile. Sie sind mit zwei Schrauben befestigt und zur besseren
Justierung häufig mit Stellstiften versehen. Diese Form der
Halterung ermöglichte den Uhrmachern den schnellen Ausbau bei
notwendigen Reparaturen.Unruh-Brücken der englischen Uhren
sind etwas anders geformt und besitzen nur eine Befestigungsschraube.
Daher werden englische Unruhbrücken als Kloben bezeichnet.
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Spindel-Taschenuhr
mit retrograder Anzeige
David Courvoisier & Jaques Houriet, Le Locle (Schweiz) 1813
Gehäuse:
glattes, silbernes Gehäuse einer Taschenuhr typischer
englischer Art, gepunzt mit den Initialen des Gehäusemachers
TR, Löwe, Leopard und S (Hallmark London 1813).
Zifferblatt:
weißes Email-Zifferblatt, aus der Mitte heraus langer, feiner
Stahlzeiger für Monatstage 1 bis 31, die Skala bildet einen
Halbkreis am oberen Rand, über der Mitte 120 Grad-Sektor mit
Anzeige der Wochentage in englischer Sprache, diese beiden Anzeigen
sind retrograde (am Ende zurückspringend), in der unteren
Hälfte sind die Zeitangaben in römischen
Stundenzahlen und in Markierungen für die Minuten angeordnet,
goldene Zeiger, Aufzug zwischen der Zwei und der Drei.
Werk:
Vollplatinenwerk aus feuervergoldetem Messing, durchbrochene,
vergoldete Spindelbrücke, dreischenkelige Goldunruh, silberne
Regulierscheibe, Antrieb über Feder, Kette und Schnecke, Spindelhemmung, Werk im
Gehäuse mit Scharnier bei der Zwölf befestigt, die
Uhr wurde für den Export nach England gearbeitet.
Signatur
Courvoisier Houriet 17240.
Maße:
Höhe 78 mm (ohne Pendant 55 mm), Breite 55 mm, Dicke 22 mm
Retrograde
Anzeige
Der Mechanismus
für das sehr seltene Kalenderwerk liegt unter dem Zifferblatt
und arbeitet mit Federn und Ketten: jeweils am letzen Wochentag oder am
letzen Monatstag springt der Zeiger zurück zum Beginn der
Anzeige. Beim Stellen der Uhr wird mit dem Schlüssel das
Zeigerwerk der normalen Uhr bewegt, bis der richtige Wochentag gefunden
wurde. Mit einem feinen Schraubenzieher wird das Datum an die korrekte
Stelle vorgerückt.diesem Exemplar sind kaum
Vergleichsstücke bekannt.
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Taschenuhr mit
retrograder Anzeige
Anonym, wohl Schweiz ca. 1810
Gehäuse:
Glattes, silbernes Gehäuse einer Taschenuhr typischer
schweizer Art, gepunzt mit den Initialen des Gehäusemachers
EHF unter Krone und Nr. 563
Zifferblatt:
weißes Email-Zifferblatt, aus der Mitte heraus langer, feiner
Goldzeiger für Minutenskala 15 bis 60 in Rot, die blaue
Stundenskala bildet einen Halbkreis am oberen Rand von 6 bis 6 in
goldenen Zahlen, diese Anzeige ist retrograd (am Ende
zurückspringend). In der unteren Hälfte ist die
Monatstagesangabe in arabischen Zahlen angeordnet, gebläuter
Stahlzeiger, Aufzug zwischen der Zwei und der Drei. Die freie
Fläche ist mit Bildnis von zwei Podesten geschmückt,
darunter der Sinnspruch: Le Mesur le Tems syl ny a contre Tems.
Werk:
Vollplatinenwerk aus feuervergoldetem Messing, durchbrochene,
vergoldete Spindelbrücke, dreischenkelige Goldunruh, silberne
Regulierscheibe mit Skala und Avance + Retard, Antrieb über
Feder, Kette und Schnecke, Spindelhemmung,
Werk im Gehäuse mit Scharnier bei der Zwölf befestigt.
Maße:
Höhe 78 mm (ohne Pendant 55 mm), Breite 55 mm, Dicke 24 mm