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Einzeigriges Oignon mit Wecker
Isaak Thuret, Paris ca. 1685
Gehäuse:
silbernes, typisches Gehäuse einer französischen Sackuhr (Oignon) mit hochgezogenem Rand, Wandung und Lünette rankenförmig reliefiert und durchbrochen für den Schall des Weckers. Die Rückseite zeigt im Zentrum eine gravierte Dorfansicht. Glocke für Wecker in der Gehäuseschale.
Zifferblatt:
weißes Emailzifferblatt mit Messingzeiger, blau eingelegten römischen Stundenzahlen und Halbstundenzeichen in Lilienform. Zentrale Messing-Weckerscheibe mit Tulpenzeiger, Aufzug für Weck- und Gehwerk bei der Vier und der Acht.
Werk:
feuervergoldetes Vollplatinenwerk aus Messing mit ägyptischen Pfeilern, kunstvoll gestaltete, große Spindelbrücke (33 mm) mit feinen Vogelmotiven, gebläute Schrauben. Dreischenkelige Eisenunruh, Spiralfeder mit zwei Umgängen, Gangregulierung über sehr frühen, gebläuten Rechen, Antrieb über Feder, Kette und Schnecke, Spindelhemmung, aufwändig graviertes Federhaus, Werk im Gehäuse mit Scharnier bei der Zwölf befestigt
Signatur Thuret a Paris.
Maße:
Höhe 84 mm (ohne Pendant 57 mm), Breite 59 mm, Dicke 33 mm
Literatur:
C. Cardinal, Die Zeit an der Kette S. 39 und S.79,, Taschenuhren S.55, S.64 und S.65
Isaak Thuret
(Hofuhrmacher), einer der drei größten Uhrmacher seiner Zeit,wurde von Christian Huygens am 22.1.1675 beauftragt, die erste Taschenuhr mit einer Regulierspirale zu bauen. Thuret baute eine weitere derartige Uhr und gab sie als seine Erfindung aus, musste das Plagiat aber später bekennen.
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Einzeigriges Oignon mit Wecker
Thomas Moillet, Paris ca. 1690
Gehäuse:
silbernes, typisches Gehäuse einer französischen Sackuhr (Oignon) mit hochgezogenem Rand, Wandung und Lünette rankenförmig reliefiert und durchbrochen für den Schall des Weckers. Die Rückseite zeigt ein stilisiertes Rankenwerk mit urnenförmiger Vase im Flachrelief, Glocke für Wecker in der Gehäuseschale.
Zifferblatt:
silbernes Champlevé-Zifferblatt mit gebläuten Stahlzeigern, schwarz eingelegte, römische Stundenzahlen, zentrale Silber-Weckerscheibe mit Tulpenzeiger, Aufzug für Weck- und Gehwerk bei der Vier und der Acht.
Werk:
feuervergoldetes Vollplatinenwerk aus Messing im Gehäuse mit Scharnier bei der Zwölf befestigt, ägyptische Pfeiler, floral gestaltete Spindelbrücke (28 mm) aus vergoldeten Messing, mit gebläuten Schrauben befestigt. Dreischenkelige Eisenunruh, Spiralfeder mit 2,5 Umgängen, Gangregulierung über sehr frühen, gebläuten Rechen, Antrieb über Feder, Kette und Schnecke, Spindelhemmung, aufwändig graviertes und gekörntes Federhaus,
Signatur Thomas Moillet.
Maße:
Höhe 76 mm (ohne Pendant 56 mm), Breite 57 mm, Dicke 35 mm
Wecker
Tragbare Uhren mit Wecker wurden schon im 16. Jahrhundert gefertigt. Die Weckerhemmung ist wahrscheinlich älter als die Spindelhemmung. Die Bauweise der Weckerhemmung ähnelt der der Spindel, lediglich der Waagbalken oder die Unruh wurde zu einem einfachen Klöppel umgearbeitet.
Oignon
Ein Oignon ist eine verhältnismäßig große, runde Taschenuhr (Oignon >französisch Zwiebel), die in Frankreich von etwa 1675 bis 1725 gebaut wurde. Ein weiteres typisches Merkmal eines Oignons ist die große Unruhbrücke.
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Einzeigriges Oignon mit Wecker
Jean Rousseau, Paris ca. 1680
Gehäuse:
silbernes, typisches Gehäuse einer französischen Sackuhr mit kugelförmiger Aufhängeöse im Stil der Zeit, hochgezogenem Rand, Wandung und Lünette rankenförmig reliefiert und durchbrochen für den Schall des Weckers. Gehäuserand mit durchbrochener Ornamentik wie Maskaron, Tiermotive und Akanthusblätter, Glocke für Wecker in der Gehäuseschale, silbernes durchbrochenes Übergehäuse, Rückseite mittig Blumenmuster im Flachrelief.
Zifferblatt:
silbernes Champlevé-Zifferblatt mit Eisenzeiger und schwarz eingelegten, römischen Stundenzahlen, Halbstundenmarkierungen in Form von Lilien, zentrale Messing-Weckerscheibe mit Tulpenzeiger, Aufzug für Weck- und Gehwerk bei der Vier und der Neun.
Werk:
feuervergoldetes Vollplatinenwerk aus Messing mit ägyptischen Pfeilern, großeSpindelbrücke (33 mm) mit feinen Rankenmotiven aus vergoldetem Messing, mit gebläuten Schrauben befestigt. Dreischenkelige Eisenunruh, Spiralfeder mit 1,5 Umgängen, Gangregulierung über sehr frühen, gebläuten Rechen, Antrieb über Feder, Kette und Schnecke, Spindelhemmung, aufwändig graviertes Federhaus, Werk im Gehäuse mit Scharnier bei der Zwölf befestigt.
Signatur Jean Rousseau.
Maße:
Höhe 80 mm (ohne Pendant 59 mm), Breite 60 mm, Dicke 36 mm
Akanthus-Blätter
Mit dem lateinischen Begriff „Akanthus“ wird die Familie der Bärenklau-Gewächse bezeichnet. Die stark gezackten und dekorativen Blätter zweier im Mittelmeerraum vorkommender Akanthusarten dienten erstmals in der Antike als florales Element und galten als Symbol des Lebens und der Unsterblichkeit. 1670 fand dieses Ornament auch von in Deutschland arbeitenden Uhrmachern Verwendung.
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Einzeigriges Oignon mit Wecker
Jean-Francois Dominice, Genf ca. 1695
Gehäuse:
feuervergoldetes, typisches Gehäuse einer französischen Sackuhr mit kugelförmiger Aufhängeöse, hochgezogener Rand, Wand und Lünette rankenförmig reliefiert und durchbrochen für den Schall des Weckers. Die Rückseite zeigt im Zentrum eine Szene mit Venus und Amor nach einem Deckenfresko von Raphael auf der Loggia von Farnésine. Venus wird im Profil gezeigt mit Amor auf ihren Knien, dieser ist mit Pfeil und Bogen ausgestattet. Eingerahmt wird diese Szene von schmückenden Ornamenten in Form von Akanthusblättern und Palmetten. Vier Putti stellen mit ihren Attributen (Fackel, Dreizack, Pfeil und Bogen und Gabel) die Elemente Feuer, Wasser, Luft und Erde dar. Glocke für Wecker in der Gehäuseschale.
Zifferblatt:
Goldenes Champlevé-Zifferblatt mit Eisenzeiger, schwarz eingelegten, römischen Stundenzahlen, zentrale Messing-Weckerscheibe, Aufzug für Weck- und Gehwerk bei der Fünf und der Neun.
Werk:
feuervergoldetes Vollplatinenwerk aus Messing im Gehäuse mit Scharnier bei der Zwölf befestigt, Pilasterpfeiler, floral gestaltete Spindelkloben mit feinen Vogelmotiven aus vergoldetem Messing, Halbkreis-Ausschnitt für Scheinpendel, Gangregulierung über silberne Regulierscheibe, Antrieb über Feder, Kette und Schnecke, Spindelhemmung, aufwändig graviertes Federhaus,
Signatur Dominice a Geneve.
Maße:
Höhe 73 mm (ohne Pendant 58 mm), Breite 60 mm, Dicke 37 mm
Repercé-Gehäuse
„repercé“ französisch> wieder durchbohrt. Taschenuhren mit Schlagwerk hatten überwiegend durchbrochene Gehäuse damit der Schall besser nach außen dringen konnte. Die Repercé-Arbeiten waren kunstvoll gesägt und graviert mit Motiven aus Flora und Fauna. Die große Zeit der Repercé-Gehäuse war von etwa 1680 bis 1760.
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Einzeigriges Oignon mit Emailbrücke
Pierre Gaudron, Paris ca. 1690
Gehäuse:
silbernes, typisches Gehäuse einer französischen Sackuhr mit hochgezogenem Rand, Wandung und Lünette rankenförmig reliefiert. Die Rückseite zeigt im Zentrum durch ein Sichtfenster die emaillierte Spindelbrücke. Die Innenseite von Schale und Lünette ist feuervergoldet. Signatur des Gehäusemachers am Rand Arpin.
Zifferblatt:
silbernes Champlevé-Zifferblatt mit gebläutem Stahlzeiger und schwarz eingelegten, römischen Stundenzahlen, Halbstundenmarkierungen als kleine Palmetten. In der Mitte wird ein von Rankenwerk umgebenes, kleines Medaillon von zwei Putten gehalten. Aufzug für Spindelwerk über Vierkant des Stundenzeigers im Zentrum, wie es zu dieser Zeit bis etwa 1690 üblich war.
Werk:
feuervergoldetes Vollplatinenwerk aus Messing im Gehäuse mit Scharnier bei der Zwölf befestigt,ägyptische Pfeiler, Spindelbrücke (33 mm) mit Emailmedaillon (Portrait einer Dame). Eine an der Eisenunruh befestigte Blume pendelt im Takt über dem Bildnis. Gangregulierung über frühen, gebläuten Rechen, Antrieb über Feder, Kette und Schnecke, Spindelhemmung, Gaudron a Paris.
Maße:
Höhe 75 mm (ohne Pendant 55 mm), Breite 57 mm, Dicke 35 mm
Literatur:
Leitner-Dörner, Die Uhr- Zeitmesser und Schmuck in 5 Jahrhunderten S. 170,
Leitner-Dörner, Emailuhren S. 80,
Tardy S. 249, Baillie S. 120.
Spindelbrücke
Bei holländischen, schweizer, französischen und süddeutschen Uhren wird die Unruh durch eine Spindelbrücke, welche auf beiden Seiten mit je einer Schraube befestigt wird, abgedeckt. Sie besteht in der Regel aus vergoldetem Messing, in seltenen Fällen aus Silber oder Bronze. Sie sind ornamental gestaltet, gesägt, ziseliert und graviert.
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Einzeigriges Oignon mit Emailbrücke
Michel Girard, Paris ca. 1690
Gehäuse:
goldenes, typisches Gehäuse einer französischen Sackuhr mit hochgezogenem Rand, Wandung und Lünette sind rankenförmig graviert. Die Rückseite zeigt im Zentrum ein verschlungenes Bandmuster und Voluten. Die Innenseite von Schale und Lünette ist feuervergoldet. Kleiner kugelförmiger Pendant mit goldenem Ring.
Zifferblatt:
goldesnes Champlevé-Zifferblatt mit schildförmigen, einzelnen weißen Emailkartuschen, schwarz eingelegte, römische Stundenzahlen, Halbstundenmarkierungen als kleine Punktornamente auf einem schmalen, weißen Emailring. In der Mitte wird die Fläche mit Rankenwerk und einem Eichhörnchen geschmückt. Der gebläute Stahlzeiger ist in Lanzenform gestaltet. Aufzug für das Spindelwerk über Vierkant des Stundenzeigers im Zentrum.
Werk:
feuervergoldetes Vollplatinenwerk aus Messing mit ägyptischen Pfeilern, Spindelbrücke (33x37 mm) mit Emailmedaillon (Portrait der Göttin Diana mit ihrem Jagdhund), gesägter Schmuckrand mit drei eingesetzten Türkisen. Gangregulierung über frühen, gebläuten Rechen, Antrieb über Feder, Kette und Schnecke, Spindelhemmung, Werk im Gehäuse mit Scharnier bei der Zwölf befestigt.
Signatur Michel Girard.
Maße:
Höhe 75 mm (ohne Pendant 57 mm), Breite 58 mm, Dicke 35 mm
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Einzeigrige Sackuhr mit Schutzgehäuse
Fagoulon, Hesdin/Nähe Calais ca. 1690
Gehäuse:
schlichtes, silbernes Gehäuse einer englischen Sackuhr mit glattem Rand, Wandung und Lünette des Übergehäuses mit Motiven der Jagd und Früchten ausgestattet, im Zentrum Emailmedaillon mit Portrait einer Dame im Stil der Zeit.
Zifferblatt:
weißes Emailzifferblatt mit gebläutem Stahlzeiger, blau eingelegten, römischen Stundenzahlen, Halbstundenmarkierung im Innenring, Zentrum geschmückt mit polychrom gemalten Blumenkranz.
Werk:
feuervergoldetes Vollplatinenwerk aus Messing mit Tulpenpfeilern, floral gestalteter Spindelkloben fein durchbrochen und graviert aus vergoldetem Messing, mit gebläuter Schraube am großen Fuß befestigt, dreischenkelige Eisenunruh, silberne Regulierscheibe, Antrieb über Feder, Kette und Schnecke, Spindelhemmung, Federvorspannung über Vierkant zwischen den Platinen unter dem Federhaus, Aufzug von hinten, Werk im Gehäuse mit Scharnier bei der Zwölf befestigt.
Signatur Fagoulon fecit.
Maße:
Höhe 68 mm (ohne Pendant 55 mm), Breite 57 mm, Dicke 35 mm
Emaillierte Zifferblätter
Bis zum Beginn des 17. Jahrhunderts waren die Zifferblätter noch aus Metall und nur teilweise in Champlevétechnik mit Emailkartuschen ausgestattet. Erst um 1700 kamen vollemaillierte Zifferblätter auf.
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Oignon mit Repetition
Jean (Joachim) Cremstorf, Paris ca. 1690
Gehäuse:
silbernes, typisches Gehäuse einer französischen Sackuhr mit hochgezogenem Rand, Wandung und Lünette rankenförmig reliefiert und durchbrochen für den Schall der Repetition. Auf den äußeren Rändern des Silbergehäuses ziseliertes Rankenwerk sowie 4 unterschiedliche in Rocaillen gerahmte Tierportraits, Glocke für Repetition in der Gehäuseschale
Zifferblatt:
weißes Emailzifferblatt mit Stahlzeigern, schwarze römische Stundenzahlen und arabische Minutenzahlen von 5 - 60, der Aufzug für das Gehwerk bei der Fünf.
Werk:
feuervergoldetes Vollplatinenwerk aus Messing mit ägyptischen Pfeilern, im Gehäuse mit Scharnier bei der Zwölf befestigt, feingestaltete Spindelbrücke (34 mm) aus vergoldetem Messing mit Vogelmotiven, gebläute Schrauben. Dreischenkelige Eisenunruh, Spiralfeder mit 2,5 Umgängen, Gangregulierung über frühen gebläuten Rechen, Antrieb über Feder, Kette und Schnecke, Spindelhemmung,Repetitionswerk besteht aus separatem, graviertem Federhaus, drei Rädern, einem Schwungrad und nur einem Hammer, Drücker bei der Zehn an der Gehäuseschale zur Stummschaltung der Glocke (montre a toc).
Signatur Cremstorf a Paris.
Maße:
Höhe 76 mm (ohne Pendant 57 mm), Breite 58 mm, Dicke 36 mm
Repetition
(lat. repetere: wiederholen)
Ruf- oder Wiederholungsschlagwerk - durch Ziehen an einer Schnur oder durch Drücken auf einen Knopf bzw. Betätigen eines Schiebers wird das Schlagwerk ausgelöst, das die vergangenen Stunden und Viertel (später auch Minuten) wiederholt. Erfunden wurde die Repetition ca. 1680 von den Engländern BARLOW und QUARE.
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Sackuhr mit Schutzgehäuse
Rigmaiden, Dublin/Irland ca. 1710
Gehäuse:
schlichtes, goldenes Gehäuse einer englischen Sackuhr mit glattem Rand, Werk im Gehäuse mit Scharnier bei der Zwölf befestigt, Übergehäuse ebenfalls glatt, innen gepunzt HT 41 mit Lilienemblemen darüber.
Zifferblatt:
goldenes Champlevé-Zifferblatt mit gebläute Stahlzeigern, schwarz eingelegten, römischen Stundenzahlen, Halbstundenmarkierung in Rautenform und arabischen Minutenzahlen 5-60, im Zentrum erhabenes Rankenwerk mit Inschriftkartuschen und Uhrmachersignatur Rigmaiden und Dublin.
Werk:
feuervergoldetes Vollplatinenwerk aus Messing mit Tulpenpfeilern, gesägter Spindelkloben, floral gestaltet und graviert, mit gebläuter Schraube am großen Fuß befestigt, dreischenkelige Eisenunruh, silberne Regulierscheibe, Antrieb über Feder, Kette und Schnecke, Spindelhemmung, Federvorspannung über Vierkant zwischen den Platinen unter dem Federhaus, Aufzug von hinten.
Signatur Rigmaiden Dublin 410.
Maße:
Höhe 68 mm (ohne Pendant 54 mm), Breite 56 mm, Dicke 32 mm
Wurmschraube
Die Wurmschraube ist eine Schneckenschraube ohne Ende. Sie diente in frühen Taschenuhren zur Vorspannung der Feder, damit diese zu Beginn ihrer Wirksamkeit ein stärkeres Drehmoment besitzt und stellt somit eine Form des Antriebsausgleiches dar. In der Zeit von 1630 bis 1650 befand sich die Wurmschraube auf, später zwischen den Platinen.
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Sackuhr mit Schutzgehäuse
William Elkins, London ca. 1710
Gehäuse:
schlichtes, silbernes Gehäuse einer englischen Sackuhr mit glattem Rand, im Gehäuse mit Scharnier bei der Zwölf befestigt, glattes Übergehäuse, gepunzt mit den Initialen des Gehäusemachers EF
Zifferblatt:
silbernes Champlevé-Zifferblatt mit goldenen Zeigern, schwarz eingelegten, römischen Stundenzahlen, Halbstundenmarkierungen und arabischen Minutenzahlen 5-60, im Zentrum erhabenes Ranken- und Bandwerk mit Kartuschen für Signatur und Ortsangabe: Elkins London.
Werk:
feuervergoldetes Vollplatinenwerk aus Messing mit ägyptischen Pfeilern, vergoldeterSpindelkloben mit Rankenwerk durchbrochen und Vogelmotiven graviert, Kloben mit gebläuter Schraube am großen Fuß befestigt, dreischenkelige Eisenunruh. Die silberne Regulierscheibe eingebettet in gravierter und gesägter Platinenabdeckung, wobei der Pfeil als Index dient. Antrieb über Feder, Kette und Schnecke, Spindelhemmung, Federvorspannung über Vierkant zwischen den Platinen unter dem Federhaus, Aufzug von hinten,
Signatur Will. Elkins London
Maße:
Höhe 80 mm (ohne Pendant 59 mm), Breite 61 mm, Dicke 36 mm
Englische Taschenuhr
Das Gehäuse weist relativ oft einen Doppelboden auf. Das Werk ist nach vorne herauszuklappen, aber von der Rückseite her aufzuziehen. Bei englischen Taschenuhren ist die Unruh in einem Kloben gelagert. Dieser hat im Laufe der Jahrzehnte seine Form geändert. Ältere Uhren haben einen extrem großen Fuß. Dieser wird im Laufe der Zeit immer kleiner, ist aber zu jeder Zeit nur mit einer Schraube befestigt.