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Labrador |
Flat
Coated |
Curly
Coated |
Cesapeake
Bay |
Nova Scotia Duck Tolling |
Retriever
sind wahre Familienhunde. Sie bestechen durch ihr freundliches Wesen
genauso, wie durch ihren ausdauernden Arbeitswillen. Ursprünglich wurden
Retriever für die Jagd gezüchtet, insbesondere für den Einsatz als
Apportierhunde. Der Golden Retriever zählt
zu den beliebtesten Vertretern seiner Rasse und ist derzeit der bekannteste
Retriever. Aber auch der Labrador Retriever
ist häufig anzutreffen. Die anderen Retriever erfreuen sich jedoch auch
zunehmender Beliebtheit. War der Nova Scotia Duck Tolling Retriever
beispielsweise bis vor kurzem gänzlich unbekannt in Deutschland, hat er
zwischenzeitlich bereits viele Liebhaber gefunden.
Der
Name "Retriever" leitet sich
von der englischen Bezeichnung "to retrieve" ab. Übersetzt heißt
das "etwas wiederbringen/zurückbringen". Die 6 Retrieverrassen
sind demnach jagdlich orientierte Apportierhunde. Ursprünglich in den Ländern
Großbritannien, USA und Kanada gezüchtet, war ihr Einsatz als
Begleiter bei der Jagd auf Flug- und Niederwild zu Lande und zu Wasser
gedacht. Gerade in den Ursprungsländern ist die Jagd auf Flugwild (Enten) bis heute sehr populär. Die Aufgabe des Retrievers besteht
darin, geschossenes Wild auf Kommando aufzuspüren und seinem Hundeführer
wieder zu bringen. Über die Jahre entwickelten sich die Haupteigenschaften
der Retriever, die für den ganz speziellen Jagdeinsatz wichtig
sind, heraus. Sie haben einen ausgeprägten Apportiertrieb, sind
schwimmbegeistert mit großer Ausdauer, haben eine gute Nase und
bestechen durch ihren "will to please". Um das zu apportierende
Wild nicht zu beschädigen, verfügen die Retriever zudem über die
sogenannte Weichmäuligkeit.
Aufgrund
ihrer hohen Intelligenz und der oben genannten positiven Eigenschaften
finden die Retriever neuzeitlich auch ihren Einsatz als Blindenhunde,
Rettungshunde (Erdbeben, Lawinen) und Spürhunde.
Als
Familienhunde sind Retriever treue Wegbegleiter, die gerne gefordert werden
möchten. Lange Spaziergänge mit der Möglichkeit zu schwimmen, sollte jedem
Retriever angeboten werden können. Agility-Training eignet sich
beispielsweise besonders als sportliche Betätigung.
Der
Golden Retriever wurde ursprünglich in Großbritannien gezüchtet.
Er ist der ruhigste seiner Art. In Deutschland erfreut sich der Golden größter
Beliebtheit unter den Retrievern. In den vergangenen Jahren hat es geradezu
einen Boom gegeben. Viele "Unwissende" assoziieren deshalb mit dem
Begriff des Retrievers sofort den Golden Retriever. Als treuer Familienhund
ist er kaum noch wegzudenken.
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Aussehen: Symmetrisch, harmonischer Körperbau. Kurz in der Lendenpartie
mit mächtigem Brustkorb und tiefen gut gewölbten Rippen sowie gerader
Oberlinie. Der Kopf und Schädel sind ausgeglichen mit ausgeprägtem Stop,
der Oberkopf ist breit. Fang kräftig, breit und tief, gleich lang wie der
Schädel. Die Nase ist schwarz, die Augen dunkelbraun, weit
auseinanderstehend mit dunklen Lidrändern. Der Kiefer ist kräftig mit
vollständigem Scherenbiss. Der Golden hat runde, breite
"Katzenpfoten". Die Rute ist in Höhe der Rückenlinie angesetzt
und wird auch so getragen.
Größe und Gewicht: Rüden haben eine Schulterhöhe von 56 bis 61 cm
und wiegen zwischen 35 bis 38 kg. Hündinnen haben eine Schulterhöhe von 51
bis 56 cm und wiegen 27 bis 30 kg.
Fell und Farbe: Ihr Haarkleid kann glatt oder wellig sein, mit dichter
und wasserabstoßender Unterwolle. Farben von Gold bis cremefarben sind
möglich.
Wesen: Der Golden hat ein freundliches, gutmütiges Wesen. Er ist
gehorsam, liebenswürdig und sehr zutraulich. Golden Retriever sind
intelligent und haben eine natürliche Anlage zum Arbeiten. Sie sind
geradezu verrückt nach Wasser und sind begeisterte Jagdhunde, die gerne
arbeiten. Golden Retriever brauchen viel Auslauf und Beschäftigung. Durch
ihren ausgeprägten "will to please" eignen sie sich genauso wie
die Labrador Retriever besonders als ideale Blindenführhunde.
Pflege: Etwa einmal die Woche bürsten, alle drei bis vier Wochen sollte
das Fell getrimmt werden.
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Labrador
Retriever sind weltweit die bekanntesten
Retriever. Der Labrador Retriever verfügt über einen kraftvollen und
kompakten Körperbau. Er ist robust und unermüdlich. Labradore wurden
zuerst mit schwarzer Fellfarbe gezüchtet. Heutzutage gibt es sie auch in
den Farben gelb und braun.
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Aussehen: Der Labrador hat einen kräftigen Körperbau mit einer
breiten, tiefen Brust und stark gewölbtem Rippenkorb. Die Oberlinie ist
gerade, die Lendenpartie ist kurz und kräftig. Der Kopf und Schädel ist
breit mit deutlichem Stop. Die Kieferpartie ist kraftvoll, jedoch nicht
spitz. Die Augen sind mittelgroß und können braun oder haselnussfarben
sein.
Größe und Gewicht: Die ideale Schulterhöhe ist bei Rüden 56 bis 57
cm, bei Hündinnen 54 bis 56 cm. Rüden wiegen 34 bis 37 kg, Hündinnen sind
26 bis 30 kg schwer.
Fell: Der Labrador Retriever hat ein kurzes, dichtes, nicht welliges
Haarkleid ohne Befederung. Das Fell hat eine wetterbeständige Unterwolle.
Wesen: Der Labrador ist ausgeglichen, freundlich, intelligent und hat
eine vorzügliche Nase. Er ist ein aufmerksamer Begleiter und sehr
anpassungsfähig. Sein eigentliches Metier ist, wie bei allen
Retrieverrassen, die Jagd. Er apportiert unermüdlich und verhält sich bei
der Arbeit sehr zuverlässig.
Pflege: Der Labrador Retriever ist genügsam; hin und wieder bürsten
und kämmen.
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Der
Flat
Coated Retriever hat seinen Ursprung in England. Bereits
1876 wurde dieser Retriever registriert. Anfang des 20. Jahrhunderts hat die
Zahl der Flat Coated rapide abgenommen, gegen Ende des 2. Weltkrieges waren
sie sogar fast ausgestorben. Erst in den 60er Jahren hat sich die Population
wieder erholt und die Zahl der Flat Coated Retriever hat wieder zugenommen.
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Aussehen: Der Flat Coated Retriever hat einen eleganten Körperbau,
die Brust ist tiefliegend mit ausgeprägtem Brustbein, aber flacher vorderer
Rippenpartie. Die Lende ist kurz und breit. Kopf und Schädel sind lang,
elegant geformt (flacher Schädel mittlerer Breite) und leichtem Stop in
Augenhöhe. Der Kiefer ist lang mit einem perfekten Scherenbiss. Die Augen
sind mittelgroß, dunkelbraun bzw. haselnussfarben. Die Hinterhand ist
muskulös, gerade parallel im Stand. Die Pfoten sind rund. Die Rute ist kurz
und gerade, die Gangart ist fließend.
Größe und Gewicht: Rüden haben eine Größe von 58 bis 61 cm, Hündinnen
haben eine Schulterhöhe von 56 bis 59 cm. Rüden wiegen 33 bis 37 kg, Hündinnen
sind 28 bis 33 kg schwer.
Fell und Farbe: Das Haarkleid ist dicht und glatt in der Beschaffenheit.
Läufe und Rute gut befedert. Die Fellfarbe ist schwarz oder braun.
Wesen: Der Flat Coated ist sehr temperamentvoll und freundlich im Umgang
mit Mensch und Tier. Er ist intelligent und unermüdlich im Arbeiten,
erfordert aber eine feste Hand um ihn zu lenken, da er bis ins hohe Alter
noch sehr verspielt sein kann. Der Flat Coated Retriever braucht viel
Bewegung und Beschäftigung, sowie eine konsequente Ausbildung, jedoch ohne
Druck und Härte, da er sehr sensibel ist. Mit der richtigen Ausbildung ist
ein Flat ein treuer Familienhund und Jagdbegleiter.
Pflege: Einmal wöchentlich bürsten, etwa alle vier Wochen das Fell nachtrimmen.
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Der
Curly
Coated Retriever ist der älteste Retriever. Bereits 1860
gab es die ersten Hinweise auf diese Retrieverrasse. Nach dem 2. Weltkrieg
sank die Anzahl der Curlys bedrohlich ab. Zwischenzeitlich erfreut er sich
jedoch größerer Beliebtheit, sodass sein Bestand gesichert ist. Der Curly
Coated fällt durch sein klassisches Aussehen auf. Durch sein gelocktes
Haarkleid unterscheidet er sich von den anderen Retrievern.
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Aussehen: Der Curly hat einen kräftigen Körperbau. Der Rippenkorb
ist gut gewölbt, mit einem tiefen Brustbein, die Lende sollte nicht zu lang
sein. Der Kopf ist lang, flacher Schädel, kräftige lange Kiefer mit
komplettem Scherenbiss. Die Augen sind groß, in den Farben Schwarz oder Dunkelbraun. Die Ohren sind mit kurzen Locken "befellt". Die
Pfoten sind rund. Die Rute ist eher kurz und gerade und mit vielen Locken
bedeckt. Sie wird niemals hoch oder eingerollt getragen.
Größe und Gewicht: Rüden haben eine Schulterhöhe von ca. 68,5 cm Hündinnen
von ca. 63,5 cm. Rüden wiegen 36 bis 40 kg, Hündinnen sind 30 bis 36 kg
schwer.
Fell und Farbe: Der ganze Körper ist dicht mit kleinen krausen Locken
bedeckt. Ab Schädelmitte bis Nasenschwamm kurzes glattes Haar. Die
Fellfarbe ist schwarz oder braun.
Wesen: Der Curly Coated ist ein freundlicher Hund, Fremden gegenüber
ist er jedoch eher zurückhaltend eingestellt. Er hat einen ausgeprägten
Wach- und Schutztrieb. Der Curly Coated ist ein intelligenter Jagdhund mit
viel Temperament. Er braucht viel Platz und Auslauf.
Er liebt wie alle Retrieverrassen das Wasser.
Pflege: Es genügt, wenn man das Fell ab und zu mit den Fingern
durchknetet.
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Der
Chesapeake
Bay Retriever ist ein echter Amerikaner. Namensgeber für
den Chessie ist eine Bucht in Nordamerika. Er erfreut sich in den USA und
Kanada großer Beliebtheit, aber auch in Europa findet er zunehmend Anhänger.
Der Chessie ist ein kraftvoll anmutender Vertreter seiner Rasse. Vornehmlich
wurde er zur Jagd auf Wasservögel eingesetzt.
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Aussehen: Kräftiger Körperbau mit tiefer breiter Brust,
mittellangem Rumpf und kräftigen Flanken. Kopf und Schädel sind breit,
rund mit mittlerem Stop. Der Fang ist keilförmig mit einem korrekten
Scherenbiss. Die Pfoten sind hasenförmig mit geschlossenen Zehen. Die
Rute ist mittellang. Der Chesapeake Bay Retriever hat eine fließende
Gangart.
Größe und Gewicht: Rüden ca. 65 cm, Hündinnen ca. 60 cm Schulterhöhe.
Rüden sind 34 kg schwer und Hündinnen 29 kg.
Fell und Farbe: Das Fell ist kurz, ca. 3,8 cm lang und dicht. An Hals,
Schulter und Rücken ist es gewellt. Am Kopf ist es kurz und glatt. Sein
Deckhaar und die Unterwolle sind fettig und dadurch wasserabweisend. Die
Fellfarbe kann alle Farbtöne, von Braun bis Stroh haben.
Wesen: Chessies sind ruhige Hunde mit ausgeglichenem Wesen; mutig und
intelligent. Sie haben den stärksten Schutztrieb von allen Retrieverrassen.
Anderen Haustieren und Kindern gegenüber sind sie tolerant. Der Chessie
spielt bis ins hohe Alter sehr gerne. Auch zeichnet er sich durch selbstständiges
Arbeiten bei der Jagd aus. Chessies brauchen wie alle Retriever viel Auslauf
und Beschäftigung, sowie ein Gewässer zum Schwimmen.
Pflege: Einmal wöchentlich bürsten ist ausreichend.
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Der
Nova Scotia Duck Tolling Retriever ist der jüngste unter den
Retrieverrassen. Erst 1945 wurde die Rasse als Standard fixiert. Er ist der
kleinste Vertreter seiner Rasse. Der "Duck Toller", wie er auch
genannt wird, hat eine besonders interessante Geschichte. Ursprünglich
stammt er von der kanadischen Halbinsel Scotia Nova. Welche Hunderassen
genau den Duck Toller ergeben haben, kann nicht genau festgelegt werden. Eine
Kreuzung aus einheimischen Indianerhunden wäre denkbar. Die ersten
Hundearten der Indianer wurden zu einer ganz besonderen Art der Jagd
eingesetzt. Die Hunde wurden auf das Apportieren abgerichtet. Dabei hatten
die Hunde die Aufgabe, das wiederholt geworfene Apportierwerkzeug unermüdlich
seinem Jäger wieder zu bringen. Aufgrund seiner kleinen Größe, kombiniert
mit der im "erregten" Spielzustand aufrecht stehenden Rute, war
nun nur die Rute im ufernahen Unterholz zu sehen. Dadurch wurden die Wasservögel
neugierig und schon schwammen sie in Ufernähe und somit in den
Wirkungskreis des Jägers.
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Aussehen: Der Nova Scotia Duck Tolling Retriever ist ein mittelgroßer,
kompakter und gut bemuskelter Hund. Der Kopf ist etwas keilförmig, der Schädel
ist breit und leicht gerundet. Der Stop ist mäßig, das Maul hat anliegende Lefzen und kompletten
Scherenbiss. Die Augen sind mittelgroß,
mandelförmig und weit auseinanderstehend, farblich sind sie bernsteinfarben
bis braun. Die Pfoten sind rund mit dicken Ballen. Die Rute ist am Ansatz
breit, gut befedert und wird unterhalb der Rückenlinie getragen. Die
Gangart ist kraftvoll.
Größe und Gewicht: Rüden haben eine Größe von 48 bis 51 cm, Hündinnen
haben eine Schulterhöhe von 45 bis 48 cm. Rüden wiegen 20
bis 23 kg, Hündinnen sind 17 bis 20 kg schwer.
Fell und Farbe: Der Duck Tolling Retriever hat ein wasserabweisendes
Haarkleid. Es ist mittellang und weich mit dichter Unterwolle. Die Fellfarbe
darf verschiedene Rot- oder Orangeschattierungen aufweisen. Das Fell kann
weiße Farbmarkierungen an der Rutenspitze und der Brust haben. Das Pigment
der Lefzen, Nase und Augenränder ist fleischfarben oder schwarz.
Wesen: Der Toller ist intelligent und gelehrig. Er hat einen ausgeprägten
Spieltrieb. Fremden gegenüber verhält er sich wachsam und zurückhaltend.
Er liebt seine Familie sehr und ist Kindern ein geduldiger Spielkamerad.
Aufgrund seiner Größe sollte er jedoch nicht unterschätzt werden. Der Nova
Scotia Duck Tolling Retriever ist alles andere als ein
"kleiner" Retriever, er benötigt viel Aufmerksamkeit und will
immer wieder gefordert werden. Agility wäre eine schöne Beschäftigung für
diesen Retriever. Der Toller braucht viel Auslauf mit Spiel- bzw. Schwimmmöglichkeiten.
Pflege: Einmal in der Woche bürsten genügt zur Fellpflege.
Für
welchen Retriever Sie sich auch entscheiden möchten, so sollten Sie auf
jeden Fall beachten, dass Sie Ihre Entscheidung nicht einzig und allein auf
eine Rassebeschreibung (sei es auf dieser Seite oder ausgiebig in anderen
Quellen zu finden) oder dem schlichten Aussehen stützen. Hunde sind auch
immer individuelle Zeitgenossen mit einer eigenen Persönlichkeit. Somit können
sich Retriever gleicher Art stark unterscheiden. Beschreibende
Rasse-Standards können dabei nur ein Richtmaß sein. Beispielsweise je
nachdem welche Linie in einer Züchtung verfolgt wurde ("reine"
Ausstellungshunde oder aber echte Jagdhunde in der Ahnentafel) ergeben sich
natürlich auch unterschiedliche Charakterzüge. Wenn z.B. der Golden
Retriever als ruhigster Vertreter seiner Rasse bezeichnet wird, stimmt dies
nicht unbedingt.
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