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Als ich mir vor 2 Jahren eine echte Libelle gekauft habe, hielt ich auch bald nach einem 3-4m Modell Ausschau. Ich endeckte dann im Herbst 2002 beim Stöbern der Graupner Homepage (www.graupner.de) ein Foto von Testflügen der Neuheit 2003 „Standard Libelle“. Es war sofort klar, die wollte ich unbedingt haben. Leider dauert es ja bei  Neuheiten meist länger bis sie wirklich ausgeliefert werden, schließlich bekam ich dann im Juli 2003 das riesige Paket nachhause geliefert. 
 

Bauphase 02.07.2003

Da es mein erster Bausatz vom Marktführer ist, war ich auf die Qualität und die Ausstattung sehr gespannt. Ich wurde nicht enttäuscht: ein makelloser Rumpf mit bereits eingeklebten Spanten und vorbereitet für das Fahrwerk, dazu wunderschöne bebügelte Flächen mit eingebauten Störklappen, die Höhenruderhälften ebenfalls fix und fertig, und schließlich die klare Kabinenhaube bereits zugeschnitten für den saugend passenden Rahmen. Super, da kriegt man ja was fürs Geld..nur, äh,  wo ist da das Seitenruder? Tja, trotz intensiver Suche, Seitenruder war keines dabei (Grummel). Ok, ich bekam daher 2 Wochen später das edle GFK-Stück nachgeliefert, was solls. Was mir auch noch aufgefallen ist, dass sie leider nicht 100% scale ist, obwohl das sicher leicht möglich gewesen wäre. So sind das HR und SR etwas zu schmal geraten, der Rumpf vorne sollte auch etwas bauchiger sein. Sonst ist das Erscheinungsbild natürlich unverwechselbar.

Das Bauen ist durch den Vorfertigungsgrad kein großes Thema, wenngleich die Anleitung schon mal in manchen Punkten zu kurz geraten ist. Ein Fahrwerk wollte ich aus Gewichtsgründen voerst nicht einbauen und da ich eigentlich nur auf Hängen fliege stört das auch nicht weiter. Zuerst hab ich halt das Seitenruder-Servo eingebaut, die Halterung dafür ist ja schon eingeklebt. Die Seitenruderanklenkung erfolgt mit 2 Stahlseilen und ermöglicht spielfrei große Ausschläge. Die Höhenruderhälften bekommen je eine Klemmung eingebaut und ein Mini-Servo eingesetzt, wobei ich hier 2 Röga Pico (9g) mit Schrumpfschlauch eingeklebt habe. Die Ausnehmungen dafür wurden mit dem Dremel etwas vergrößert. Die Servos wurden dann mit einer beiliegenden weißen Folie überklebt. Sodann die GFK-Ruderhörner einharzt und zwei lange gedrillte Kabelverlängerungen gelötet. Leider ist der Ruderweg "auf Tief" nicht allzu groß gewesen und ich hab daher etwas Folie von den Stoßkanten abgenommen, um die empfohlenen 9mm Ausschlag zu erreichen. Schließlich wird die Haube mit dem Rahmen verklebt und eine Verriegelung mit 3mm Drahtseil eingesetzt. Dann die Flächen: Es sind bereits die Löcher für die beiliegenden Servohalterungen vorhanden und die Kabel mit Buchsen(!) für die 2 Servos eingezogen. Man muss mit dem Lötkolben noch etwas Material wegschmelzen, damit die Querruder-Halterung bündig passt. Beim Störklappen-Servo war mir das Zuschneiden und Schleifen der Servobox zu dumm, ich habe das Servo daher direkt in den Schaum geklebt. Die Kabelverbindung wurde mit einem 9-poligem Sub-D Stecker gelöst, wobei ich den Innenteil des Steckers aus der Metallklammer herausgenommen und dann direkt in die Wurzelrippe eingepasst habe.

Zur Fixierung der Flächen im Rumpf wird der beliegende edle Flächenschnapper aus Alu verwendet, leider löst der bei mir nicht gut aus und so klemmen beim Demontieren die Flächen etwas. Beim Auswiegen wurde ich dann blass, schließlich benötigte die Schnauze trotz dickem 5-zelligem Akku noch ca. 670 g um mit dem richtigen Schwerpunkt. Ich hab schließlich noch einen zweiten 5-zelligen Akkupack gelötet und mittels Schottky-Diode (siehe www.conrad.de) verkabelt.
 

Gut ausgestatter Fertig-Bausatz
Viele Kleinteile Querruderservo Einbau
Querruderservo Hitec HS85-MGBB
Servo für die Schempp-Hirth Bremsklappen
Seitenruder aus GFK Zwei 9g Micro-Servos fürs Höhenruder
Sub-D Connector (Christian Baron's Bautipps) Schottky-Diode aus Sicherheitsgründen (www.conrad.de)
Mein neues Spielzeug Multiplex Royal Evo 9 Synthesizer