Antike Spindeltaschenuhren


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Kalend. Uhren

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Spindeltaschenuhr mit Datumsanzeige
WilliamBunnett, London ca. 1760
Gehäuse:
schlichtes, silbernes Gehäuse einer englischen Taschenuhr, glattes Übergehäuse, gepunzt mit den Initialen des Gehäusemachers SE sowie Punzen mit Leopard, Löwe und h, Hallmark für 1763.
Zifferblatt:
silbernes Champlevé-Zifferblatt mit gebläuten Zeigern, schwarz eingelegten, römischen Stundenzahlen und arabischen Minutenzahlen 5-60, Scheibe mit Datumsanzeige bei Sechs, im Zentrum erhabene Kartuschen in Bänderform mit der Uhrmacher-Signatur Bunnett London.
Werk:
Vollplatinenwerk aus feuervergoldetem Messing im Gehäuse mit Scharnier bei der Zwölf befestigt, mit ägyptischen Pfeilern, Spindelkloben durchbrochen und graviert mit Muschelmotiven, gebläute Schraube, großer Klobenfuß, dreischenkelige Stahlunruh, silberne Regulierscheibe besitzt als Index den Pfeil der gesägten Platinenabdeckung, Antrieb über Feder, Kette und Schnecke,
Spindelhemmung, Federvorspannung über Vierkant zwischen den Platinen unter dem Federhaus, Aufzug von hinten.
Signatur Wm. Bunnett London 6377.
Maße:
Höhe 64 mm (ohne Pendant 48 mm), Breite 51 mm, Dicke 27 mm
Silber
Weißglänzendes, polierfähiges, sehr dehnbares und walzbares Metall, welches weicher als Kupfer und härter als Gold ist. Es wird mit Gold, Kupfer, Zink, Blei und Quecksilber legiert. Der Feingehalt bei Silber wird in 1/1000 gemessen, üblich sind: 600, 720, 800, 835, 900, 925 und 935/1000. Legierungen mit höheren Anteilen sind nur äußerst schwer zu bearbeiten. Das Material wird in der Regel mit einer Punze versehen, die Aufschluss über den Silberanteil der Legierung gibt. In früherer Zeit wurden nicht nur die Uhren mit zusätzlichen Punzen für das Jahr der Herstellung, den Ort, die Meistermarke oder der Werkstatt versehen, sondern auch Schmuck, Zier- und Gebrauchsgegenstände aus Silber.


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Spindeltaschenuhr mit 24-Stundenanzeige
Alehouse, London ca. 1795
Gehäuse:
glattes, silbernes Gehäuse einer englischen Taschenuhr, Übergehäuse, beide gepunzt Löwe, Leopard, Duty mark C, Hallmark für 1798.
Zifferblatt:
silbernes Champlevé-Zifferblatt mit gebläuten Zeigern, schwarz eingelegten, arabischen Stundenzahlen, obere Hälfte mit Stundenangaben von 1 bis 12 und Sonnensymbol für den Tag, untere Hälfte bestehend aus gekörntem Silber mit erhabener Abbildung von Mond und Sternen sowie den Zahlen 1 bis 12 für die Nachtstunden.
Werk:
feuervergoldetes Vollplatinenwerk mit zylindrischen Pfeilern, aufwändiggestalteter Spindelkloben, durchbrochen und graviert mit Rosette im Zentrum, dreischenkelige Stahlunruh, silberne Regulierscheibe in gravierter Platinenabdeckung, wobei der Finger einer gravierten Hand als Index dient, Antrieb über Feder, Kette und Schnecke,
Spindelhemmung, Aufzug von hinten, Werk im Gehäuse mit Scharnier bei der Zwölf befestigt.
Signatur Alehouse London No 229.
Maße:
Höhe 76 mm (ohne Pendant 53 mm), Breite 54 mm, Dicke 24 mm

Tag- und Nachtstunden

In der Empirezeit entstehen auch Uhren mit geteilten Zifferblättern und einer
Stunden-Einteilung, die optisch die Tag- von den Nachtstunden trennen.einigen Taschenuhren werden die Tag- und Nachtstunden durch zwei sich gegeneinander verschiebende Ringe, silbern für die Tagstunden und blau für die Nachtstunden, angezeigt.

Andere Exemplare des 18. Jahrhunderts haben ein halbkreisförmig ausgeschnittenes Zifferblatt. Durch eine unter dem Zifferblatt rotierende Scheibe werden die Stunden angezeigt, für die Nacht blau und für den Tag silbern.


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Spindeltaschenuhr mit Tag- und Nachtanzeige
James Squire. Penrith/Birmingham ca. 1830
Gehäuse:
schlichtes, silbernes Gehäuse einer englischen Taschenuhr mit glattem Rand, glattes Übergehäuse, kräftiger, ovaler Pendant, zeitgemäßes watchpaper, gepunzt mit den Initialen des Gehäusemachers WW sowie Löwe, Anker N.
Zifferblatt:
silbernes Champlevé-Zifferblatt, außen arabischen Minutenzahlen 50-60 in Kartuschenform, darunter in der oberen Hälfte halbkreisförmig gesetzte, schwarze, römische Stundenzahlen von 6 bis 12 und 12 bis 6, langer, goldener Minutenzeiger, über der Zeigerachse halbkreisförmiger Ausschnitt, unter dem eine Sonnen- und Mondscheibe kreist. Die Sonne zeigt die Tages- und der Mond die Nachtstunden an.
Werk:
feuervergoldetes Vollplatinenwerk mit zylindrischen Pfeilern, reich mit Blumen- und Rankenmotiven versehener Spindelkloben, dreischenkelige Stahlunruh, Regulierhebel, Antrieb über Feder, Kette und Schnecke,
Spindelhemmung, Aufzug von hinten, Werk im Gehäuse mit Scharnier bei der Zwölf befestigt, Staubschutz aus Messing.
Signatur Ja. Squire Penrith No 7183.
Maße:
Höhe 82 mm (ohne Pendant 56 mm), Breite 58 mm, Dicke 26 mm

Sonnen- und Mondanzeige

Bereits Halsuhren des 17. Jahrhunderts zeigen mitunter hinter einem halbkreisförmigen Zifferblattausschnitt eine Scheibe, auf der die Tages- und die Nachtstunden angezeigt werden.
Die eine Hälfte dieser Scheibe ist gebläut und zeigt mit dem Mondsymbol die Nachtstunden an. Die andere Hälfte ist versilbert und mit dem Sonnensymbol für die Tagesstunden versehen.

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Silberne Spindeltaschenuhr mit Kalendarium
Robert & Comp., Paris ca. 1795
Gehäuse:
schlichtes, silbernes Gehäuse einer französischen Taschenuhr mit kanneliertem Rand, gepunzt mit den Initialen des Gehäusemachers PCC 10 sowie einer Punze mit einem Männerkopf im Profil.
Zifferblatt:
weißes Email-Zifferblatt mit verschiedenen Skalen, von außen Wochentage (Dimanche bis Samedi) und dazu gegenüber liegende Symbole für die entsprechenden Planeten.Im zweiten Kreis 31 Monatstage in weiß auf schwarzem Grund. Den dritten Kreis bildet die Minutenskala von 15 bis 60. Innen ist die arabische Stundenanzeige von Eins bis Zwölf. Aufzugsloch mit Vierkant bei der Zwei, über und unter der Zeigerachse die Signatur Robert & Comp.
Werk:
feuervergoldetes Vollplatinenwerk aus Messing im Gehäuse mit Scharnier bei der Zwölf befestigt, zylindrische Pfeiler, Spindelbrücke fein durchbrochen und graviert, dreischenkelige Stahlunruh, große silberne Regulierscheibe, Antrieb über Feder, Kette und Schnecke,
Spindelhemmung.
Signatur Robert & Comp No 18683.
Maße:
Höhe 80 mm (ohne Pendant 57 mm), Breite 58 mm, Dicke 20 mm

Kalenderuhr

Taschenuhren mit Kalender zeigen außer der Tageszeit zusätzlich noch das Tagesdatum und die Wochentage an, letztere werden häufig ausgeschrieben und durch die Symbole der passenden Planeten ergänzt. In dem oben angeführten Beispiel liegen den Wochentagen dimanche, lundi, mardi, mercredi, jeudi, vendredi und samedi die Symbole der Planeten Sonne, Luna, Mars, Merkur, Jupiter, Venus und Saturn gegenüber.wird das Datum manuell reguliert, doch schon bald wird nach besseren Lösungen gesucht. Die Angabe des immer richtigen Datums in einem Kalenderwerk war für die Uhrmacher eine schwierige Aufgabe und große Herausforderung, da sieben Monate des Jahres 31 Tage und vier Monate 30 Tage haben. Zusätzlich musste der Februar mit seinen 28 Tagen und die Schaltjahre mit 29 Tagen Berücksichtigung finden. Es wurde eine ganze Reihe von Schaltmechanismen entwickelt, um dieses Ziel zu erreichen.

62
Spindeltaschenuhr mit Kalender
Anonym, Frankreich ca. 1790
Gehäuse:
silbernes Gehäuse einer französischen Taschenuhr mit glattem Rand, gepunzt mit den Initialen des Gehäusemachers DHA sowie 6338 und 24629.
Zifferblatt:
weißes Email-Zifferblatt mit diversen Indikationen, rechts oben Wochentage in französisch, links oben Datumsanzeige für 31 Monatstage, beide Indikationen mit gebläuten Stahlzeigern, unten mittig Stundenanzeige mit arabischen Zahlen von Eins bis Zwölf, goldene Zeiger, polychrome Hintergrundmalerei in Form einer Frauengestalt vor einer Staffelei, Aufzug zwischen der Zwei und der Drei.
Werk:
feuervergoldetes Vollplatinenwerk im Gehäuse mit Scharnier bei der Zwölf befestigt, Fünfeck-Pilaster, Spindelbrücke rankenförmig durchbrochen und graviert, dreischenkelige Stahlunruh, silberne Regulierscheibe, Antrieb über Feder, Kette und Schnecke,
Spindelhemmung.
Maße:
Höhe 75 mm (ohne Pendant 55 mm), Breite 55 mm, Dicke 22 mm



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Doppelseitige Taschenuhr mit retrogradem Kalender
Anonym, Frankreich ca. 1790
Gehäuse:
goldenes Gehäuse einer französischen Spindeluhr mit kanneliertem Rand, beidseitig verglast, kugelförmiger Pendant.
Zifferblatt:
Front strahlenförmig graviertes Silber-Zifferblatt mit drei Anzeigen, die Monatstage von 1 bis 31, die Wochentage Dim. bis Sam. und die Stundenanzeige in arabischen Zahlen von 1 bis 12, alle Indikationen mit goldenen Zeigern, oben mittig ist die dreischenkelige Unruh mit Diamant-Deckstein sichtbar.

Rückseite weißes Email-Zifferblatt mit zentralem, gebläutem Stahlzeiger für die Monatsanzeige Jan bis Dec mit retrogradem Mechanismus. Am 31.12. springt der Zeiger auf den Januar zurück. Das darunter angeordnete Stunden- und Minutenblatt für eine zweite Zeitzone ist spiegelbildlich angeordnet > die gebläuten Stahlzeiger laufen gegen den Uhrzeigersinn.
Werk:
feuervergoldetes Vollplatinenwerk aus Messing, Antrieb über Feder, Kette und Schnecke,
Spindelhemmung, unter dem Email-Zifferblatt ist die Platine zur Freude des Uhrmachers floral verziert. Werk im Gehäuse mit Scharnier bei der Zwölf befestigt.
Signaturpunze DH innerhalb einer Raute.
Maße:
Höhe 77 mm (ohne Pendant 54 mm), Breite 53 mm, Dicke 28 mm

Retrograde oder zurückspringende Zeiger

Darunter versteht man das Zurückspringen der Zeiger auf die Nullposition.


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