Die Wiener Austria hat
endlich ihren ersten Titel unter der Ära von Magna-Mäzen und Bundesliga-Präsident Frank
Stronach unter Dach und Fach gebracht.
Die Violetten siegten am Sonntag in der 31. Runde der Fußball-T-Mobile Bundesliga beim
GAK mit 2:1 (0:1) und fixierten damit die 22. Meisterschaft der Vereinsgeschichte bzw. die
erste seit 1993.
ÖFB-Teamspieler Rene Aufhauser brachte vor 8.730 Zuschauern im Arnold
Schwarzenegger-Stadion in der 44. Minute der Kopf zwar die Hausherren in Führung, aber
Sigurd Rushfeldt (69.) und Vladimir Janocko (77.) drehten die Partie noch um.
Hochmotivierter GAK
Meisterlich agierte die Elf von Star-Trainer Christoph Daum aber zunächst nicht. Im
Gegensatz zum Sieg bei Sturm unter der Woche, traf diesmal ein hochmotivierter Gegner auf
den souveränen Tabellenführer.
Ex-Austria-Coach Walter Schachner hatte seiner Mannschaft im Prestige-Duell und
Spitzenspiel Zweiter gegen Erster sichtlich Einiges mit auf dem Weg gegeben.
Ramusch vergibt mögliche Führung
Schon in der Anfangsphase hatte die Austria Glück, dass Didi Ramusch zwei Mal (5./per
Kopf drüber und 8./Mandl rettete) die mögliche Führung für die Hausherren ausgelassen
hatte. Der GAK war vorerst weit aggressiver, ballsicherer und kompakter.
Nur einmal hatten die Gastgeber Riesenglück, als Janocko in der 22. Minute zu Unrecht
wegen Abseits zurückgepfiffen wurde. Der Slowake wäre sonst alleine Richtung Tor
gelaufen.
Schiedsrichter Hofmann und sein Gespann lagen erneut völlig falsch, als zwei Attacken
von Akoto (Foul mit gestrecktem Bein gegen Dmitrovic) und Rushfeldt (Rempler ohne Ball
gegen Tokic) nicht einmal mit Gelb geahndet wurden.
Aufhauser bringt GAK in Führung
Der GAK ließ sich aber auch davon nicht beeindrucken. Bei einem Strafraum-Getümmel
(29.) im Austria-Strafraum blieb der Torjubel noch aus, aber kurz vor der Pause traf
Aufhauser nach idealer Milinkovic-Flanke per Kopf ins kurze Eck (44.).
Auch nach dem Wechsel deutete zunächst wenig auf den vorzeitigen Titel für die
Austria hin.
Gilewicz erzielt Ausgleich
Der GAK hatte durch Ehmann (55.) die Chance zum 2:0, aber nach rund einer Stunde wurde
die Austria stärker. Dmitrovic konnte noch vor Gilewicz und Rushfeldt retten (62.), doch
in der 69. Minute war es soweit: Gilewicz bediente Rushfeldt und der Norweger überwand
Schranz zum Ausgleich. Makel allerdings: Der Treffer wurde aus Abseitsposition erzielt.
Siegestreffer durch Janocko
In der 77. Minute machte der beste Spieler der Saison dann sogar noch den Sieg der
Austria perfekt. Vladimir Janocko traf mit links genau ins lange Eck und sorgte damit für
Jubel im Austria-Sektor und auf der Betreuerbank. Dort wurde mit den vorbereiteten
T-Shirts: "Sag einfach Meister zu mir" gefeiert.
Sonntag:
GAK - Austria Wien 1:2 (1:0)
Schwarzenegger-Stadion, 8.700 Zuschauer, Schiedsrichter Hofmann
Torfolge:
1:0 Aufhauser (44.)
1:1 Rushfeldt (69.)
1:2 Janocko (77.)
GAK: Schranz - Pötscher, Ehmann, Tokic, Hartmann (25./Amerhauser) - Ramusch
(74./Standfest), Milinkovic (82./Bazina), Aufhauser, Dmitrovic - Brunmayr, B. Akwuegbu
Austria: Mandl - Akoto (89./Pircher), Ratajczyk, Dospel - Scharner, Flögel,
Janocko, M. Wagner (63./Kvisvik), Dheedene - Gilewicz (91./Linz), Rushfeldt
Gelbe Karten: Pötscher, Ehmann bzw. Scharner, Gilewicz, Flögel (im nächsten Spiel
gesperrt)
Die Besten: Aufhauser, Dmitrovic, Tokic, Milinkovic bzw. Akoto, Dheedene
Links: