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2002-06-02 - 680 km FAI Dreieck mit Std. Libelle 
IGC-Datei
Statistik
Wr.Neustadt  Distanz Dauer Geschwindigkeit
Diex 172 km 2:20 74 km/h
Kitzbühel  195 km  3:26 57 km/h
Wr.Neustadt 307 km 3:32 86 km/h
Gesamt: 680 km 9:22 73 km/h

Mein bester Flug für 2002 war ein Dreieck nach Diex und Kitzbühel. Das Hoch war bereits seit Freitag aktiv gewesen und sollte auch für Sonntag, den 2. Juni noch Streckentauglich sein.

Der Tagesablauf:


7:00 - Aufstehen, Frühstücken







8:00 - Auf der Fahrt nach Wiener Neustadt sehe ich bereits Cumuli, aber wohl noch etwas feucht


8:45 - Die Libelle ist aufgebaut. Alles wird eingepackt, was man für den ganzen, lieben Tag so braucht, zB. Brote, 3 Liter Trinkwasser, Gummibärli, Kamera, Handy, Geld, Jacke, Sonnenbrille usw.


9:30 - Ich stehe startbereit auf der Piste, die Wolken sehen unglaublich beeindruckend aus, ich werde nervös und will sofort rauf!

9:45 - Start, es geht gleich mit über 2 m/sec in die Höhe

 

10:15 - Richtung und Westen ist alles problemlos entwickelt und so geht es problemlos über den Semmering ins Mürztal, das Steigen ist gut mit bis zu 3 m/sec


12:15
- Kurz nach der Wende bei Diex (Kärnten). Wie schon oft geht es entlang der Konvergenzlinie neben den Wolken im Geradeausflug ohne Höhenverlust dahin.


12:16 - So sieht es Richtung Südenwesten (Karawanken) aus, die Basis ist dort tief und es wäre für mich zu spannend gewesen.


13:00 - Der Weg durchs blaue Loch bei Murau ist mühsam, der Wind aus Nordwest doch störend und die Bärte zerrissen. Ich hätte noch weiter östlich fliegen und unter den Wolken bleiben sollen. 


14:45 - Nachdem ich mich mühsam im Lee der Tauern beim Sölkpaß hochgerappelt habe, gingen die Tauern selbst sehr gut. Mein Plan ist nun ein Dreieck Richtung Kufstein zu fliegen. Hier fliege ich gerade den Hochkönig an.


15:40 - Leider ist es westlich davon blau und ich wechsle wieder Richtung Süden. Laut meiner FAI-Unterhose müsste auch Wörgl ein FAI-Dreieck ergeben. Da dies auch im Blauen liegt drehe ich knapp nach Kitzbühel um. 


17:45 - Die Tauern gehen am Heimweg sehr gut. Das Schönste passiert aber bei der Talquerung bei Trieben. Als ich genau Richtung Admonter Reichenstein vorfliege, bekomme ich in Talmitte plötzlich 2m/s Steigen. Eine Welle! Sie bringt mich auf die End- anflughöhe von fast 4000mMSL. So kann ich die restlichen 150km problemlos abgleiten.


18:00 - Einen schöneren Endanflug kann man sich nicht wünschen, hoch und absolut ruhig. 


18:15 - Nur kalt ist es hier oben, die Sonne steht fast im Rücken.


18:45 - Voraus kann man schon den Schneeberg (35 km vorm Ziel erkennen).

19:17 - Landung nach 9:22 Flugzeit wieder in Wiener Neustadt. Jetzt heißt es Logger auslesen , Libelle waschen und zerlegen.

 

22:30 - Ich bin wieder zuhause.