Antike Spindeltaschenuhren


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Silberuhren

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Silberne Spindeltaschenuhr mit Schutzgehäuse
H. Rousseau, London ca. 1725
Gehäuse:
schlichtes, silbernes Gehäuse einer englischen Spindeluhr mit glattem Rand, glattes Übergehäuse, gepunzt mit den Initialen des Gehäusemachers M sowie einfache Stichelgravur eines Besitzers RHS 1838.
Zifferblatt:
silbernes Champlevé-Zifferblatt mit gebläuten Zeigern, schwarz eingelegten, römischen Stundenzahlen, Halbstundenmarkierungen in Form von Lilien und arabischen Minutenzahlen 5-60, Arkadenminutenband, im Zentrum einfache Kartuschen mit Signatur und Ortsangabe.
Werk:
feuervergoldetes Vollplatinenwerk aus Messing mit ägyptischen Pfeilern, Werk im Gehäuse mit Scharnier bei der Zwölf befestigt, künstlerischgestalteter Spindelkloben, reich durchbrochen und graviert mit Rankenwerk und Muschelmotiven. Dreischenkelige Messingunruh, goldene Regulierscheibe, Antrieb über Feder, Kette und Schnecke,
Spindelhemmung, Aufzug von hinten, Federvorspannung über Vierkant zwischen den Platinen unter dem Federhaus,
Signatur Rousseau London.

Maße:
Höhe 65 mm (ohne Pendant 49 mm), Breite 50 mm, Dicke 24 mm

Rousseau

Eine sehr berühmte französische Uhrmacherfamilie (Hugenotten), vertrieben aus Frankreich und eingewandert in die Schweiz und nach England.
1.Jean Rousseau 1580 - 1642, 2. Sohn Jean 1606 - 1684 > Urgroßvater des Philosophen Jean Jacques Rousseau 1712 - 1778.

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Silberne Spindeltaschenuhr mit Schutzgehäuse
Anonym, englischer Stil ca. 1730
Gehäuse:
schlichtes, silbernes Gehäuse einer englischen Uhr mit glattem Rand, plastisch gestaltetes Repoussé-Übergehäuse mit alttestamentarischer Szene im Zentrum. Zur Darstellung auf dem Gehäuse: Der Perserkönig Ahasver (Artaxerxes) umgeben von Kriegern reicht der Jüdin Esther das Zepter und erlässt ihr die Todesstrafe. ütendekorrand, signiert Cochin F. (Gehäusemacher).
Zifferblatt:
weißes Email-Zifferblatt mit goldenen Zeigern, schwarz eingelegten, römischen Stundenzahlen und arabischen Minutenzahlen 5-60, Arkadenminutenrand.
Werk:
feuervergoldetes Vollplatinenwerk aus Messing mit ägyptischen Pfeilern, vergoldeter, rankenverzierter Spindelkloben,graviert mit Muschelmotiven, dreischenkelige Eisenunruh, goldene Regulierscheibe und gesägte Platinenabdeckung, wobei ein Pfeil als Index dient, Antrieb über Feder, Kette und Schnecke,
Spindelhemmung, Federvorspannung über Vierkant zwischen den Platinen unter dem Federhaus, Werk im Gehäuse mit Scharnier bei der Zwölf befestigt, Aufzug von hinten.
Maße:
Höhe 68 mm (ohne Pendant 54 mm), Breite 55 mm, Dicke 32 mm

Cochin, F Daniel

arbeitete in Genf, später in London und Paris. Er war bekannt für feinste Repoussé-Arbeiten. Zahlreiche Arbeiten von ihm sind im Besitz von Museen. Er war der berühmteste Gehäusemacher seiner Zeit. Charles-Nicolas Cochin (Bruder?) hat ebenfalls als Gehäusemacher und Stecher gearbeitet.
Literatur: C. Cardinal, Die Zeit an der Kette S. 178

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Spindeltaschenuhr mit Schutzgehäuse
Norton, London ca. 1800
Gehäuse:
schlichtes, silbernes Gehäuse einer englischen Sackuhr mit glattem Rand, glattes Übergehäuse, im Gehäuse Watchpaper aus der Zeit, Werk im Gehäuse mit Scharnier bei der Zwölf befestigt, gepunzt mit den Initialen des Gehäusemachers HRT 7111.
Zifferblatt:
weißes Email-Zifferblatt mit rotgoldenen Zeigern, schwarze, arabische Stundenzahlen und Minutenzahlen 15-60, unterhalb der Zeigerachse Kartusche mit der Uhrmacher-Signatur Norton London.
Werk:
feuervergoldetes Vollplatinenwerk aus Messing mit quadratischen Pfeilern, feingearbeiteter Spindelkloben, graviert mit Volutenmotiven, gesamte Platinenfläche fein graviert und gekörnt, dreischenkelige Messingunruh, silberne Regulierscheibe, Antrieb über Feder, Kette und Schnecke,
Spindelhemmung, Aufzug von hinten,
Signatur Norton London.

Maße:
Höhe 78 mm (ohne Pendant 58 mm), Breite 58 mm, Dicke 36 mm

London
Einst führend in der Herstellung von Uhren, brachte diese Stadt Uhrmacher hervor, und viele europäische Meister hielten sich vorübergehend in der britischen Metropole auf, um ihre handwerklichen Fähigkeiten zu vervollkommnen. In den zahlreichen Museen Londons gibt es interessante Uhrensammlungen: so im Clockmakers Company Museum (Guild Hall), im Britischen Museum, im Victoria und Albert Museum, im Science Museum und im National Maritime Museum in Greenwich bei London.

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Spindeltaschenuhr mit Schutzgehäuse
W.T. Row & Son, Alton 1867
Gehäuse:
schlichtes, silbernes Gehäuse einer englischen Spindeluhr (countywatch) mit glattem Rand, glattes Übergehäuse, im Gehäuse Watchpaper noch original vom Uhrmacher Row, gepunzt mit den Initialen des Gehäusemachers PW und der Werk- und Gehäusenummer 54269 , sowie Löwe, Leopardenkopf und m, Hallmark für London 1867.
Zifferblatt:
weißes Email-Zifferblatt mit goldenen Zeigern, schwarze, fette, römische Stundenzahlen, im Zentrum polychrome Emailmalerei mit bäuerlichem Motiv: Bauer mit Gespann beim Pflügen vor Dorfkulisse.
Werk:
feuervergoldetes Vollplatinenwerk aus Messing im Gehäuse mit Scharnier bei der Zwölf befestigt, Pilasterpfeiler, vergoldeter Spindelkloben fein durchbrochen und ziseliert mit Volutenmotiven, mit gebläuter Schraube am schlanken Fuß befestigt, dreischenkelige polierte Stahlunruh, silberner Regulierhebel (slow + fast), Antrieb über Feder, Kette und Schnecke,
Spindelhemmung, Aufzug von hinten,
Signatur Row Alton.

Maße:
Höhe 82 mm (ohne Pendant 57 mm), Breite 57 mm, Dicke 27 mm
Watchpapers
Zumeist runde bedruckte Papiereinlagen in Gehäusen mit Namen und Adressen von Uhrmachern oder Verkäufern mit Reklame-Hinweisen. Entstanden sind sie aus den Leinen- oder Seidenflecken, die seit es Übergehäuse gibt, zum Schutz gegen Staub und gegenseitige Reibung den Gehäusen beigegeben wurden. Daraus wurden schließlich verzierte, bemalte und endlich bedruckte Watchpapers.
Hallmark
Englische Taschenuhrgehäuse aus Edelmetall erhalten seit 1678 eine Punzierung, die sogenannte Hallmark. Es gibt Feingehaltspunzen für Edelmetalle, Hersteller- oder Namenspunzen, Jahreszahlpunzen und Punzen für die Städte.

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Spindeltaschenuhr mit Schutzgehäuse
anonym, Augsburg ca. 1840
Gehäuse:
schlichtes, silbernes Gehäuse einer süddeutschen Bauernuhr mit einfacher Randverzierung, glattes Übergehäuse mit Rückdeckel aus gefärbtem Horn mit silbernen Ziernägeln befestigt. Gepunzt mit den Initialen des Gehäusemachers AP, Pendant gepunzt mit A für Augsburg.
Zifferblatt:
weißes Email-Zifferblatt mit schwarzen Zeigern, schwarze, kräftige, römische Stundenzahlen und arabische Minutenzahlen 15-60
Werk:
Vollplatinenwerk aus Messing im Gehäuse mit Scharnier bei der Zwölf befestigt, quadratische Pfeiler, silberne Spindelbrücke zum Doppeladler gesägt, reichgravierte, silberne Abdeckung der Platine, geschmückt mit roten Schmucksteinen, gebläute Schrauben, dreischenkelige Messingunruh, silberne Regulierscheibe, Antrieb über Feder, Kette und Schnecke,
Spindelhemmung, Aufzug von hinten.
Maße:
Höhe 85 mm (ohne Pendant 66 mm), Breite 67 mm, Dicke 31 mm

Chatelaine:
silberne, bäuerliche Chatelaine, mit Petschaft und Schlüssel, vielfach geschmückt mit Edelweiß-Motiven, durchbrochen und graviert, Länge: 200 mm, Breite ca. 60 mm
Chatelaine
=französisch Schlossherrin
Durch Übertragung des Begriffes der Schlüsselgewalt auch Bezeichnung für eine Gürtelkette oder für Gürtelkette und Uhr. Chatelaines wurden ab 1720 bis 1850 getragen. Vorwiegend bestanden sie aus einem Schild, an dem weitere Schilder und Ketten hingen, an denen Schlüssel, Petschafte, Anhänger und Amulette befestigt waren. Sie waren reich gegliedert, ziseliert oder emailliert.


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