Täter oder Opfer?
Die armen Global Player und die willkommene Rückkehr des Sachzwangs
1. Geteilte Sicherheit
|
Attentatssicherer Personenschutz bleibt
beunruhigend unbeständig
wie das Wetter. Wer in New York bei den welterfassenden
Uno-Konferenzen am East River dabeisein will, erhält nach
aufwendigen Befragungen einen auffälligen, in Plastikfolie
verschweißten Lichtbildausweis. In langen Schlangen muß er dann
auf die peniblen Kontrollen warten, um das Hauptquartier der
Vereinten Nationen zu betreten, das nach Ideen des Architekten
Le Corbusier
vor knapp 50 Jahren so offen und einladend angelegt
wurde. Jeder Körper wird abgetastet, jede Tasche durchleuchtet
und von aufmerksamen Händen durchsucht. Die Angst
vor Anschlägen ist allgegenwärtig.
(1)

Wer sich allerdings auf einen persönlichen Termin beim
Generalsekretär berufen kann, gelangt durch die Sperren wie ein
unsichtbarer Geist. Das Nennen des Namens genügt, der Wachbeamte
will keinerlei Ausweis sehen, nach einem kurzen Anruf
in der Chefetage ist der Weg frei. Im 38. Stock des Uno-Hochhauses
erwarten den Gast dann die phantasielosen Insignien der
Macht, eine abweisende Sterilität und menschenverkleinernde
Riesenräume, aber kein einziger bewaffneter Wachmann.
(2)

2. Globalisierung unterschiedlicher Geschwindigkeiten
|
Butros Butros-Ghali
lebt gefährlich angreifbar. Wie so viele
Weltberühmtheiten wirkt er lebensgroß viel kleiner und fragiler
als auf dem Fernsehschirm, die permanenten Konflikte um
sein globales Engagement haben sichtbare Spuren hinterlassen.
Seit drei Uhr morgens ist er am 22. Juli 1996 schon auf den
Beinen, wieder einmal hat er vergeblich versucht, die
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Weltgemeinschaft rechtzeitig wachzurütteln, ehe sie erneut nur auf die
Folgen eines Konflikts reagieren kann. Ihm wurde berichtet,
daß in Burundi mindestens 300 Hutu-Zivilisten ermordet wurden,
weitere Massaker zeichnen sich ab. Doch Frankreich
schweigt und die USA auch, schließlich ist die
Clinton-Administration
mitten im Wahlkampf bei Olympia.

Die Globalisierung ist das zentrale Thema, das Butros-Ghali
seit einiger Zeit umtreibt. Um darüber zu sprechen, verlängert er
seinen 15-Stunden-Tag noch um eine weitere Arbeitsstunde.
»Es gibt nicht nur eine, sondern viele Globalisierungen, etwa die
der Information, die der Drogen, der Seuchen, der Umwelt und
natürlich vor allem die der Finanzen. Eine große Komplikation
entsteht außerdem, weil die Globalisierungen mit sehr unterschiedlichen
Geschwindigkeiten vorankommen«, redet er sich
langsam warm. »Nehmen Sie ein Beispiel: Zwar sprechen wir,
wie zuletzt in Neapel, auf globalen Konferenzen über transnationale
Verbrechen, doch das ist nur eine äußerst langsame
Reaktion im Vergleich zu dem Tempo, das die Globalisierung
des Verbrechens eingeschlagen hat.«

3. Die Gefahr des Verlust der Demokratie
|
Die vielfältigen und nicht synchronen Weltveränderungen,
so
Butros-Ghali,
»verkomplizieren die Probleme ungemein und
können gefährliche Spannungen hervorrufen«. Zu seiner größten
Sorge wurde die Zukunft der Demokratie. »Das ist die wirkliche
Gefahr: Wird ein autoritäres System die Globalisierung
steuern oder ein demokratisches? Wir brauchen dringend eine
Agenda, einen Weltplan für die Demokratisierung.« Das gelte
für alle Mitgliedsstaaten der Uno und deren Verhältnis zueinander.
»Was nützt es uns«, mahnt der Mann an der Spitze der
Vereinten Nationen, »wenn die Demokratie in einigen Ländern
verteidigt wird, während das globale System von einem autoritären
System dirigiert wird, mithin von Technokraten?«

Als Globalisierungsfolge »werden die Einflußmöglichkeiten
der einzelnen Staaten geringer und geringer, während die Kompetenzen
der Global Player etwa im Finanzbereich wachsen und
wachsen, ohne daß sie von irgend jemandem kontrolliert würden«.
|255|
Ist dies den wichtigsten Staatschefs, mit denen Butros-Ghali
ständig Kontakt hält, bewußt? »Nein«, schüttelt der
Uno-Generalsekretär resigniert den Kopf, »als Führer ihrer
Länder stehen sie noch immer unter dem Eindruck, sie verfügten
über nationale Souveränität, und sie könnten auf nationaler
Ebene mit der Globalisierung zurechtkommen.« Diplomatisch
fügt er hinzu: »Ich will natürlich nicht die Intelligenz der
politischen Führer bezweifeln.«

Dann aber bricht es aus dem Ägypter, der selbst 14 Jahre
lang Erfahrungen als Regierungsmitglied in Kairo sammelte,
hervor: »Die politischen Führer besitzen doch in so vielen
Bereichen nicht mehr die wirkliche Souveränität der Entscheidung.
Sie haben aber die Vorstellung, daß sie die zentralen
Fragen noch selbst regeln könnten. Ich sage, sie haben nur die
Illusion, die Einbildung, daß es so sei.«

4. Verdrängen der Probleme
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Die alte Klage, wonach das aufreibende Tagesgeschäft die
Politiker vom Nachdenken über Langzeitprobleme abhält, ist
für
Butros-Ghali
weltweit berechtigt. »In einem sehr, sehr
armen Land irgendwo in Zentralafrika sind die Preisveränderungen
bei Kakao oder Saatgut so wichtig wie Regen oder Nicht-Regen.
Da ist sich niemand der Globalisierungsprozesse
bewußt. In einem so mächtigen Land wie Deutschland wiederum,
das mit der Vereinigung zweier Staaten beschäftigt ist,
glauben die politischen Führer, die Globalisierung sei mit
Umweltproblemen vergleichbar, da könne man warten und sie
später lösen.«

Kronzeuge und Opfer dieser verhängnisvollen Strategie ist
der langjährige deutsche Umwelt- und derzeitige Bundesbauminister
Klaus Töpfer.
»Wir hecheln bestenfalls hinterher und
sehen im Zweifelsfall ganz gerne weg, weil wir vor der Dramatik
der Aufgabe Angst bekommen«, reflektiert er an einem
Julinachmittag in Bonn, direkt nach seiner Rückkehr aus Berlin
und unmittelbar vor einem Flug nach New York.
(3)
Man
guckt vielleicht unterbewußt schon weg, weil die Frage, wie
wir das denn alles lösen wollen, fast zu schwer wird.«
|256|

Bei der Uno-Umweltkonferenz in Rio de Janeiro 1992 profilierte
sich
Töpfer
als begehrter Vermittler zwischen Nord und
Süd. In dieser Zeit agierte die US-Administration, die ansonsten
bei internationalen Auseinandersetzungen stets dominiert,
verblüffend orientierungslos, weil ihr die im Kalten Krieg
»eingeübte Verfahrensweise der Gegenwucht im bipolaren
Verhandeln« (Töpfer) plötzlich nichts mehr nutzte. Vier Jahre
nach seinem bestaunten Rio-Management, das dem deutschen
Minister sogar Lob in der New York Times einbrachte, kann
der Weltverhandler nur noch kopfschüttelnd den Scherbenhaufen
kommentieren, der sich heute vor ihm ausbreitet.

5. Das zynische Kalkül des Klimawandel
|
Im Frühjahr 1996 hielt er sich einige Zeit am Elite-College
Dartmouth inmitten der Wälder von New Hampshire auf.
»Was mich unglaublich beeindruckt hat, ich will nicht sagen
frustriert«, erzählt der ehemalige Universitätsprofessor, »war,
daß Studenten und selbst Professoren sowie Dozenten dort
zum Ergebnis kommen, daß es bei der heraufziehenden Klimaerwärmung
zwei Möglichkeiten gibt: Entweder, die wissenschaftlichen
Prognosen sind falsch, dann wäre das ja prima.
Oder sie sind wahr, dann können wir die Folgen ohnehin nicht
verhindern, weil die Kosten den Bürgern psychologisch nicht
vermittelbar sind. Die zur Abwehr notwendigen wirtschaftlichen
Umstrukturierungen können damit politisch und gesellschaftlich
auch nicht durchgestanden werden.«

Mit solch berechnendem und vielleicht nicht einmal zynischem
Kalkül startet eine Generation von jungen Wissenschaftlern
und zukünftigen Führungskräften aus aller Welt ins
dritte Jahrtausend nach Christi. Der CDU-Spitzenpolitiker
Töpfer
ist nach all seinen Erfahrungen »schon sehr überrascht,
wie schnell sich die Globalität der Probleme als Sonnenschein-Aufgabe
herausgestellt hat, also als Herausforderung, an die
man sich nur heranmacht, wenn es sonst keine Probleme gibt.
Die Ergebnisse der Rio-Konferenz, so dachte ich, hätten eine
höhere Krisenbewahrungskraft. Doch all diese Konventionen
und Abmachungen fielen ganz schnell in einen Kasten hinein,
|257|
auf dem draufsteht: bei guter wirtschaftlicher Lage wieder
öffnen«.

6. Der ökologische Bluff der Clinton-Regierung
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Die große Politik verschließt die Augen. Ohne die Supermacht
USA geht gar nichts, doch in den USA ist gar nichts los.
»Die Leidensgeschichte der Diskussion über eine Energiesteuer
ist noch sehr frisch«, analysiert
Töpfer und bezieht sieh
auf die stümperhaften Versuche von
Bill Clinton und dessen
Mannschaft, im Frühjahr 1993 mit der Ökosteuer wenigstens
zu beginnen.
Al Gore, in Rio 1992 als kundiger US-Senator bei
Einladungen auf Terrassen hoch über der Copacabana ein
bestaunter Hoffnungsträger, ist als Vizepräsident die »Wege zum
Gleichgewicht«, die er in seinem Bestseller propagierte, vollständig
schuldig geblieben. Auch nach einem neuerlichen
Wahlsieg des populistisch agierenden Clinton-Gore-Teams, in
dem sich der kenntnisreiche Vize ja bald selbst profilieren
müßte, um seinerseits im Jahr 2000 in die Top-Position
gewählt zu werden, bleibt Töpfer pessimistisch: »Ich glaube
nicht, daß in Amerika jemand einen besseren Start für die
Präsidentschaft hat, wenn er sich ökologisch profiliert.«

Dabei zeichneten sich noch bei der Uno Weltbevölkerungskonferenz
im September 1994 im 5000 Jahre alten Kairo, gerade
fünf Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer, ermutigende
neue Weltkonturen ab.
Al Gore pries damals vor Delegierten
aus 155 Ländern mit jenem Pathos, in das Amerikaner sonst
nur verfallen, wenn sie ihr eigenes Land bejubeln, das südindische
Kerala für dessen umsichtiges Gesundheitssystem. Dabei
hatten jahrzehntelang Amerikas Systemfeinde diesen Bundesstaat
regiert, Kommunisten eben.

»Es kam dazu, daß die Wachstumsrate der Bevölkerung auf
nahe null fiel«, staunte der US-Vize.
(4)
Selbstkritisch räumte er
sogar ein, daß Erfolge wie in Kerala und »Einsichten aus
Entwicklungsländern viel zuwenig beachtet werden«. Er wolle
jetzt »Grenzen überwinden«. Hohle Worte?

7. Amerikanische Bevölkerungspolitik
|
Die versarnmelte Weltgemeinschaft hörte zu und schwieg. In
warmherzigem Applaus konnte Gore schließlich baden, als er
|258|
der Konferenz wie ein aufgeregter Junge von einem Sonntagmorgen
vor vier Jahren erzählte. Da saß er mit seinem jüngsten
Sohn gebannt vor dem Fernseher, um die Freilassung »des rnutigen
und visionären
Nelson Mandela« mitzuerleben - auch er
ein lange geächteter Kommunist.

Kaum war der fesche US-Vize abgereist, übernahm der Clinton-Intimus
Timothy Wirth das Kommando der amerikanischen
Delegation. Der Absolvent der Universitäten von Harvard
und Stanford zählte schon zu den liberalen Kongreßveteranen,
ehe ihn der Präsident 1993 zum ersten US-Staatssekretär
»für globale Angelegenheiten« ernannte. »Alles ist möglich«,
schwärmte
Wirth in Kairo und schmunzelte über »bizarre
Koalitionen«.
(5)
Aufgekratzt berichtete er von einem Treffen mit
Regierungsvertretern des US-Feindes Iran, »der jetzt unsere Position
bei der Familienplanung zur Gänze unterstützt«.

Der Kontrast zu Rio 1992 konnte kaum schärfer ausfallen.
Gefielen sich
George Bushs
Republikaner unter dem Zuckerhut
als ignorante Blockierer, so profilierten sich Clintons Demokraten
als flexible Antreiber am Nil. Beinahe spielerisch schienen
sie sich in der verwirrenden neuen Welt der Blockfreiheit
zurechtzufinden. Bevölkerungspolitik muß sein, sie nutzt allen,
arm wie reich, argumentierten sie. Es klang so überzeugt und
überzeugend, daß nicht einmal mehr die örtlichen islamischen
Fundamentalisten bei ihren ägyptischen Landsleuten Gehör
fanden.

8. Innenpolitik bestimmt die Außenpolitik
|
Plötzlich waren es die so lange verhaßten Amerikaner, die in
Menschheitsfragen kompetente und liberale »leadership« zeigten,
die der veränderten Weltrealität entsprach.
Gore und
Wirth, beide bewährte Global-Aktivisten, verzichteten auf
vordergründige Großmachtallüren, und niemand konnte sich
ihrem Charme und ihrer Umtriebigkeit entziehen. »Es wurde
lange ignoriert, daß der Aphorismus "Denke global, handle lokal"
zusehends Wirklichkeit wird.« Allmählich wächst das Gefühl,
daß sich die Völker durch neue internationale Institutionen
statt auf rein nationaler Ebene regieren können. »Die neue
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Weltordnung wird auf solchen Uno-Konferenzen entworfen«,
verkündete
Wirth. Aktionen wie in Bosnien oder Ruanda seien
dagegen nur »Feuerwehreinsätze«.

Wenige Monate später illustrierte kaum ein intellektueller
Kopf anschaulicher als jener von
Wirth, welche Wendehälse
die US-Administration aus Opportunismus gegenüber ihren
verunsicherten Wählern hervorbringt. Nach dem Wahlsieg von
Gingrichs
radikalen Republikanern im Kongreß im November
1994 war
Wirth
bei den Verhandlungen für den Kopenhagener
Weltsozialgipfel im Januar 1995 nur noch ein
Schatten seiner selbst. Lustlos und schmallippig schmetterte er
die Vorschläge verschiedener Gruppen ab und erwähnte
beständig »die republikanischen Mehrheiten im US-Kongreß, die
unser internationales Engagement so schwierig machen« -
Sachzwang pur statt mutige, aber eben auch angreifbare
Leadership.

Im Stile der neuen parlamentarischen Machthaber verkündete
Wirth
den Abschied von dem Ritual, »als jeweils am letzten
Tag einer Uno-Konferenz um Mitternacht ein Haufen Geld
auf den Tisch gelegt wurde, um es aufzuteilen«, das sei doch
»altes Denken«. Folgerichtig führte die Clinton-Administration
1996 einen unwürdigen Propaganda-Feldzug gegen die
Vereinten Nationen und betrieb grundlos die Ablösung von
Butros-Ghali,
um bei den eigenen uninformierten, Uno-feindlichen
Wählern zu punkten.

9. Die Konsequenzen des Nichthandelns
|
Atemlos zu reagieren, statt überlegt zu agieren, aufwendig
zu reparieren, statt umsichtig Fehlentwicklungen zu verhindern,
mehr ist nach Einschätzung der Global Player in der großen
Politik nicht mehr möglich.
Michel Camdessus, als Chef
des Internationalen Währungsfonds (IWF) in Washington ein
Bindeglied zwischen der politischen Weit und dem Reich der
Finanzmärkte, betont, »man muß wissen, daß das eigene
Handeln, aber auch Nichthandeln inzwischen stets weltweite
Konsequenzen nach sich zieht«.
(6)
Damit rechtfertigt er nicht
nur seinen nächtlichen Mexiko-Coup im Januar 1995, als er
|260|
18 Milliarden Dollar der IWF-Zahler auslegte, um »die erste
Krise des 21. Jahrhunderts« zu bewältigen.
Camdessus
vertritt
auch die Überzeugung, daß »man es sich in einer globalisierten
Welt nicht mehr leisten kann, sich nicht anzupassen«. Er läßt
keinen Zweifel aufkommen, die Wall Street und ihre Fondsmanager
sind es, die anschaffen: »Die Welt ist in den Händen
dieser Burschen.«

»These guys«, wie
Camdessus
sie im Englischen nennt, weisen
die Einschätzung des IWF-Chefs rundweg zurück. Nein,
auch sie sitzen nicht im »driving seat«, nein, auch sie tragen
nicht die Verantwortung, argumentieren sie. »It is not us, it is
the marketplace«, nicht wir, sondern der Markt habe die
Macht, sagen sie unisono - von
Michael Snow, der soeben in
New Yorks Park Avenue für die Schweizer UBS einen Hedge
Fund, einen risikoreichen Anlegerfonds, aufbaut
(7),
bis zum
Milliardenspekulanten
Steve Trent
in Washington, von dessen
exquisitem Krähennest-Büro aus das Weiße Haus wie ein
unscheinbares Legohäuschen wirkt.
(8)

10. Begründung von Investitionsentscheidungen
|
»Denken Sie beispielsweise an Belgien oder Österreich«,
erklärt
Trent.
»Es sind doch immer die nationalen Investoren,
die mit ihrem Geld abwandern und so die Probleme in den
jeweiligen Ländern schaffen. Wenn das Risiko gering und die
zu erwartenden Erträge hoch sind, werden es doch die
österreichischen und belgischen Versicherungsgesellschaften und
Banken sein, die mehr und mehr Ersparnisse aus ihren Ländern
etwa in Argentinien anlegen werden. Und warum werden sie
sich so verhalten? Sie tun es für die österreichischen Anleger
und ihre österreichischen Kunden. Es wird keine amerikanische
Finanzinstitution, sondern es werden die einzelnen
Entscheidungsträger sein, welche die bestmögliche Entscheidung
für sich treffen. Da können Sie doch uns als globale spekulative
Firma nicht für einen daraus folgenden nationalen Währungsverfall
oder einen umfangreichen Kapitalabfluß verantwortlich
machen. Wir operieren allenfalls in den Märkten großer
Länder oder mit wichtigen Währungen.«
|261|

Die Rechtfertigung von
Vincent Truglia
(9),
Vizepräsident
beim New Yorker Moody's Investots Sevice, ist noch einfacher
gestrickt. »Unser Beratungsservice mit seinen drei A's
wurde zur Metapher des Marktes. Wir können uns doch einzelnen
Ländern oder Firmen gegenüber keinerlei Emotionen
leisten. Ich denke bei meiner Arbeit nur an diese alten Großmütter,
die ihr Geld in Fonds angelegt haben. Sie sind darauf
angewiesen, eine möglichst hohe Rendite zu erzielen, sei es,
daß sie sonst keine ordentliche Rente haben oder einfach, weil
ihre Enkel nur aufgrund der Fondserträge ein gutes College
besuchen können, das ja hohe Studiengebühren verlangt.
Wenn ich also diesen Großmüttern helfe, so helfe ich allen, die
investieren.«

11. Die Ideologie der Unpolitischen
|
Welche Auswirkungen die neue weltweite Selbstherrlichkeit
der Investoren aus Fonds und Industrie auf ein kleines Land
haben kann, erlebte der österreichische Ökonom
Ferdinand Lacina,
der zum Zeitpunkt seines Rückzugs aus der Regierungspolitik
im April 1995 Europas erfahrenster Finanzminister
war. »Die Manager der Investmentfonds sind weitgehend
unpolitisch«, urteilt Lacina
(10),
»und dennoch ist die Liberalisierung
der Märkte eine Ideologie.« Zu oft hat er mitverfolgt,
daß »alle, die verbal für Wettbewerb sind, ganz schnell der
Meinung sind, der Markt sei zerstört, und es bedürfe staatlicher
Hilfe und Zuschüsse, sobald wirkliche Konkurrenz
stattfindet.«

Auch wenn innerhalb der Europäischen Union Subventionen
verpönt sind, »so läuft jetzt eben vieles über Steuervergünstigungen.
Ehe sich ein Investor für einen Standort entscheidet
oder ein Industriebetrieb ein neues Werk errichtet, wird einem
doch sehr deutlich gesagt, ob und an welchen Steuerschrauben
man noch drehen müsse.« Während sich aber Unternehmen
beispielsweise mit einem Stahlwerkbau früher auf Jahrzehnte
auf einen Produktionsort festlegten und Tausende Arbeitsplätze
schufen, gelten diese Entscheidungen im Zeitalter der
Mikroelektronik etwa bei Siemens »oft nur noch für wenige
|262|
Jahre und bringen nur ein paar hundert Jobs«. Die Globalisierung
mit ihrem »wachsenden Streß« hat die nationale Souveränität
sehr eingeschränkt, bekennt
Lacina, der heute die
österreichische Giro-Credit-Bank der Sparkassen leitet: »Nur
welcher Politiker gibt schon gerne zu, daß er in Wirklichkeit
dem Sachzwang unterliegt?«

12. Unvermeidbarer Klassenkampf / Medienereignisse
|
Sicherlich nicht
Michail Gorbatschow,
der mit dem Mauerfall
dem grenzenlosen Markt zwar das letzte Drittel der Welt
öffnete, aber unverbrüchlich an sein Comeback und an den
demokratischen Sozialismus glaubt. Souverän genießt er den
Applaus, der ihn im Fairmont-Hotel bei jener denkwürdigen
Tagung im September 1995 empfängt. Kalifornien hat wohl
als letzter wichtiger Weltteil die fundamentalen Veränderungen
im Osten zur Kenntnis genommen, jetzt ist es die letzte
Weltregion, in der Gorbatschow noch als Held gefeiert wird.
»Das internationale System ist nicht stabil«, doziert der erste
und letzte Präsident der Sowjetunion in seiner Suite im Fairmont,
die ihm US-Mäzene finanzieren.
(11)
»Die Politik läuft hinter
den Ereignissen her. Wir agieren wie eine Feuerwehr, die zu
den Bränden fährt, in Europa und in der Welt. Wir alle handeln
zu spät.«

Dann attackiert der legendäre Mann, der wie ein kräftiger,
fahrbereiter Jaguar mit acht Zylindern wirkt, dem aber seit
dem aufgezwungenen Rückzug aus der Politik die Räder fehlen,
die wachsende »soziale Polarisierung, die zur Spaltung
führt, die letztlich so groß wird, daß ein Klassenkampf unvermeidbar
wird. Wir brauchen statt dessen eine soziale Partnerschaft
und Solidarität«.

Beim Stichwort Partnerschaft kann sich auch US-Medienmogul
Ted Turner angesprochen fühlen, der wie
Gorbatschow
im Fairmont hofhält. Selbstzufrieden verweist Turner darauf,
sein CNN-Fernsehen räume neben dem spektakulären Tagesgeschehen
auch den zukunftsbestimmenden Themen unzählige
Sendeminuten ein und fördere damit die »eine Welt«.
Während der Weltbevölkerungskonferenz 1994 in Kairo ließ
|263|
er etwa demonstrieren, wie sehr ihm die Geburtenkontrolle
ans Herz gewachsen ist. Sein Globalsender peitschte die Konferenz
zu einem »historischen Ereignis« hoch. Kein Verhandlungshäppchen
war zu banal, um daran nicht gleich wieder
eine mit Millionenetat vorbereitete Sondersendung (»Beyond
the numbers«) über die Überbevölkerung des Planeten zu
hängen.

13. Kritik an manipulierte Medienereignisse
|
Kritik an der offensichtlichen Manipulation ertränkten
CNN-Mitarbeiter mit dem gefährlichen Argument, alles diene
dieser »verdammt guten Sache«. Bei offiziellen Uno-Einladungen
wetteiferten
Turner-Vertraute trunken mit altgedienten
CNN-Produzentinnen, wer »Ted« und seine Oscar-Frau
»Jane« Fonda auf den richtigen grünen Kurs gebracht habe.
Im persönlichen Gespräch kann der Mann, den das Magazin
Forbes zu den 400 reichsten Personen des Erdballs zählt, den
Eindruck nachhaltig bestätigen, er habe begriffen, was heutzutage
auf dem Spiel steht.
(12)
»Die großen Milliardäre sind damit
beschäftigt, die Mitglieder ihres mittleren Managements
gerade noch vor dem Tag loszuwerden, ehe sie der Firma gegenüber
Rentenansprüche anmelden können. Wir sind dabei, wie
Mexiko und Brasilien zu werden, wo die Reichen hinter Zäunen
leben wie in Hollywood. Manche meiner Freunde beschäftigen
eine Armee von Leibwächtern aus Angst, gekidnappt zu
werden.«

Dabei, so empört sich der kantige Selfmade-Dollarmilliardär
im bescheiden geschützten CNN Center von Atlanta, spenden
die Megareichen für soziale und ökologische Zwecke
alljährlich im Vergleich weit weniger als die einfachen Millionäre.
»Das ist ungeheuerlich«, sagt
Turner. »Die Bundesregierung
ist pleite, die Regierungen der einzelnen Bundesstaaten
sind pleite, ebenso die Stadtregierungen. Das ganze Geld befindet
sich in den Händen dieser wenigen reichen Leute, und keiner
von ihnen gibt etwas ab. Das ist gefährlich für sie und für
das Land. Wir könnten eine neue Französische Revolution
erleben, bei der eine andere
Madame Defarge strickend zusieht,
|264|
wie solche Leute auf kleinen Ochsenkarren auf den Stadtplatz
gebracht werden, und "boom", weg sind ihre Köpfe.«

14. Spenden Ranking als Reichtumsschau
|
Der TV-Kabelvisionär trennte sich zugunsten einiger Universitäten
und Umweltinitiativen im Jahr 1994 von 200 Millionen
Dollar, jedoch schweren Herzens. »Als ich die Papiere
unterschrieb, zitterte meine Hand, weil ich wußte, daß ich
mich damit aus dem Rennen um den reichsten Mann Amerikas
genommen hatte.« Statt sich am Geben zu erfreuen, nagte an
ihm die Angst vor sozialer Zurückstufung, menschlich
verständlich, wenngleich pervers.
Turner, der sich auch als Sportler
einen Namen machte, glaubt inzwischen, daß »diese
Forbes-400-Liste unser Land zerstört, weil die neuen Superreichen
deshalb ihre Banknotenbündel nicht öffnen.« Er möchte eine
Initiative starten, ein neues Ranking der großzügigsten Spender,
und gleichzeitig einen Reichtums-Abrüstungsvertrag
durchsetzen. »Wenn jeder von uns auf eine Milliarde verzichtete,
gingen wir alle gemeinsam in der Liste nach unten.«

Turner
wird auch nach so einem Verzichtsfall ganz oben
bleiben, seine Geschäfte blühen in Atlanta und in Hollywood,
bald kann er Nachrichten und Dokumentationen über den
US-Kabelkanal HBO abspielen, ein neues Superbusineß, über das
in Atlanta im Juli 1996 in einer CNN-Runde am Rande der
Frauen-Radrennen bei den Olympischen Spielen spekuliert
wird. Turner sorgt sich allenfalls um die Zukunft seines
Medienreiches, da seinen lebensfrohen Kindern die vorgegebenen
Fußabdrücke zu groß geraten sind. Der Markt hat gesiegt, das
ist gut für alle, alles andere ist eine Frage der Anpassung.

»Wirkliche Fortschritte werden wir allerdings nur erzielen,
wenn wir uns der Unvermeidlichkeit der Veränderungen
bewußt werden«, gibt in Europa der langjährige Präsident des
Bundesverbandes der Deutschen Industrie,
Tyll Necker, den
Kurs vor.
(13)
Auf der Kommandobrücke des Schiffes der Getriebenen
in den Ozeanen der Weltmarkt-Konkurrenz steht auch
Hermann Franz,
13 Jahre Vorstandsmitglied bei Siemens und
jetzt Aufsichtsratschef des Konzerns. Jahr um Jahr meldet das
|265|
transnationale Unternehmen bemerkenswerte Gewinne, 1995
waren es weltweit 1,27 Milliarden Dollar, 18,8 Prozent mehr
als 1994. Und doch baut der mit 383000 Beschäftigten fünftgrößte
eltkonzern in Deutschland weiter Arbeitskräfte ab.

15. Die Weltmarktkonkurrenz der Ausbeutung
|
»Schauen Sie«, sagt
Franz in den barocken Räumen der Firmenzentrale
am Wittelsbacherplatz in München, »die Arbeitsstunde
einer Frau in der Kabelbaum-Herstellung für Volkswagen
kostet uns in Nürnberg 45 Mark. In Litauen sind das nicht
einmal eine Mark fünfzig, und die Werkshalle wird uns noch
kostenlos bereitgestellt. Da müssen wir doch auch an Volkswagen
denken und möglichst preiswert produzieren.«
(14)
Vermutlich
plagen den Siemens-Vormann dabei Skrupel und Unbehagen
über die neue soziale Frage, immerhin prophezeit er,
es werde »Friktionen geben«, fügt aber sofort hinzu: »Doch
die Industrie ist dafür nicht verantwortlich.« So wird
Franz
selbst zum Gefangenen in dem Netz, das er eigenhändig mitgeknüpft
hat. Sehenden Auges treibt er so die soziale Spaltung mit
voran und fühlt sich doch nur als gehorsamer Vollstrecker der
Gesetze des Weltmarktes. Siemens sei ein global tätiges Unternehmen,
das zwar in Deutschland seinen Sitz habe, »aber wir
sind doch allen unseren Beschäftigten in aller Welt verpflichtet«.
Würde sich die EU abschotten wollen, müßte der Konzern,
wenn auch schweren Herzens, seine Zentrale in die USA oder
nach Fernost verlagern. Vor allem im Osten gebe es neue Chancen,
schwärmt der Global Player. Schon 1993 prophezeite
Franz den Deutschen ein radikal verändertes Land: »Wir müssen
alle zur Kenntnis nehmen, daß bei uns die Arbeit zu teuer
geworden ist, auch wenn das vielen Arbeitnehmern noch nicht
hewußt ist.«. Dabei, so
Franz, »werden wir uns von vielen einfachen
industriellen Tätigkeiten in Deutschland verabschieden.
Anstelle der Bank- und Kaffeeautomaten müssen wieder mehr
Menschen aus Fleisch und Blut arbeiten« - zu entsprechend
verringerten, zumeist wohl extrem niedrigen Löhnen.

16. Der »Casino-Kapitalismus«
|
Markante Sätze sind dies, insbesondere in Deutschland,
Sätze, in denen Bauchweh mitschwingt. Denn unter den Managern
|266|
in Europas Republiken geht eine merkwürdige, dumpfe
Angst um. Immer häufiger reflektieren sie im kleinen Kreis und
unter Vertrauten über die unkalkulierbaren Risiken, die sie im
neuen globalen »Casino-Kapitalismus« (so die britische Ökonomin
Susan Strange) eingehen, oder vielmehr glauben, eingehen
zu müssen. China, Südkorea, Indonesien, Saudiarabien, all
diese Hoffnungsmärkte müssen erschlossen werden, argumentieren
die Wirtschaftsführer in der Öffentlichkeit, man könnte
ja sonst die Chance auf weitere Umsatzzuwächse und Gewinnsteigerungen
verpassen. Doch ruhig schlafen kann beim Nahost-
und Asien-Gamble keiner mehr.

»Das Hauptproblem sind die so unterschiedlichen Kultursysteme
dieser Welt«, beginnt Topmanager
Anton Schneider
seine Analyse.
Schneider
ist ein »Sennerbua «, der Sohn eines
Molkerei-Käsemeisters aus dem Bregenzerwald. Er wuchs mit
sechs Geschwistern im schweizerisch-deutsch-österreichischen
Dreiländereck auf, war ein scharfzüngiger linker Gewerkschaftsökonom
und startete von der internationalen Industrieberatungsfirma
Boston Consulting aus eine bemerkenswerte
Sanierer-Karriere, die ihn 1995 auf den Chefsessel beim schwer
angeschlagenen Klöckner-Humboldt-Deutz-Konzern (KHD)
in Köln führte.
(15)

17. Ungleiche Spielregeln der Globalisierung
|
»Was die einen als Fair Play und Fair Treatment bezeichnen,
ist für die anderen kulturhistorisch überhaupt nicht verständlich.
Ein Koreaner beispielsweise betreibt mit dem größten
Selbstverständnis einen ausgeprägten Protektionismus und
erzählt der Welt, daß dies Fair Play sei, was für uns wiederum
unvorstellbar ist, es nachzuvollziehen. Auch die Saudis sind
doch unfaßbar, die sind: Mitglieder in der neuen Welthandelsorganisation
WTO und werden auch noch von den Amerikanern
gut geschützt, und dennoch haben sie ganz andere
Werte. Das ist der Grundfehler dieses Konzeptes eines weltweit
verschmolzenen Marktes.«

In Nordwesteuropa und in den USA, so
Schneider, »hat sich
im Verlauf von 200 Jahren ein vergleichsweise puristischer
|267|
protestantischer Kapitalismus und eine Marktwirtschaft mit
Regeln durchgesetzt, an die wir uns im Prinzip halten. Im
katholischen Bereich wird vielleicht mehr gesündigt, aber doch
auch gebeichtet. Im asiatisch-buddhistischen Bereich werden
unsere Regeln hingegen nicht besonders ernst genommen, da
zählt das Land und die Familie viel mehr.«

Die Globalisierung führt die Spieler aller Firmen und Nationen
zusammen, wie bei einer Fußball-Weltmeisterschaft. Bildlich
gesprochen bedeutet dies jedoch, daß es in der Welt der
großen wirtschaftlichen Entscheidungen noch nicht einmal
gemeinsame Spielregeln gibt, geschweige denn bestimmte
Schiedsrichter. »Genau so ist es«, bestätigt der KHD-Chef.
»Viele Kulturen bringen ganz andere Spielregeln mit. Ich will
das gar nicht werten, ob die jetzt besser oder schlechter sind.
Jedenfalls wissen und verstehen viele neue Spieler und Mannschaften
gar nicht, was wir unter fairem Wettbewerb
verstehen.«

18. Die getriebenen Antreiber
|
Schneider
zieht Bilanz: »Ich glaube, daß fast alle großen
europäischen Firmen sich als Getriebene der ökonomischen
Globalisierung begreifen. Oder wer glaubt denn ernsthaft, daß
irgendeinem großen europäischen Konzern wohl ist bei seinen
Investitionen in China? Nicht einem einzigen, weil jeder weiß,
die haben kein Rechtssystem, das unsere Rechte schützt. Und
das trifft nicht nur auf China zu. Es gibt keinen Investitionsschutz,
keinen Know-how-Schutz, das kann man alles vergessen.
Jedes unterschriebene Joint Venture hat eine maximale
Lebensdauer von 30 Jahren, danach gehört alles den Chinesen.«

Warum dann dieses weltweite Engagement? »Wir müssen es
machen«, antwortet der Industrieführer. »Wir wollen an diesen
Märkten teilhaben und steigen eben zu den Bedingungen
ein, die uns geboten werden. Wir müssen in die Märkte
reinkommen. Denn natürlich ist es besser, ich bin da drin als der
Wettbewerber. Aber es ist niemandem wohl dabei.«

Die Angst allerdings, und die Spitzenmanager wissen das
ebenso wie der Volksmund, ist ein schlechter Ratgeber. Wie
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immer man sich verhält, schwerwiegende Fehler scheinen
unausweichlich. Wer als leitender Manager die Sorgen, die angesichts
der derzeitigen Entwicklung mehr als nachvollziehbar
sind, einfach wegsteckt und durchstartet, läuft schnell Gefahr,
mit übertriebenem Re-engeneering (Umorganisieren), Outsourcing
(Auslagern) und Downsizing (Verkleinern) mehr zu
zerstören, als zu retten. Wer aber vor den neuen Zeiten flieht
und nur defensiv versucht, nur möglichst nichts falsch zu
machen, macht schon fast alles falsch.

Was sind sie damit, die Global Player der Politik, Finanz,
Medien und Wirtschaft: nur getriebene Mitläufer oder
vorsätzliche Täter?

19. Wem gehört der Staat?
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Anmerkungen
(1)
Beobachtungen bei verschiedenen Uno-Konferenzen in New York, zuletzt im Januar 1996.

(2)
Besuch am 22. 7. 1996 in New York.

(3)
3. Am 30. 7. 1996 in Bonn.

(4)
Am 5. 9. 1994 in Kairo.

(5)
Gespräch am 12., 13. und 14. 9. 1994 in Kauro sowie am 26. und 27. 1. 1995 in
New York.

(6)
Gespräch am 5. 2. 1996. in Washington D.C.

(7)
Gespräch am 2. 2. 1996 in New York.

(8)
Gespräch am 31. 1. 1996 in Washington D.C.

(9)
Gespräch am 1. 2. 1996 in New York.

(10)
Gespräch am 29. 6. 1995 und am 1. 11. 1995 in Wien.

(11)
Gespräch am 29. 9. 1995 in San Francisco.

(12)
Gespräch am 29. 9. 1995 in San Francisco und am 20. 7. 1996 in Atlanta;
auch The New York Times, 2. 8. 1996.

(13)
Persönlicher Brief vom 24. 7. 1996.

(14)
Gespräch am 9. 11. 1993 in München.

(15)
Gespäch am 13. 5. 1995 in Wien sowie am 5. 8. 1996 und 11. 8. 1996.

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