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Spindeltaschenuhr mit Viertelstunden-Repetition
David Nicolaus Albrecht, Berlin Königstr. 13 ca. 1700
Gehäuse:
silbernes Repercé-Gehäuse einer deutschen Uhr, ausgestattet mit üppigem Rankenwerk, Vögeln, Eichhörnchen und Maskaron, Glocke für Schlagwerk im Gehäuseboden, vergoldetes Silber-Übergehäuse in Repercéarbeit, mit Rankenwerk, verschiedenen Tieren und vier halbplastischen Köpfen im Profil verziert, im Zentrum freier Monogrammspiegel.
Zifferblatt:
silbernes Champlevé-Zifferblatt mit gebläuten Stahlzeigern, Stundenanzeige mit schwarzen, römischen Zahlen, Halbstundenzahlen in Rautenform und Minutenskala 5-60 in arabischen Zahlen, im Zentrum Kartuschen in Form von geschwungenen Bändern mit Uhrmachersignatur und Ortsangabe.
Werk:
feuervergoldetes Vollplatinenwerk aus Messing, Werk im Gehäuse mit Scharnier bei der Zwölf befestigt, filigrangestalteter, goldener Spindelkloben, Maskaron am Übergang zum Fuß des Klobens, dreischenkelige Messingunruh, silberne Regulierscheibe in gesägter Platinenabdeckung mit einem Schlangenkopf als Index, Antrieb über Feder, Kette und Schnecke, Spindelhemmung, Federvorspannung mit Wurmschraube unter dem Federhaus angeordnet, Aufzug von hinten, Viertelstunden-Repetition auf Glocke, Auslösung durch Druck auf Pendant.
Signatur Albrecht Berlin.
Maße:
Höhe 70 mm (ohne Pendant 56 mm), Breite 57 mm, 30 mm
Regulierscheibe oder Regulierzifferblatt
Die Regulierscheibe ist schon in Halsuhren der Renaissance zu finden, zunächst nur mit einigen arabischen Zahlen (etwa 1-4 oder 1-6) versehen. Der aufgesetzte Regulierzeiger zeigt an, um wie viel man die Reguliervorrichtung verstellt. Die Ausnehmung für das Zahnrad mit dem Vierkant, auf dem der Regulierzeiger sitzt, hieß früher Kulisse oder Flügel. Die Reguliervorrichtung dient zur Begrenzung der Schwingungsweite und beginnt bei den Halsuhren mit senkrecht stehenden Schweinsborsten.
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Spindeltaschenuhr mit Achtelstunden-Repetition
Johann G. Racine, Berlin Poststr. ca. 1750
Gehäuse:
Repercé-Gehäuse aus 18karätigem Gold, Wandung ziert üppige Ranken- und Blumenornamentik, Staubschutzdeckel mit Aufzugsloch, Werk im Gehäuse mit Scharnier bei der Zwölf befestigt, Signatur Racine Berlin 126.
Zifferblatt:
weißes Email-Zifferblatt mit Goldzeigern, Stundenanzeige mit schwarzen, römischen Zahlen und Minutenangabe 5-60 in arabischen Zahlen
Werk:
feuervergoldetes Vollplatinenwerk, filigrangesägter und gravierter Spindelkloben, dreischenkelige Messingunruh, die silberne Regulierscheibe besitzt als Index den Pfeil der gesägten Platinenabdeckung, Antrieb über Feder, Kette und Schnecke, Spindelhemmung, Aufzug von hinten, Achtelstunden-Repetition auf Glocke im Gehäuseboden, Auslösung durch Druck auf Pendant, über einen Hebel bei der Acht kann der Repetiervorgang unterbrochen werden.
Signatur Racine Berlin 126.
Maße:
Höhe 66 mm (ohne Pendant 41 mm), Breite 41 mm, Dicke 25 mm
Zuordnung
von Taschenuhren: sind in einer Taschenuhr Meistername, Stadtpunze, Jahrespunze oder sonst ein Gehäuse- oder Werkstempel vorhanden, so lässt sich anhand von Meisterverzeichnissen, Punzentabellen oder Fabrikmarkenregistern ihre räumliche und zeitliche Herkunft verhältnismäßig leicht ermitteln. Signatur, Stempel und Punzen, dann geben die angewendeten Techniken beim Werk, die Gestaltung von Zifferblatt, Zeigern und Gehäuseform oft genügend Aufschluss, die die Zuschreibung der Uhr in eine bestimmte Zeit und Herkunft ermöglicht, insbesondere wenn entsprechende Vergleichsstücke bekannt sind.
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Spindeltaschenuhr mit Viertelstunden-Repetition
Robert & Comp., Paris ca. 1800
Gehäuse:
guillochiertes, rotgoldenes Gehäuse mit kanneliertem Rand, Staubschutzdeckel mit Herstellergravur Robert & Comp., gepunzt mit den Initialen des Gehäusemachers KH 6149 >>402, Pendant mit 402 gepunzt.
Zifferblatt:
weißes Email-Zifferblatt mit gebläuten Stahlzeigern, Stundenanzeige mit schwarzen, arabischen Zahlen, unterhalb der Zeigerachse Herstellersignatur Robert & Comp.
Werk:
feuervergoldetes Vollplatinenwerk im Gehäuse mit Schrauben befestigt, filigrangestaltete 2/3-Spindelbrücke aus vergoldetem Messing, mit gebläuten Schrauben befestigt, dreischenkelige Goldunruh, silberne Regulierscheibe, Antrieb über Feder, Kette und Schnecke, Spindelhemmung, Aufzug von vorn zwischen der Eins und der Zwei, Viertelstunden-Repetition auf zwei Tonfedern im Carillonschlag, Auslösung durch Druck auf Pendant.
Signatur Robert & Comp.
Maße:
Höhe 77 mm (ohne Pendant 58 mm), Breite 58 mm, Dicke 20 mm
Carillon
französisch: Glockenspiel, Schlagfolge im Repetitionsschlagwerk, bei welcher der Viertelstundenschlag nicht wie üblich aus einem Doppelton (bim-bam) mit zwei Hämmern auf zwei Tonfedern besteht, sondern aus einem Dreiklang (bim-bam-bim), der von je zwei oder drei Hämmern und Tonfedern erzeugt wird.
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Spindeltaschenuhr mit Viertelstunden-Repetition
Courvoisier & Comp., Paris ca. 1800
Gehäuse:
guillochiertes, goldenes Gehäuse einer Spindeluhr mit kanneliertem Rand, Staubschutzdeckel mit Herstellerinitialen CC, Werk im Gehäuse mit Schrauben befestigt, gepunzt mit den Initialen des Gehäusemachers 31056 2413 K18 PH MI, Pendant und Bügel gepunzt (wohl Eule).
Zifferblatt:
weißes Email-Zifferblatt mit Goldauflagen in Kartuschenform, gebläute Stahlzeiger, Stundenanzeige mit schwarzen, arabischen Zahlen und umlaufenden goldenen Bogenkreis.
Werk:
feuervergoldetes Vollplatinenwerk, in Brezelform gestaltete Spindelbrücke aus poliertem Stahl, gebläute Schrauben, Diamantdeckstein, dreischenkelige Goldunruh, silberne Regulierscheibe, feine Gravur- und Ziselierarbeiten , Antrieb über Feder, Kette und Schnecke, Spindelhemmung, Aufzug von hinten, Viertelstunden-Repetition auf zwei Tonfedern, Auslösung durch Druck auf Pendant.
Signatur Courvoisier & Comp. No 31056.
Maße:
Höhe 77 mm (ohne Pendant 57 mm), Breite 57 mm, Dicke 21 mm
Zeiger
Die ersten Taschenuhren besaßen nur einen Zeiger für die Angabe der Stunden. Einzeigrige Uhren besaßen anfangs nur eine Gangdauer von etwa 12 Stunden. Aber es gab zur gleichen Zeit auch Uhren ohne Zeiger. Bei diesen wurde die Zeit hinter einem Fenster mittels einer rotierenden Scheibe angezeigt. England ausgehend wurde zum Ende des 17. Jahrhunderts erstmals die Unterteilung des Zifferblatts in 5-Minuten- und später in Minutenabschnitte eingeführt. Der Sekundenzeiger hat sich erst um 1800 durchgesetzt. Es gibt Zeiger aus Silber, Gold, Messing, Bronze und Stahl. Sie können gesägt, geschnitten, gestanzt, gepresst, graviert, ziseliert, gebläut und vergoldet sein.
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Schmucktaschenuhr mit Repetition à toc
Vauchez, Paris en la Cité ca. 1785
Gehäuse:
goldener Gehäuserand einer Schmuckuhr. Die Rückseite ist mit kobaltblauem, transluzidem Email über guillochiertem Grund dekoriert. Strahlenförmig eingelegte Goldsterne und weiß-goldene Emailblumen ergänzen die Fläche.Schmuckrand bilden blaue Türkishalbperlen. Der Glasdeckel ist in gleicher Weise verziert, ebenso der Bügel und die Druckfläche des Pendants. Verschiedene Punzen im Gehäuseboden: 605, L+J verschlungen und J+H mit Krone sowie O mit Krone.
Zifferblatt:
weißes Email-Zifferblatt mit schlanken, gebläuten Stahlzeigern, schwarze, radial gesetzte, römische Stundenzahlen, arabische Minutenanzeige von 5 bis 60, Aufzug von vorn bei der Zwei. Uhrmachersignatur Vauchez a Paris.
Werk:
vergoldetes Vollplatinenwerk im Gehäuse mit Scharnier bei der Zwölf befestigt, zylindrische Pfeiler, Spindelbrücke durchbrochen und graviert, gebläute Schrauben, dreischenkelige Messingunruh, silberne Regulierscheibe, Antrieb über Feder, Kette und Schnecke, Spindelhemmung. Durch Druck auf Pendant wird die Viertelstunden-Repetition ausgelöst, die beiden Hämmer schlagen auf kleine Blöcke am Gehäuserand > Repetition à toc.
Signatur Vauchez en la Cité a Paris N 878.
Maße:
Höhe 56 mm (ohne Pendant 36 mm), Breite 35 mm, Dicke 16 mm