Antike Spindeltaschenuhren


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Musik- und Sonnenuhren

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Taschenuhr mit Viertelstunden-Repetition und Musikwerk
Anonym, Schweiz ca. 1815
Gehäuse:
silbernes Gehäuse mit kordelförmigem Rand, Deckel- und Bodenränder sind floral ornamentiert, Deckelrückseite mit Voluten in Flachgravur geschmückt.
Zifferblatt:
weißer Email-Zifferring mit goldenen Zeigern, Stundenanzeige mit schwarzen, arabischen Zahlen, im skelettierten Zentrum sind Voluten und mittig ein goldener Stern angeordnet, darunter sichtbar die Kadratur und das Musikwerk.
Werk:
feuervergoldetes Zylinderwerk aus Messing, Werk im Gehäuse mit Schrauben befestigt, dreischenkelige Goldunruh, Aufzug von hinten separat für das Gehwerk und das Musikwerk, Musikwerk löst stündlich oder manuell nach Hebelbetätigung bei der Sieben aus, Viertelrepetition durch Schlag auf zwei Tonfedern, Auslösung manuell durch Druck auf Pendant.

Maße:
Höhe 81 mm (ohne Pendant 57 mm), Breite 58 mm, Dicke 22 mm

Musiktaschenuhr

Die Entwicklung der Musiktaschenuhren setzt kurz nach 1800 ein und endet etwa 1835. Taschenuhren mit Musik-Spielwerk kommen anfangs ausschließlich aus Genf, wurden dann später aber auch in Frankreich hergestellt. Neben dem Gehwerk sind in diesen Uhren eine Melodienwalze, eine Stiftenscheibe oder ein Federhaus mit Stiften vorhanden. Dazu gehörige Tonzungen (als Kamm oder einzeln angeschraubt) und das Laufwerk, das meist zu jeder Stunde anläuft und auch von Hand betätigt werden kann, komplettieren die Mechanik. Bei vielen dieser Exemplare ist zusätzlich eine Repetition eingebaut, bei manchen Uhren bewegen sich während des Musikstückes Figuren (Jaquemarts).



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Sonnenuhr mit Kompass in einem Taschenuhrgehäuse
Rousseau, Frankreich ca. 1770
Gehäuse:
silbernes Gehäuse einer französischen Taschenuhr, Vor- und Rückseite mit Diamantrosen eingefaßt, im Zentrum der Rückseite transluzide, kobaltblaue Emailfläche mit eingelegten Goldsternen, Pendant gepunzt mit Krabbe und Männerkopf im Profil.
Kompassblatt:
weißes Emailblatt mit Windrose, vier Haupt- und vier Nebenwindrichtungen, gebläute Kompassnadel.
Sonnenuhr:
an drei Schenkeln fixierte Sonnenscheibe mit Diamanten umrandet, goldener wimpelförmiger Schattenwerfer, Skala von Eins bis Sechs und Zwölf bis Sechs auf weißem Email.
Signatur Rousseau Inv. fec.
Maße:
Höhe 70 mm (ohne Pendant 48 mm), Breite 49 mm, Dicke 22 mm
Sonnenuhren
Eine einfallsreiche Variante der sehr zahlreichen Sonnenuhrentypen ist die magnetische oder Kompass-Sonnenuhr, die Bloud aus Dieppe 1686 erfand. Die Ausrichtung des Instrumentes wird durch eine Kompassnadel angegeben.



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