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Schmuck-Taschenuhr mit Chatelaine
George Hanet,
London ca. 1750
Gehäuse:
blaugraues Achat-Gehäuse, Deckel- und Schalen in 22 Karat
Gelbgold eingefasst, Deckel besteht aus dem Glas und sechs gerahmten
Achatfeldern, Knopf zum Öffnen des Gehäuses mit
Diamantrose geschmückt.
Chatelaine:
zum Gehäuse passende 4stufige Chatelaine mit blaugrauem Achat
eingefasst in Schmuckstufen in Form von Rocaillen aus 22 Karat
Gelbgold, gehalten von Ketten mit vier Anhängern, daran eine
passende Achat-Petschaft und ein massiv geformter
Aufzugschlüssel.
Zifferblatt:
weißes Email-Zifferblatt mit goldenen Zeigern,
römischen Stundenzahlen und arabischen Minutenzahlen von 5 bis
60, Aufzug zwischen der Vier und der Fünf.
Werk:
feuervergoldetes Vollplatinenwerk mit reich verzierter,
durchbrochenerSpindelbrücke, pilasterförmige Pfeiler,
dreischenkelige Messingunruh. Als Index für die silberne
Regulierscheibe dient ein Pfeil der gesägten
Platinenabdeckung. Antrieb über Feder, Kette und Schnecke, Werk im Gehäuse mit Scharnier
bei der Zwölf befestigt, Spindelhemmung.
Signatur Jn. & Geo. Hanet, London 278.
Maße:
Höhe 55 mm (ohne Pendant 42 mm), Breite 42 mm, Dicke 23 mm
Chatelaine 120 mm lang und 55 mm breit
Literatur:
Louvre, Les Montres et horloges de table S. 144
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Schmuck-Taschenuhr mit Chatelaine
Isaak Charleson,
London ca. 1750
Gehäuse:
durchbrochenes 22karätiges Gelbgold-Gehäuse, graviert
mit Maskaron, Blumen und Bandornamenten sowie im Zentrum der glatten
Unterseite mit einer sechsteiligen Rosette. Im Gehäuseboden
ist die Glocke für das Schlagwerk verschraubt. Deckel und
Schale des Übergehäuses zieren feine
Durchbruchsarbeiten. Am Rand und im Zentrum Blutjaspiseinlagen jeweils
gerahmt von Ornamenten aus Perlmutt.
Chatelaine:
zum Gehäuse passende 4stufige Chatelaine mit feuervergoldeten
Bronze-Schmuckstufen, auf zweien ist je eine mythologische Szene
dargestellt, gehalten von Ketten mit zwei Anhängern, daran
eine passende dreistufige Petschaft und ein massiver goldener
Aufzugschlüssel.
Zifferblatt:
goldenes Champlevé-Zifferblatt mit gebläuten,
schmalen Zeigern, römischen Stundenzahlen und arabischen
Minutenzahlen von 5 bis 60, Stundenziffern und Minuterie bilden
Arkaden, Halbstundenzeichen in Lilienform, mittig
bänderförmige Kartuschen mit der Signatur Charleson
London.
Werk:
vergoldetes Vollplatinenwerk mit Rankenwerk
durchbrochenemSpindelkloben, silberner Staubschutzdeckel mit Gravur
London, pilasterförmige Pfeiler, dreischenkelige Stahlunruh.
Die silberne Regulierscheibe besitzt als Index eine gravierte
Volutenspitze der Platinenabdeckung. Antrieb über Feder, Kette
und Schnecke, Spindelhemmung,
Schlagwerk mit Repetitionauszulösen durch Druck auf Pendant,
Stummschaltung über Hebel bei der 7 möglich, Werk im
Gehäuse mit Scharnier bei der Zwölf befestigt, Aufzug
von hinten.
Signatur Charleson London 3118.
Maße:
Höhe 69 mm (ohne Pendant 48 mm), Breite 48 mm, Dicke 28 mm
Chatelaine 115 mm lang und 41 mm breit
Blutjaspis
Blutjaspis ist eine Chalcedon-Varietät von grüner
Grundfarbe mit roten Einschlüssen. Anfangs wurde er zur
Herstellung von Siegelstöcken und Gemmen verwendet. In der 2.
Hälfte des 18. Jahrhunderts wurden bisweilen ganze
Taschenuhr-Gehäuse aus Jaspis gefertigt.
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Schmuck-Taschenuhr mit Chatelaine
Joseph Brookes,
London 1778
Gehäuse:
22karätiges, glattes Goldgehäuse, im
Gehäuseboden gepunzt mit Löwe, Leopard und c,
Hallmark für 1778, sowie TG (Thomas Gilpin,
Gehäusemacher). Das goldene Übergehäuse ist
floral in grün und kobaltblau emailliert, im Zentrum ein
Medaillon mit Blütenkorb und Laute, der Deckelrand
geschmückt mit blauen und weißen Emailblumen.
Chatelaine:
zum Gehäuse passende fünfstufige Chatelaine in
22karätigem Gelbgold mit kobaltblauer Emailverzierung,
Schmuckstufen mit Blumengebinden verziert, gehalten von Ketten mit zwei
Anhängern, daran eine passende Wappen-Petschaft und ein massiv
geformter, goldener Aufzugschlüssel.
Zifferblatt:
weißes Email-Zifferblatt mit goldenen Louis XV-Zeigern,
römischen Stundenzahlen und arabischen Minutenzahlen von 5 bis
60.
Werk:
feuervergoldetes Vollplatinenwerk mit durchbrochenemSpindelkloben,
Diamantdeckstein, ägyptischen Pfeilern, dreischenkelige
Stahlunruh. Silberne Regulierscheibe mit gesägtem Pfeil als
Teil der Platinenabdeckung, welcher als Index dient. Antrieb
über Feder, Kette und Schnecke, Spindelhemmung, Federvorspannung
über Wurmschraube unter dem Federhaus, Werk im
Gehäuse mit Scharnier bei der Zwölf befestigt, Aufzug
von hinten.
Signatur Josh. Brookes London 6732.
Maße:
Höhe 61 mm (ohne Pendant 48 mm), Breite 48 mm, Dicke 25 mm
Chatelaine 125 mm lang und 55 mm breit
Champlevé-Email
Champlevé-Email (Grubenschmelz) ist eine der Techniken des
Emaillierens. In den Trägergrund werden mit Säure
Vertiefungen geätzt, graviert oder gepresst und in die
Vertiefung wird Emailpulver verteilt und danach eingeschmolzen. Schon
im Mittelalter war diese Technik bekannt.
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Schmuck-Taschenuhr als Anhänger
Amalric Freres,
Genf ca. 1785
Gehäuse:
filigranes, ovales Goldemail-Medaillon mit zentral eingesetztem
Uhrengehäuse, beides in vielfarbiger
Champlevétechnik gearbeitet, es dominieren die Farben
kobaltblau, karminrot, grün, weiß und himmelblau.
Verschiedene Blumen und Tauben bilden die Motive, rückseitig
ist die Unruh unter Glas sichtbar.
Zifferblatt:
weißes Email-Zifferblatt mit goldenen lanzenförmigen
Zeigern, römischen Stundenzahlen und arabischen Minutenzahlen
von 15 bis 60, Aufzug zwischen der Eins und der Zwei, in der unteren
Hälfte
Uhrmachersignatur Amalric Freres.
Werk:
vergoldetes Vollplatinenwerk aus Messing im Gehäuse mit
Scharnier bei der Zwölf befestigt,
durchbrocheneSpindelbrücke, pilasterförmige Pfeiler,
dreischenkelige Stahlunruh, silberne Regulierscheibe, Antrieb
über Feder, Kette und Schnecke, Spindelhemmung,
Originalschlüssel, Originaletui.
Signatur Amalric Freres 20293.
Maße:
Höhe 26 mm (ohne Pendant 26 mm), Breite 26 mm, Dicke 15 mm
Anhängermedaillon 70mm x 55 mm
Literatur:
Patrizzi, Schmuckuhren
Email
Eine durch Metalloxydpigmente gefärbte verglaste Schmelzmasse
aus Quarzsand und Flussspat unter Zusatz von Borax, Soda und Bleioxyd.
Verschiedenste Techniken werden genutzt beim Schmuck von Taschenuhren.
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Schmuck-Taschenuhr in Form einer Mandoline
L´Epine,
Paris ca. 1790
Gehäuse:
ovales, 18karätiges Goldemail-Gehäuse in Form einer
Mandoline mit zentral eingesetztem Uhrgehäuse, in mehrfarbiger
Champlevétechnik gearbeitet, es dominieren die Farben
karminrot, grün, kobaltblau, weiß und himmelblau,
verschiedene Blumen, ein Schwan, ein Kranich und ein flammendes Herz
bilden die Motive.
Zifferblatt:
weißes Email-Zifferblatt mit goldenen Louis XVI-Zeigern,
schwarze, römischen Stundenzahlen, ausgenommen die
Zwölf, die rot dargestellt wird, Aufzug zwischen der Eins und
der Zwei.
Werk:
feuervergoldetes Vollplatinenwerk aus Messing mit symmetrischen Motiven
durchbrocheneSpindelbrücke, pilasterförmige Pfeiler,
dreischenkelige Stahlunruh, messingfarbene Regulierscheibe, Antrieb
über Feder, Kette und Schnecke, Spindelhemmung, Werk im
Gehäuse mit Scharnier bei der Zwölf befestigt.
Signatur L´Epine a Paris.
Maße:
Höhe 21 mm (ohne Pendant 21 mm), Breite 21 mm, Dicke 10 mm
Mandoline 58mm x 25 mm x 15 mm
Literatur:
Patrizzi, Schmuckuhren
Formuhren
Den Formuhren, die
um 1800 in Mode kommen, sieht man auf den ersten Blick nicht an, dass
es sich um Uhren handelt. Zum einen, weil diese kleinen Schmuckuhren
als Anhänger oder Brosche getragen werden und zum anderen,
weil das Zifferblatt meist verborgen und erst durch das Öffnen
eines Deckels sichtbar wurde. Die Formen dieser Schmuckuhren waren
äußerst vielfältig: Geigen, Mandolinen,
Harfen, Früchte, Blumen, Käfer und Schmetterlinge.
Neben Gold und unterschiedlichen Emailtechniken kommen als Verzierungen
auch Schmucksteine wie Türkise, Rubine, Diamanten und
Halbperlen zur Anwendung.
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Schmuck-Taschenuhr in Form einer Melone
anonym, wohl Genf
ca. 1795
Gehäuse:
melonenförmiges Goldemail-Gehäuse mit zentral
eingesetztem Uhrgehäuse, Segmente in
Champlevétechnik vielfarbig gearbeitet, es dominieren die
Farben grün, blau, karminrot, weiß und schwarz.
Verschiedene Blumen und Tauben bilden die Motive.
Zifferblatt:
weißes Email-Zifferblatt mit gebläuten Lochzeigern,
arabische Stundenzahlen, Aufzug zwischen der Eins und der Zwei.
Werk:
vergoldetes Platinenwerk aus Messing mit
durchbrochenerSpindelbrücke, pilasterförmige Pfeiler,
dreischenkelige Stahlunruh, silberne Regulierscheibe, Antrieb
über Feder, Kette und Schnecke, Spindelhemmung, Werk im
Gehäuse mit Scharnier bei der Zwölf befestigt.
Maße:
Höhe 20 mm, Breite 20 mm, Dicke 8 mm -
Anhängermelone 38 mm (ohne Pendant 29 mm) x 24 mm
Literatur:
Patrizzi, Schmuckuhren
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Schmuck-Taschenuhr mit Chatelaine
Henry Voisin,
Paris 1785
Gehäuse:
18karätiges Goldemailgehäuse, im
Gehäuseboden unleserlich gepunzt. Das Gehäuse ist
floral in grün und kobaltblau emailliert, im Zentrum ein
piquierter Blütenkorb, der Deckelrand geschmückt mit
goldenen, blauen und weißen Emailblumen.
Chatelaine:
zum Gehäuse passende dreistufige Chatelaine in
18karätigem Gelbgold mit kobaltblauer Emailverzierung,
Schmuckstufen mit Emailmedaillon (Putten-darstellung) und
Blumengebinden verziert, gehalten von Ketten mit zwei
Anhängern, daran eine passende Petschaft und ein goldener
Aufzugschlüssel.
Zifferblatt:
weißes Email-Zifferblatt mit goldenen Zeigern, arabischen
Stunden- und Minutenzahlen von 15 bis 60, Uhrmachersignatur
über und VOISIN unter der Zeigerachse, Aufzug bei der Zwei.
Werk:
feuervergoldetes Vollplatinenwerk mit
durchbrochenerSpindelbrücke, zylindrischen Pfeilern,
dreischenkeliger Messingunruh, Regulierung über Stahlhebel.
Antrieb über Feder, Kette und Schnecke, Spindelhemmung, Werk im
Gehäuse mit Scharnier bei der Zwölf befestigt.
Signatur Henry Voisin a Paris N 1271 H.
Maße:
Uhr Höhe 70 mm (ohne Pendant 50 mm), Breite 49 mm, Dicke 17 mm
Chatelaine 170 mm lang und 45 mm breit
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Schmucktaschenuhr
mit sichtbarer Unruhe
Anonym, wohl Genf ca. 1790
Gehäuse:
goldene Miniatur-Schmuckuhr im Originaletui. Die Deckelseite ist mit
rotem, transluzidem Email dekoriert, im Zentrum wird von Saatperlen und
einem Diamanten im Rosenschliff ein sechsstrahliger Stern gebildet. Den
Schmuckrand bilden Saatperlen. Die Rückseite ist graviert mit
strahlenförmigen Motiven, durch den kleinen Glaseinsatz ist
die Unruh zu sehen. Der Glasdeckel ist am Rand mit Saatperlen verziert.
Zifferblatt:
weißes Email-Zifferblatt mit goldenen, glatten Zeigern,
schwarze, arabische Stundenzahlen, Minutenanzeige durch Strichskala,
Aufzug von vorn bei der Zwei.
Werk:
vergoldetes Vollplatinenwerk im Gehäuse mit Scharnier bei der
Zwölf befestigt, zylindrische Pfeiler, Spindelbrücke
durchbrochen und graviert, gebläute Schrauben, dreischenkelige
Messingunruh, silberne Regulierscheibe, Antrieb über Feder,
Kette und Schnecke, Spindelhemmung.
Maße:
Höhe 35 mm (ohne Pendant 25 mm), Breite 25 mm, Dicke 14 mm
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Spindeltaschenuhr
mit Emailübergehäuse
Edward Prior, London 1815
Gehäuse:
18karätiges, goldenes Gehäuse einer englischen
Schmuckuhr, Lünette mit stark gewölbtem Originalglas
mit Scharnier bei der Zwölf befestigt, innen gepunzt mit
laufendem Löwen, Leopardenkopf und U für 1815 sowie
18 K.Gehäuse und Übergehäuse mit
vielfarbigem Cloisonné-Email und minutiösem
Maleremail in flächendeckender Form geschmückt,
mittig ein Sommerblumenbuket und in der
Übergehäusemitte eine Seelandschaft mit Schloss und
Segelschiff, wohl von Richter/Genf gemalt.
Zifferblatt:
weißes Email-Zifferblatt mit Stundenanzeige mit
türkischen Stundenzahlen und Minutenskala von 5 bis 60 und
goldenen Zeigern. In die freien Flächen ist die
Uhrmachersignatur platziert:
Edward Prior London.
Werk:
feuervergoldetes Vollplatinenwerk aus Messing, gesägter,
vergoldeter Spindelkloben mit Monogramm EP für Edw. Prior,
dreischenkelige Stahlunruh mit Diamantlagerstein, silberne
Regulierscheibe mit Anzeige in türkischen Zahlen, Antrieb
über Feder, Kette und Schnecke, Spindelhemmung, Aufzug von hinten, Werk im Gehäuse mit Scharnier
bei der Zwölf befestigt, fein gravierte Schmuckplatinen,Schmuckpilaster.
Signatur Edw.
Prior London 16767
Maße:
Höhe 54 mm (ohne Pendant 40 mm), Breite 40 mm, Dicke 25 mm
Literatur:
Baillie:
Watchmakers and Clockmakers of the World Seite 259,
Loomes: Watchmakers and Clockmakers of the World Seite 190
Provenienz:
drei Generationen lang Privatbesitz einerSiemens-Direktoren-und
Medizinerfamilie