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Gleichbehandlung aller Terrornasen
Wir haben einen Innenminister, der sagt uns, wie es lang geht, wer die Bösen, wer die Guten sind. Vor allem aber sagt er uns, wie man Terroristen bekämpft. Unser Innenminister ist ein aufrechter Mann, der glaubt, was er uns erzählt - und der etwas tut!
Aber Herr Innenminister, was tun Sie denn da?
Jemanden, der seine Terroristen an der Nasenspitze erkennt und folglich alle Muslime arabischer Herkunft auf eine Verdächtigenliste setzt, ihre Körper biometrisch ausmißt, erkennungsdienstlich behandelt, beziehungsweise ihnen wie Verbrechern die Fingerabdrücke abnimmt, nennt man wohl heutzutage einen Faschisten.
Wie aber nennt man einen, der sagt: "So und zusätzlich kommen auch alle Juden auf die Liste, die haben zwar mit dem Terrorismus nichts zu tun, aber es kann ja nicht angehen, diese Leute anders zu behandeln, also den Terrorverdächtigen ungleich zu behandeln!?"
Ich denke, man nennt so jemanden einen elenden Nazi, einen Faschisten hoch zwei.
Wenn wir aber der Logik dieses Gedankens folgen, stellt sich uns die peinliche Frage, wie man einen Schily nennt, der anregt, man müsse jetzt alle Deutschen auf eine Liste setzen, biometrisch ausmessen, erkennungsdienstlich behandeln bzw. ihnen gleich Verbrechern die Fingerabdrücke abnehmen, so als wären sie eine Horde muslimischer Araber, die in ihrem religiösen Aberglauben meinen, über New York als Hort des dekadenten Unglaubens herfallen zu müssen? Kann man so jemanden einen liberalen Demokraten nennen? Die Antwort auf diese Frage lautet: Man nennt so einen einen Oberfaschisten.
Ich will damit nicht behaupten, Schily sei ein Faschist. Nein, so etwas behaupte ich nicht. Ich sage nur, wenn man der Logik des Gedankens folgt und - angenommen, die Voraussetzungen, die zu der Schlußfolgerung führen, wären wahr, dann müßte man zu vorgenanntem Ergebnis kommen. - Wenn Sie verstehen, was ich meine -.
Ich möchte Schily einen liberalen Demokraten nennen (gewissermaßen den Beckstein der Sozis - wenn ich hier zitieren darf). Schily ist halt so manches:
- RAF-Verteidiger und Kritiker staatlicher Repression,
- Friedensfürst im antiautoritären Widerstand,
- grüner Liberaldemokrat und Kritiker des Liberalismus,
- behelmter Oberbulle mit erhobenem Gummiknüppel,
- Terroristenfresser, ein Mann - wie ein Sicherheitspaket.
Man fragt sich nur, ist er das alles nacheinander gewesen oder ist er es vielleicht gar gleichzeitig? Eines steht jedenfalls fest, immer ist er in allem, was er tut, völlig überzeugt von sich, so daß ich fürchte, hätte man ihm den Job des obersten Inquisitors der katholischen Kirche angetragen, wäre er auch ein in allem völlig überzeugter und glaubwürdig argumentierender Hexenverbrenner geworden.
PL
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