Antike Spindeltaschenuhren


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Erotische Uhren

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Kupfer-Emailtaschenuhr mit galantem Motiv
Anonym, Schweiz ca. 1770
Gehäuse:
Email-Gehäuse einer schweizer Spindeluhr mit polychromer Bemalung, Gehäusewand mit floralen Motiven sowie Maskarons geschmückt, Gehäuseboden verziert mit einer Landschaft und Baum im Vordergrund, in der Gehäuseinnenseite zeigt eine spärlich bekleidete, junge Dame ihre Reize auf einem Diwan.
Zifferblatt:
polychrom bemaltes Email-Zifferblatt mit goldenen Zeigern, schwarzen, römischen Stundenzahlen, Aufzug zwischen der Eins und der Zwei, im Zentrum eine knapp bekleidete Dame, die mit dem Betrachter kokettiert
Werk:
feuervergoldetes Vollplatinenwerk aus Messing mit zylindrischen Pfeilern, Spindelbrücke floral durchbrochen und graviert, gebläute Schrauben, dreischenkelige Stahlunruh, messingfarbene Regulierscheibe mit gebläutem Zeiger, Antrieb über Feder, Kette und Schnecke,
Spindelhemmung, Werk Gehäuse mit Scharnier bei der Zwölf befestigt.
Maße:
Höhe 58 mm (ohne Pendant 45 mm), Breite 45 mm, Dicke 20 mm

Erotische Uhren

sind Zeugen ihrer Epoche. Es ist so nicht verwunderlich, dass die Uhr im 18. Jahrhundert frivol und kokett wird. Es werden teilweise grobe Anzüglichkeiten geboten. Diese Uhren wurden in Herrenkreisen als Überraschungseffekt bei festlichen Anlässen und Einladungen am Tisch herumgereicht.sind diese Stücke von den Herstellern nicht signiert worden, sie sollten nur den Markt - häufig den orientalischen- bedienen.


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Goldene Emailtaschenuhr mit erotischem Motiv
Breguet, Paris ca. 1785
Gehäuse:
goldenes kanneliertes Email-Gehäuse einer französischen Spindeluhr mit erotischem Motiv, Deckel und Gehäuseboden mit polychromer Emailmalerei, Bodeninnen- und Außenseite jeweils mit reizvollem Blumenbukett auf schwarzem Grund, Deckelaußenseite mit galantem Paar in Parklandschaft, Deckelinnenseite zeigt das gleiche Paar beim Liebesspiel in sehr pikanter Pose, Deckel öffnen sich nach Druck auf Pendant.
Zifferblatt:
weißes Email-Zifferblatt mit gebläuten Stahl-Zeigern, schwarzen, arabische Stundenzahlen, Aufzug bei der Zwei.
Werk:
feuervergoldetes Vollplatinenwerk im Gehäuse mit Scharnier bei der Zwölf befestigt, zylindrische Pfeiler, Spindelbrücke durchbrochen und graviert aus vergoldetem Messing, gebläute Schrauben, dreischenkelige Stahlunruh, silberne Regulierscheibe, Antrieb über Feder, Kette und Schnecke,
Spindelhemmung.
Signatur Breguet a Paris.
Maße:
Höhe 44 mm (ohne Pendant 32 mm), Breite 33 mm, Dicke 16 mm
Emailuhren
Vermutlich um 1630 entdeckte der Goldschmied Jean Toutin (geb. 1578) aus Blois die Technik der Emailmalerei. Etwa um die gleiche Zeit kam der Glaubensflüchtling Pierre I. Huaud (geb. 1612) nach Genf, der sich ebenfalls dieser neuen Technik annahm und vermutlich an deren Verbreitung entscheidend beteiligt war. Erfindung der Limogetechnik, bei der fein geriebene Metalloxydverbindungen auf einen meist weißen, vorgebrannten Emailgrund mit dem Pinsel aufgetragen wurden, erlebte die Miniaturmalerei eine Blütezeit. Endlich war die Wiedergabe farbig aufgemalter Bilder bei goldenen oder kupfernen Gegenständen ohne Farbveränderung beim Brand möglich. Die ersten Emailleure erkannten sofort die Vorteile dieser neuen Technik und die Möglichkeit mit den damaligen Miniaturmalern zu konkurrieren. bekanntesten Emailminiaturisten sind für Deutschland Attenstätter/Augsburg und Gebrüder Dinglinger in Dresden, ür Frankreich Toutin, Viet, Vauquer und Vauchez und ür die Schweiz Huaud, Limousin und Coulin.


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Goldene Emailtaschenuhr mit erotischem Motiv
Anonym, Schweiz ca. 1785
Gehäuse:
goldenes Gehäuse einer schweizer Spindeluhr mit kanneliertem Rand, Gehäuseboden versehen mit polychromer Emailmalerei, welche ein junges Paar beim Liebesspiel zeigt. Der Gehäuserand und der Glasdeckel sind mit einem Zierband aus Halbperlen geschmückt, durch Druck auf den Pendant lässt sich der Deckel öffnen.
Zifferblatt:
geprägtes Goldzifferblatt mit erhabenen, schwarzen, römischen Stundenzahlen, äußerer Minutenring, gebläute Lochzeigern aus Stahl, Aufzug zwischen der Eins und der Zwei.
Werk:
vergoldetes Vollplatinenwerk aus Messing im Gehäuse mit Scharnier bei der Zwölf befestigt, zylindrische Pfeiler, Spindelbrücke durchbrochen mit symmetrisch angeordneten Verzierungen, gebläute Schrauben, dreischenkelige Stahlunruh, silberne Regulierscheibe, Antrieb über Feder, Kette und Schnecke,
Spindelhemmung.
Maße:
Höhe 50 mm (ohne Pendant 38 mm), Breite 39 mm, Dicke 15 mm





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Herrentaschenuhr mit erotischem Motiv
Anonym, Frankreich ca. 1800
Gehäuse:
silbernes Gehäuse mit kanneliertem Rand, Gehäuserückseite mit polychromer Emailbemalung, Bildnis zeigt herrschaftliche Dame mit gepuderter Perücke, Emailmalerei an der Innenseite des Gehäusedeckels zeigt eine freizügige, erotische Darstellung einer Dreierszene in einer Parklandschaft, kugelförmiger Pendant mit gepunzter 451.
Zifferblatt:
weißes Email-Zifferblatt mit gebläuten Zeigern, schwarzen, arabischen Stundenzahlen, Aufzug bei der Zwei, im Zentrum Silbermontierung in Schildform mit Wappen für Monogrammgravur.
Werk:
feuervergoldetes Vollplatinenwerk aus Messing im Gehäuse mit Schrauben befestigt, gravierte, durchbrochene Spindelbrücke, dreischenkelige Stahlunruh, silberne Regulierscheibe, Antrieb über Feder, Kette und Schnecke,
Spindelhemmung.
Maße:
Höhe 79 mm (ohne Pendant 56 mm), Breite 55 mm, Dicke 27 mm




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Taschenuhr mit erotischem Figurenautomaten
anonym, Frankreich ca. 1820
Gehäuse:
schweres, goldenes Gehäuse mit kanneliertem Rand, Wandung mit gedrehtem Fries, Rückdeckel guillochiert, im Zentrum graviertes Motiv mit Feldfrüchten und landwirtschaftlichem Gerät, innen mit Stern und Zahlen 18 4144 und 961 gepunzt.
Zifferblatt:
goldenes, geprägtes Zifferblatt mit gebläuten Zeigern und erhabenen, römischen Stundenzahlen, Aufzug zwischen der Vier und der Fünf, mittig florale Motive, bei der Sechs kleines, ovales Fenster, welches sich mit einem Schieber bei der Zehn öffnen lässt, nach Auslösung des Schlagwerkes (Viertelrepetition) setzt sich vor blauem Hintergrund der Figurenautomat in Bewegung und zeigt ein Paar beim Liebesakt.
Werk:
vergoldetes, schlichtes Vollplatinenwerk aus Messing im Gehäuse mit Schrauben befestigt, durchbrocheneSpindelbrücke, dreischenkelige Messingunruh, silberne Regulierscheibe, Antrieb über Feder, Kette und Schnecke,
Spindelhemmung, Schlagwerk über Druck auf Pendant, Schall über zwei Tonfedern, glatte Cuvette.
Maße:
Höhe 80 mm (ohne Pendant 60 mm), Breite 58 mm, Dicke 21 mm
Literatur:
Ineichen, Zürich 1982 Katalog 50 Nr. 153
Erotische Automaten
Die ersten erotischen Automaten entstehen nach der französischen Revolution kurz vor 1800. Die in Metall getriebenen beweglichen Figuren sind häufig unter Deckeln verborgen und durch Knopfdruck - meist während des Schlagens, also nicht ständig - in Tätigkeit zu setzen. Uhren dieser Art sind heute hoch bezahlte Sammlerobjekte.


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