anti everything #4 2 euro, A5
*Räusper*.. also, ich gebe es zu: Beim A.E. ist mir passiert, was sich schon lange nicht mehr so zugetragen hat. Ich habe jede Zeile gierig verschlungen, mir jedes einzelne Wort genüsslich auf der Zunge zergehen lassen. Die thematische Breite und die geistige Tiefenschärfe mit der hier grosszügig agiert wird, sprengt den gedrängten Rahmen des Begriffs Punkrockzine flux in tausend Trümmer!
Mit überbordender Phantasie, zwerchfell-gefährdendem Witz und berauschender Eloquenz wird über Pol Pot, Valerie Solanas, die Revolte in Bolivien, einen Knastaufenthalt in den USA und verdammt viel mehr berichtet um euch schliesslich mit dem mehrteiligen, revolutionsgeladenen Roman "Das Ende der Geschichte" den ultimativen literarischen K.O.-Schlag entgegen zu donnern. Ich bin platt!

AntiEverything
Postfach 350439
D-10213 Berlin

lautstark! gratis, A6
Die Antifa Bern brillierte ja in letzter Zeit des öfteren mit gelungenen Aktionen und fundierten Recherchen. So störte sie letzten Sommer erfolgreich den PNOS-Parteitag und "beschlagnahmte" kurzerhand Adressbuch, Natel, Sitzungsprotokolle etc. des Chefideologen Bernhard Schaub oder informierte vor kurzem kompetent über eine stattgefundene Naziparty, so dass daraufhin auch die Tagespresse ausführlich berichtete.
In ihrem niedlich kleinen Magazin informieren die Antifas zudem dreimal jährlich über RechtsextremistInnen und Neonazis, decken deren Strukturen auf und durchleuchten rassistische Tendenzen innerhalb der Gesellschaft. Neben diesen Kernkompetenzen berichten sie zudem kritisch über Globalisierungsthemen oder liefern Besprechungen von lesens- oder hörenswertem Material.

Antifa Bern
Postfach 5053
3001 Bern

augenauf bulletin #40 gegen spende, A4
Die Menschenrechtsgruppe augenauf informiert in ihrem Bulletin immer wieder über unangenehme Tatsachen, die im profitorientierten Mediengeschäft gerne "vergessen" gehen. Über die prekären Zustände in Flüchtlingsunterkünften, den ruppigen Umgang mit Randgruppen und den institutionalisierten und behördlich organisierten Rassismus. Aber natürlich auch über diejenigen, die diese menschenfeindliche Politik letztendlich schonungslos umsetzten. In beharrlicher Regelmässigkeit prügelt sich nämlich die Polizei ins Zielkreuz der Augenaufkritik.

augenauf
Postfach
8026 Zürich

kanalB #21 7.7 euro, vhs/video-cd
KanalB hilft gegen penetranten Werbeterror, gehirnaufweichende Inhaltslosigkeit, intellektuellen Durchfall und wahrheitsstrapazierende Propaganda, die uns täglich aus der Glotze entgegenflimmern. Das "Videomagazin" erlaubt ca. fünf mal pro Jahr den etwas anderen Blickwinkel. KanalB ist nicht an Demos, sondern in Demos präsent, vermittelt nicht nur deren Form sondern auch Inhalte, lässt AktivistInnen direkt zu Wort kommen oder begleitet diese auch mal bei Aktionen "ausserhalb der juristisch erlaubten Widerstandsformen".
Die aktuelle Ausgabe berichtet über aktuellen politischen Umwälzungen in Venezuela. Und zwar nicht, wie es die Medien üblicherweise tun, als Konflikt zwischen Opposition und Regierung, sondern als permanenter Klassenkampf mit dem erfrischenden Charakter einer sozialen Revolution.

kanalB
Reichenbergerstrasse 121
10999 Berlin


www.kanalb.de

svaveldioxid #3 2.5 euro, A5
Als Bewohner einer Segelsportnation würd' ich das Svaveldioxid mal als die Alinghi auf den Gewässern des deutschprachigen Anarchopunk bezeichnen. Das Anarchopunkzine segelt einen überzeugten politischen Kurs, stellt sich unerschrocken den brutalsten musikalischen Stürmen, weiss trotzdem die freudigen Seiten des Seemansleben zu geniessen und umschifft dabei gekonnt Plattes & Peinliches. Eckpunkte auf diesem Segeltörn sind Interviews mit Restarts, dem Phoolan Devi Kollektiv und Betercore, ein Quattro Stagioni / See you in Hell-Tourbericht, die Ideen des Anarchisten Ricardo Flores Magon und viel, viel, viel, viel mehr. Schliesslich ist Skipper Fliegenbein in dieser Ausgabe mit einem superprallen Kahn unterwegs. Das Svaveldioxid Nummer 3 besteht nämlich aus statten zwei Heften und wird obendrein mit einer CD-RW garniert, auf der die interviewten Bänds ein paar musikalische Kostproben offerieren!

Patrik Kolb
2 rue Ry Boissaux
3430 Dudelange
Luxembourg

megafon #268 4.- fr, A4
Die sprichwörtliche Pünktlichkeit der Schweiz gilt hierzulande sogar für die Autonomen. Monat für Monat erscheint zuverlässig die Zeitschrift aus der Reithalle. In dieser Ausgabe wird schwerpunktmässig über Mode referiert. Über die Modeindustrie und Punkuniformen, über Vokuhilafrisuren und Pulswärmer, über Trends, Labels und die ausbeuterischen Bedingungen in der Textilbranche. Dort wo's bei diesem Thema allerdings brisant wird, war das "Schwarzbuch der Markenfirmen" oder "No Logo" (siehe Buchreviews) bereits und ausführlicher zur Stelle. Nebst dem Schwerpunkt brilliert das megafon mit einem besonders interessanten Text über ökonomische Zusammenhänge im Drogengeschäft. Darin wird einleuchtend erklärt, warum im Heroinhandel auffallend viele westafrikanische Kleindealer tätig sind...

megafon
Postfach 7611
3001 Bern

plastic bomb #45 3.5 euro, A4
Die Massengazette der deutschsprachigen Punkrockszene wühlt immer wieder tapfer im Untergrund, tänzelt graziös an den Schnittstellen zum unappetitlichen Musikbusiness und stolpert hin und wieder über die Zwänge, die eine Auflage in dieser Grössenordnung wohl so mit sich bringt. Für zeckenfreundliche 3.5 Euro wird massig Punk, viel Persönliches, allerhand Politisches und mancherlei Profanes geboten. Oder für diejenigen, die's weniger abstrakt mögen, ein kurzes Inhaltsverzeichnis-Zitat: "Blasting Days Festival, No Respect Tourbericht, Vorkriegsjugend, Male, Misfits, Plattenverrisse, Kleinanzeigen..."

Plastic Bomb
Postfach 100205
D-47002 Duisburg

profane existence #44 rückporto, zeitungsformat
Treu seinen libertären politischen Idealen, dem globalen Blickwinkel und der Vorliebe für den richtig guten Lärm bietet das P.E. auch in seiner vierundvierzigsten Ausgabe allerlei Leckereien. Neben vielen Kolumnen, Reviews und einem Bericht über die mörderische Gewerkschaftspolitik von Coca Cola in Kolumbien, plaudert Wendy-O Matik über alternative Beziehungsformen (Zweierkiste Ade!), stellt sich der Info- und Buchladen "ARISE!" kniffligen Fragen und zu guter Letzt verraten Resist & Exist einiges über ihre Tour in Mexiko.
Besonders empfehlenswert wird sicher auch die näxte P.E.-Ausgabe, an der zur Zeit noch eifrig gewerkelt wird. Zum 15. Geburtstag werdet ihr mit einer 100 Seiten starken und CD-Zugabe beladenen Jubiläumsnummer beschenkt! Mitte März knallen die Korken...

Profane Existence
P.O. Box 8722
Minneapolis MN 55408
USA