Hier stellen wir euch eine Auswahl der von uns gelesenen Hundebücher vor und bewerten sie.
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    Aufzucht/Welpen     
Erziehung/Verhalten
         Spiel/Sport       
     Gesundheit      
 Entlebucher Sennenhunde
         Vermischtes      
     
        Wölfe     
Aufzucht/Welpen
Aufzucht junger Hunde von Rosemarie Wild

"Wie man einen Hund von seinem ersten Atemzug an gesund aufzieht, gut sozialisiert und optimal prägt, zeigt dieses Buch. Detailliert beschreibt es die körperliche und die psychische Entwicklung des Welpen ebenso wie die verhaltensbiologischen Vorgänge. Es sagt, wie man mit Komplikationen fertig wird, und hilft dem Züchter, seine Welpenkäufer optimal zu informieren. Aber auch dem Welpenkäufer nützt das Buch: Es macht ihn mit dem bisherigen Lebensweg seines neuen Familienmitglieds vertraut und zeigt ihm detailliert, wie er die Arbeit des Züchters sinnvoll fortsetzen und den Welpen erfolgreich integrieren kann."
Ein verständlich geschriebenes Buch, das zeigt, wie eine gute Hundeaufzucht abläuft.
Hunde kaufen mit Verstand von Susanne Kerl

"Kauf und Verkauf eines Hundes sind Vertrauenssache. Probleme sind zum Beispiel programmiert, wenn man an die falsche Rasse und den falschen Welpen gerät. Dieser Ratgeber zeigt, worauf Züchter und Käufer achten sollten, die auf eine fachmännische und artgerechte Hundehaltung Wert legen. Tatsächlich lassen sich zahlreiche Probleme mit dem Hund durch bewussten Kauf und Verkauf vermeiden. Das Buch gibt freilich keine Patentrezepte, sondern regt zur Diskussion und zum eigenen Nachdenken an."
Dem ist nichts mehr hinzuzufügen:-) Ein hilfreiches Buch zum Hundekauf und -verkauf.
Das Kosmos-Welpenbuch von Viviane Theby

Eines der derzeit besten Welpenbücher. Mit modernen Methoden basierend auf positiver Bestärkung (auch Clicker!) bereitet es Mensch und Welpe auf ein missverständnisfreies, gemeinsames Leben vor.
Aus dem Inhalt:
*Entwicklung des Welpen (Erbanlagen der Elterntiere, Entwicklungsphasen u.v.m.)
* Ein Welpe kommt ins Haus (passende Rasse, Züchtercheckliste, neues Zuhause u.v.m.)
*Welpenschule (Motivation, Strafe, verschiedene Übungen, Beißhemmung, u.v.m.)
* Probleme mit dem Welpen (nicht stubenrein, hyperaktiv, ängstlich, gehorcht nicht u.a.)
Enthalten ist eine CD mit Umweltgeräuschen, die eventuell hilft den Welpen an diese zu gewöhnen.
Ein ganz prima Buch, das nicht nur Ersthundebesitzer, optimal das erste Hundelebensjahr hindurch begleitet!!!
Das Welpenbuch von Katharina von der Leyen
Dieses Buch gibt dem Welpenkäufer wertvolle Tipps, angefangen bei der Auswahl eines wesensfesten Welpen, über die Abholung und Eingewöhnung des Welpen im neuen Heim und die ersten Erziehungsschritte hinaus, bis zu Fütterung, Pflege und Gesundheit.
Durch die freundliche Aufmachung des Buches, die schönen Bilder und den lockeren Schreibstil der Autorin, ist dieses Buch äußerst kurzweilig und spannend zu lesen. Ein gutes Buch für den Ersthundebesitzer.
Den nach neuen Erkenntnissen falschen Tipp, den Welpen durch "Nackenschütteln" zu strafen, bitte ignorieren!
Der Familienhund von Monika Schaal und Ursula Daugschieß-Trumm

Der Titel ist etwas irreführend, denn in diesem Buch geht es eigentlich um den "Allroundhund", an den heutzutage hohe Anforderungen gestellt werden, wie zuverlässiger Gehorsam, Verträglichkeit mit jedermann und jederhund und nahtloses Einfügen in den Alltag.
Der erste Teil des Buches beschäftigt sich mit der Auswahl des passenden Familienhundes. Es folgen Kapitel über Lerntheorie, praktische Erziehungsübungen für den Alltag mit Menschen und Hunden, Freizeitgestaltung und Ursachen für
Erziehungs-/Verhaltensprobleme.
Ein ganz normales, durchschnittliches Allgemein-Hundebuch? Nein! Denn dies ist endlich ein Buch das eindringlichst und überzeugend (aber nie langweilig) an die innere Einstellung und Psyche des Hundebesitzers appelliert. Denn ER muss lernen das Training ernst zu nehmen, konsequent bleiben, aber auch über gemachte Fehler hinwegkommen und nach vorne schauen, sich immer die guten, nicht nur die schlechten Seiten seines Hundes vor Augen haltend.
Auf ins Leben! - Grundschulplan für Welpen von Imke Niewöhner

Das Buch setzt ein, wenn der Welpe im Alter von 8-10 Wochen ins neue Zuhause zieht. Ein Übungsplan begleitet den neuen Besitzer Tag für Tag die ersten 8 Wochen mit dem Welpen hindurch und legt die Basis für eine erfolgreiche Grunderziehung. Nach dem Plan wird jede Woche mindestens eine neue Übung oder ein Signal eingeführt und erklärt, auch wichtige Erkundungsausflüge und Sozialisierungsspaziergänge stehen auf dem "Stundenplan".
Beispiel aus dem Inhalt: 1. Woche: Montag -Praxis Namen lernen & Gewöhnung an Halsband, Dienstag -Theorie Stubenreinheit, Mittwoch- Praxis "Komm" &"Sitz, Donnerstag- Ausflug Kindergarten usw.
Die wöchentlichen "Theorietage" vermitteln wichtiges Grundwissen rund um den Hund wie Ressorcenkontrolle, Strafe, Verbote/Grenzen, Anspringen, Aggression, Stress, Calming Signals u.v.m. In kleinen Kästen mit dem passenden Titel "Alter Hut" wird mit alten Vorurteilen und Methoden wie Rangordnung/Dominanz aufgeräumt.
Die Autorin verwendet ausschließlich moderne, positive Methoden. Clickertraining wird kurz erklärt.
Neben dem Kosmos-Welpenbuch (siehe oben) derzeit mein Favorit unter den Welpenbüchern.
Clickertraining für Welpen von Dr. med. vet. Barbara Schöning und Martin Pietralla

Ein Clicker ist ein kleiner "Knackfrosch" der, wenn der Hund darauf konditioniert ist und er richtig eingesetzt wird, das wörtliche Loben des Menschen ersetzt, niemals aber eine Belohnung. Vorteil des Clickerns ist, dass man das Verhalten des Hundes schneller bestärken und formen kann, als mit der Stimme.
Wie man seinen Welpen auf den Clicker konditioniert und ihm mit Hilfe des Clickers die Basisübungen, wie "Komm", "Sitz", "Platz, "Bleib" usw. beibringt, wird in diesem Buch gut verständlich beschrieben. Auch für typische "Welpenprobleme", wie Stubenreinheit, Anknabbern von Sachen etc. werden in diesem Praxis-Ratgeber Lösungen geboten.
Clickern ist eine super Sache, die man, wie das Buch zeigt, auch schon beim Welpen beginnen kann! Ein prima Welpenerziehungsratgeber auch für bereits Hundeerfahrene!
Ein bisschen verwirrend finden wir die Struktur des Buches, aber das ist vielleicht Ansichtssache.
 

Verhalten/Erziehung
Hundeverhalten von Dr. med. vet. Barbara Schöning
Dieses Buch ist ein wahrer "Sprachkurs für Hundehalter", der beim Verhalten von neugeborenen Welpen beginnt und weiter bis zum erwachsenen Hund über Kommunikation, Körpersprache, Rangordnung, Territorialverhalten, Aggression und Spielverhalten aufklärt.
Nach dieser Lektüre, die zwar wissenschaftlich, aber für jeden verständlich geschrieben ist, kann man gewisse Verhaltensweisen seines Hundes besser deuten, Missverständnisse werden aus dem Weg geräumt und so manches Problem lässt sich vermeiden.
Hundesprache von Barbara Schöning, Nadja Steffen, Kerstin Röhrs

Was ist Kommunikation eigentlich? Und wie verständigen sich Hunde? Anhand von Zeichnungen und vielen Fotos wird der Leser in die "Sprachwelt" der Hunde eingeführt; der Schwerpunkt liegt bei Gestik und Mimik, weniger bei Beschwichtigunssignalen. Desweiteren wird beschrieben, wie sich Missverständnisse durch Fehlinterpretation von Hundeverhalten vermeiden lassen.
Ein wirklich gelungenes Buch, das das Hunde-Basis-Wissen verständlich und kurzweilig zusammenfasst. Unbedingt zu empfehlen an Welpeninteressenten und weniger belesene Hundebesitzer.
Hundeverhalten von A-Z von Roger Abrantes

Im ersten Teil des Buches wird detailiert der Begriff "Verhalten" und dessen Motivation definiert, ebenso werden Bereiche wie Aggression und Sexualverhalten behandelt. Teilweise ist in diesem Buchabschnitt sehr aufmerksames Lesen notwendig, um alles zu verstehen.
Der weitaus größere Teil des Buches (ca. 300 Seiten) ist ein Lexikon, das Fachbegriffe aus der Körpersprache, der Mimik, Kommunikation, Verständigung usw. des Hundes ausführlich erklärt und an Beispielen und Zeichnungen beschreibt. Dabei sollte man immer im Hinterkopf behalten, dass der Autor Verhaltensforscher ist und sich das Buch manchmal nur auf seine Sicht der Dinge bezieht. Es gibt jedoch in der Hundeverhaltensforschung noch andere, hier nicht erwähnte Theorien.
Insgesamt ein richtiges Schmökerbuch, das Hilfe bei weiteren Lektüren rund um den Hund bietet und das ich am liebsten in meinem eigenen Bücherregal stehen hätte (ich hatte es mir nur ausgeliehen)
Stress bei Hunden von Martina Nagel & Clarissa v. Reinhardt

Nicht nur wir Menschen können durch Überforderung und mangelnde Ruhephasen gestresst werden, sondern auch Hunde.
Dieses Buch informiert über die Ursachen und Folgen von Stress und erklärt, welche Symptome Sie an einem gestressten Hund beobachten können. Die Autorinnen berichten anhand von Fallbeispielen, zu welchen Verhaltensauffälligkeiten und gesundheitlichen Problemen es kommen kann, wenn ein Hund überfordert ist und wie man ihm hilft, sein inneres Gleichgewicht wiederzufinden.
Ich finde über Stresssymptome Bescheid zu wissen gehört zum "Hunde-Grundwissen". Einen großen Teil des Buches nimmt eine Statistik ein, die zwar ganz interessant ist, aber eigentlich nicht wirklich wissenschaftlich belegbar.

Calming Signals - die Beschwichtigungssignale der Hunde (Video) mit Turid Rugaas

Turid Rugaas, eine der weltweit angesehensten Hundetrainerinnen, hat über zwanzig Jahre ein Phänomen bei Hunden beobachtet: Zur Konfliktvermeidung innerhalb des Rudels benützen Hunde eine Körpersprache, die dazu dient Aggressionen zu stoppen oder gar nicht erst aufkommen zu lassen.
Mit dem Begriff der „Beschwichtigungssignale“ hat Turid Rugaas sie einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
In diesem Video erklärt sie, warum, wann und wie Beschwichtigungssignale von Hunden eingesetzt werden. Ebenso sieht man, wie wir Menschen diese Signale erkennen, deuten und sogar selbst einsetzen können. Praktische Beispiele von Alltagssituationen im Leben mit Hunden ergänzen diese Dokumentation. So wird es jedem möglich, zu einem besseren Verständnis seines eigenen, aber auch fremder Hunde zu gelangen.
Absolutes Grundwissen, um seinen Hund besser zu verstehen!!!
Das Video ist u.a. erhältlich bei www.pfotenversand.de, das passende Buch dazu auch
bei amazon.de .

Calming Signals Workbook von Clarissa v. Reinhardt & Martina Scholz

Das Wissen um die Beschwichtigungssignale (Calming Signals) wird in diesem Buch vorausgesetzt, hier geht es um die Beachtung dieser Signale im täglichen Umgang mit den Hund und vor allem im Training mit ängstlichen und aggressiven Hunden. Anhand vieler aussagekräftiger Fotos werden Situationen des täglichen Lebens mit dem Hund dargestellt, in denen Stress vermieden werden kann. Auch die Entstehung und Folgen von Stress, wie im Buch "Stress bei Hunden" (siehe unten) genau erklärt, werden zusammengefasst. Einen diese Aspekte beachtender Trainingsplan zum Abbau der Hund/Hund Aggression wird ausführlich vorgestellt. Durch die schöne Aufmachung des Buches und die vielen nachvollziehbaren Beispiele von Menschen und Hunden, macht es wirklich großen Spaß dieses Buch zu lesen. Es gibt Denkanstöße und stellt immer den Hund und dessen Bedürfnisse in den Vordergrund.
Eine Pflichtlektüre für Hundebesitzer mit den genannten Problemen.
Aggressionsverhalten bei Hunden von Dr. med. vet. Renate Jones

Die Hunde von heute leben meistens nicht mehr in einer Familie aus Artgenossen. Sie müssen sich in eine menschliche Familie integrieren und begegnen täglich bekannten und unbekannten Hunden.
Ohne ausreichende Sozialisierung und das Erlernen des richtigen Umgangs miteinander ist ein geordnetes und angstfreies Leben meist nicht möglich. Und Angst ist häufig die Ursache für aggressives Verhalten.
Renate Jones räumt mit falschen Vorurteilen über Aggression bei Hunden auf, beschreibt anhand von Fallbeispielen, welchen Zweck aggressives Verhalten hat, gegen wen es sich richtet und wodurch es ausgelöst wird.
Ein Buch das über hündische Verhaltensweisen aufklärt, die oft falsch interpretiert werden, und deshalb in keinem Bücherregal fehlen sollte. Das Buch beschreibt kein Praxistraining, d.h. die Fallbeispiele erklären WIESO die Hunde aggressiv reagieren, aber nicht wie ein Anti-Aggressionstraining aussieht. (s. Fortsetzung des Buches unten)
Aggressiver Hund - was tun? von Dr. med. vet. Renate Jones

Was im ersten Aggressionsbuch der Autorin (siehe oben) gefehlt hat, beschreibt dieses Buch: Die Behandlung von aggressivem Verhalten bei Hunden.
* Richtig belohnen und motivieren
* Managment zur Entschärfung von Konflikten z.B. mittels Haus- und Schleppleine,    Halti, Verzicht auf positive Strafen (Anschreien, Schütteln, Schnauzgriff)
* Gefühle gegenüber dem Aggressionsauslöser verändern
* Beziehungsänderung zw. Hund und Halter z.B. mittels "nichts ist umsonst"-Programm
* Rückruf, Blickkontakt, Sitz/Platz usw. trainieren, Verbotswort einführen
Das letzte Kapitel beschreibt die Grundlagen des Lernens (Konditionierung, Clicker, Strafe).
Die Autorin arbeitet mit Lob und Leckerli auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse, Strafe ist Ignorieren. Das Buch enthält viele Fotos, die Erklärungstexte zu den einzelnen Übungen sind kurz und knapp - ich finde manchmal zu knapp.
Insgesamt ein gutes Buch zu diesem Thema.

Das Aggressionsverhalten des Hundes von James O'Heare

James O‘Heare erklärt in diesem Arbeitsbuch:
* wie es zu aggressiven Verhaltensweisen kommen kann
* welche Formen aggressiven Verhaltens es gibt
* wie man das Verhalten des Hundes analysiert und ein Trainingsprogramm für das    entsprechende Problem erstellt
* wie man Lerntheorien und Methoden zur Verhaltenskorrektur richtig anwendet
* welche Präventivmaßnahmen beim Welpen oder erwachsenen Hund ergriffen werden    können, damit es gar nicht erst zu Problemen kommt.

Seine Trainingsprogramme distanzieren sich deutlich von Starkzwangmethoden und althergebrachtem Drill!
Wissenschaftlich und praxisnah - ein super Buch für alle, die das Thema wirklich interessiert!

Hundeprobleme erkennen und lösen von Dr. med. vet. Barbara Schöning

Probleme mit dem Hund? Kein Grund gleich aufzugeben! In diesem Buch werden die häufigsten Probleme und ihre Ursachen beschrieben und teilweise sogar mehrere Lösungswege aufgezeigt. Basis ist eine klare Ja-Nein-Kommunikation, Desensibilisierung und Gegenkonditionierung.
Folgende Probleme werden behandelt:
* Angstprobleme ( Chronischer Stress, Angst vor Menschen, fremden Hunden, Umwelt,    Trennungsprobleme)
* Aggressionsprobleme (Aggression gegen fremde Menschen, Familienmitglieder,    fremde Hunde, Hunde im gleichen Haushalt)
* Unerwünschtes Verhalten ( Ziehen an der Leine, Anspringen, Betteln, Bellen,
   Jagen von Joggern)
Wie von der Autorin gewohnt, ein verständliches, übersichtlich gegliedertes Buch auf den Grundlagen der modernen Verhaltensbiologie.
Sehr empfehlenswert - nicht nur an Hundebesitzer die schon ein Problem haben!
Die Duffy-Methode von Stephanie Jaeger

Bei der Duffy-Methode handelt es sich eigentlich um keine neue Methode, sondern um ein Trainingskonzept auf dessen Basis die Autorin ihren eigenen ängstlich, aggressiven Hund Duffy umerzog und welches sie auch bei anderen Hunden mit diesen Problemen anwendet.
Dabei ist keine klare Linie erkennbar: Auf der einen Seite räumt die Autorin mit einigen Ammenmärchen, wie der Annahme Hunde dürften keine erhöhten Positionen einnehmen und nur nach dem Menschen fressen, auf, lehnt Strafen wie Nackengriff und Rückenwurf ab (dafür allerdings viel "Nein") und arbeitet mit positiver Bestärkung (Leckerli). Auf der anderen Seite fallen extrem häufig Begriffe wie "Alpha", "Dominanz" und "Rangordnung".
Die Übungsansätze finde ich teilweise recht gut, jedoch werden die einzelnen Übungsschritte und angewandten Methoden nicht ausreichend erklärt. Die vielen Fallbeispiele helfen auch nicht wirklich weiter.
Meiner Meinung nach kein geeignetes Trainingsbegleitbuch und somit ist der Kauf auch nicht empfehlenswert.
So lernt mein Hund von Sabine Winckler
Wie lernt mein Hund eigentlich am besten? Diese Frage zu beantworten hat sich die Autorin dieses Buches zum Ziel gesetzt. Ausführlich beschreibt sie verschiedene Lernmethoden, wie z.B. positive und negative Verstärkung, sowie positive und negative Strafe und erklärt ihre Vor- und Nachteile. In dem Kapitel "Know-How für das Training" wird das Buch praxisorientierter und gibt Tipps für eine optimale Trainingseinheit oder z.B. für's Clicker-Training.
Nach dieser Lektüre kann einem klar werden, warum der Hund eine bestimmte Übung einfach nicht lernt und welche alternativen Erziehungswege vielleicht zum erwünschten Erfolg führen. Ein Buch für solche, die einen tieferen Einblick in das Lernverhalten von Hunden bekommen möchten. Andere werden ein paar Passagen des Buches vielleicht eher langweiligen.
Positiv bestärken - sanft erziehen von Karen Pryor
Als Delfin-Trainerin sammelte Karen Pryor ausgiebige Erfahrungen im Formen von Verhalten durch positive Verstärkung.
Die Grundidee des positiven Bestärkens (= z.B. Clickertraining) wird in diesem Buch an vielen Beispielen, die sich nicht nur auf Hunde sondern auch auf das tägliche menschliche Leben beziehen, beschrieben.
Ein sehr gutes Buch!
Clicker von Karen Pryor

Karen Pryor leitete die beim Delfintraining gebräuchliche Clicker-Methode auf Hunde über. Somit zählt sie zu den Pionieren des Clickertrainings und erklärt in ihrem Buch den Sinn des Clickerns, was man mit dieser Methode alles erreichen kann und natürlich wie man sie richtig anwendet.
Der Schwerpunkt dieses Buches liegt (im Gegensatz zu "Clickertraining für Welpen" siehe oben) nicht darin dem Leser zu allen möglichen Erziehungsübung einzeln zu erklären wie man dabei den Clicker einbindet, sondern vielmehr darin das Grundprinzip des Clickertrainings zu verdeutlichen, so dass man den Clicker schlussendlich selbsständig richtig anwenden kann.
Das Clickern wird in diesem Buch Schritt für Schritt, ausführlich und vor allem verständlich erklärt! Empfehlenswert!!
So denkt ihr Hund mit von Nina Miodragovic

Der neue Weg zu Freude und Präzesion im Hundesport
Der Titel sagt nicht, um was es eigentlich geht: Clickertraining und Unterordnung/Obedience!
Die Autorin hat sich aus gutem Grund von der motivativen Methode im Hundesport (mit Spielzeug/Leckerli locken) weg hin zur operanten Methode gewandt: Beim Clickertraining lernt der Hund mitzudenken und Aktivitäten von sich aus anzubieten. Der Mensch kann dieses Angebot annehmen, Verhalten und Aktivitäten formen (Shaping) und gewinnt einen freudigen Hund, der nicht länger Befehlsempfänger, sondern aktiver Mitgestalter des Lernweges ist. Das Buch erklärt die Philosophie des Clickertrainings klarer, besser und überzeugender als jedes andere Buch, das ich bisher zu dem Thema gelesen habe -und ich bin kein Clicker-Neuling.
In der zweiten Hälfte des Buches werden Übungen aus dem Unterordnungs- und Obediencebereich ausführlich anhand vieler Bilder erklärt. Auch auf Schwierigkeiten wird eingegangen. Grundlage ist immer das Shaping mit dem Clicker - der Hund entwickelt sich zu einem kleinen Denk-Genie!
Das Buch ist suuuper! Für alle, die mit dem Clickern irgendwie nicht weiter kommen oder bisher wenig "shaping" machten, für Clicker-Anfänger, Clicker-Gegner und vor allem Hundesportler! Für kenntnislose Hundeanfänger ist das Buch zu kompliziert.
Hunde sind anders von Jean Donaldson
In diesem Buch versucht die Autorin Jean Donaldson die alten angestaubten Meinungen über die Hundeerziehung zu widerlegen und die Anwendung von neuen Methoden, wie zum Beispiel das Clickertraining, in Alltagssituationen zu erklären. So geht sie auf Probleme wie übermäßiges Bellen, Beißen und Hochspringen ein und befasst sich mit der Sozalisierung und Stubenreinheit von Welpen genauso wie mit dem Erlernen des Apportierens und den Regeln für Zerr- und Versteckspiele. Am Ende des Buches befindet sich sogar noch eine Einweisung in die praktischen Grundlagen des Obedience-Trainings anhand der Grundkommandos wie Sitz und Platz.
Doch trotzdem ist dieses Buch mit seinen fast 300 Seiten ohne jegliche Bilder, kein normales Erziehungsbuch, denn es bleibt immer der Kontakt zu neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen über das Lernverhalten des Hundes. Durch eine anschauliche Darstellung liest es sich fast wie ein Roman.
Das andere Ende der Leine von Patricia B. McConnell

Dieses Buch unterscheidet sich insofern von den anderen Hundebüchern, als dass es unser Verhalten, das der Primaten, mit dem der Hunde (Caniden) vergleicht - und dadurch wird vieles klarer!
Höchst unterhaltsam und in verständlicher Sprache ohne überflüssiges Fachvokabular, beschreibt die Autorin, wie wir uns in Gegenwart von Hunden verhalten, wie die Hunde unser Verhalten interpretieren könnten und Missverständnisse entstehen. Dabei sind die Aussagen der Autorin, die sie mit Beispielen, Anekdoten und kleinen Geschichten belegt so verständlich und nachvollziehbar, dass eigentlich keine Fragen offen bleiben.
Ein abwechslungsreiches Buch mit 235 Seiten voller Wissen über Hunde und Menschen, aber auch andere Tiere. Lasst euch überraschen:-)
Der Wolf im Hundepelz von Günther Bloch
Der Autor, der jahrelang das Verhalten von freilebenden Wölfen beobachtete, macht in seinem Buch unter anderem deutlich, welche Erziehungsmethoden für Hunde veraltet und welche auf dem Strafverhalten der Wölfe basieren und somit artgerecht und effektiv umgesetzt werden können.
Aus dem Inhalt:
* Verhaltensbeobachtung an freilebenden Wölfen
* Grundsätze zur Umsetzung in die praktische Hundeerziehung
* Hilfsmittel in der Hundeerziehung (z.B. Disc-Scheiben)
* Die Beseitigung einiger Problemhundeverhalten
* Außergewöhnliche Dokumentation aus der Welt der Caniden
Meiner Meinung nach werden manche Themen nicht eingehend genug behandelt und es bleiben Fragen offen. Trotzdem: Dieses Buch sollte jeder Hundehalter gelesen haben!
Der Familienbegleithund im modernen Hausstand von Günther Bloch

Das Buch schließt an Günther Blochs Erfolg "Der Wolf im Hundepelz" an, behandelt allerdings diesmal speziell den Hund "im modernen Hausstand". Anhand von Untersuchsstatistiken und Fallbeispielen zu den verschiedenen Rassegruppen werden Probleme und die entsprechenden Lösungsstrategien besprochen, weitere Kapitel handeln unter anderem vom Lernverhalten des Hundes, von sinnvollen Beschäftigungsspielen, vom Mobbing unter Hunden (hochinteressant!), von Herdenschutzhunden und Hütehunden, der Kampfhundehysterie und einem Hundeführerscheinmodell- also eigentlich viele Themen querbeet!
Günther Blochs Bücher sind keine "leichte Kost", doch wenn man sich einmal eingelesen hat, kommt man gut zurecht. Er zählt zu unseren Lieblingsautoren, weil man in seinen Büchern unheimlich viel neues Wissenswertes erfährt. Aber: Immer kritisch bleiben!
Wenn Hunde machen was sie wollen von John C. Wright

John C. Wright ist in den USA als Hundepsychologe tätig und macht Hausbesuche bei Hundebesitzern, die nicht mehr weiter wissen. Von seinen Erfahrungen, Methoden und erfolgreichen Einsätzen erzählt er in diesem Buch anhand von Fallgeschichten. Hier geht es um Hunde, die sich aggressiv gegenüber Menschen verhalten, übermäßig viel bellen, streunen, Probleme mit dem Alleinbleiben, Geräuschphobien oder sonstige Kommunikationschwierigkeiten mit ihren Besitzern haben. John C. Wright beschreibt wie er den betroffenen Familien und ihren Hunden ganz individuell helfen konnte und vermittelt damit dem Leser nebenbei wertvolle Erziehungstipps und Problemlösungsstrategien.
Diejenigen, die Trainingsanleitungen in den üblichen Praxisbüchern langweilen, finden hier ein gut zu lesendes "Geschichtenbuch", das einen trotzdem mit vielen Hunde-Infos versorgt.
Warum lässt mein Hund mich nicht aufs Sofa? von Brigitte Harries

Brigitte Harries betreut in zwei Hundezeitschriften die Rubriken der Leserfragen. In diesem Buch veröffentlicht sie die 40 häufigsten, interessantesten, teils auch kuriosen und naiven Fragen mit ihren eigenen Antworten. Die Leserbriefe beinhalten Fragen wie "Welcher Hund passt zu mir?" über "Baden ja -oder nein?" bis hin zu "Meine Hündin mobbt andere Hunde" - also völlig querbeet, aber überwiegend Erziehungsthemen. Die Autorin beantwortet die Fragen sehr ausführlich (teilweise viel "Blabla"), schlägt großenteils gute Trainingsansätze vor und lässt dabei eigene Anekdoten einfließen. Jedoch sind ihre Antworten und Lösungsansätze meistens sehr speziell und individuell auf den Leserbrief-Hund zugeschnitten, so dass eine Übertragung auf den eigenen Hund schwer fällt.
Es ist kein Praxisbuch (Disks werden angewandt, aber der richtige Einsatz überhaupt nicht erklärt), kann vielleicht aber für Laien und Anfänger unterhaltsam sein. Ganz amüsant finde ich die Karikaturen und Comics, die das Buch auflockern.
Mit Hunden sprechen von Jan Fennell

In ihrem ersten Buch beschreibt Jan Fennell, eine der erfolgreichsten Hundetrainerinnen Englands, wie sie -veranlasst durch den tragischen Tod eines ihrer Hunde- über Alternativen zur konventionellen Hundeerziehung nachdachte und -von Monty Roberts Arbeit mit Pferden inspiriert- Schritt für Schritt lernte, sich mit Hunden zu verständigen.
Anhand vieler Beispiele von "Problemhunden" (Trennungsangst,Bissigkeit, Agression, Angst vor Geräuschen oder dem Autofahren etc.), die die Autorin gemeinsam mit deren Besitzern "therapierte", erklärt sie ihre gewaltfreie "Methode", die auf dem Prinzip der Rangordnung beruht.
Das Buch liest sich gut und entspannend und die Fallbeispiele sind teilweise richtig beindruckend. Jedoch sind Jan Fennells Theorien zu Recht umstritten!
Einige der Angaben zum Wolfsverhalten sind nicht ganz richtig.
Das geheime Leben der Hunde von Elizabeth Marshall Thomas
Die Verhaltensforscherin und Schriftstellerin hat dieses Buch über ihre eigenen Hunde, ein Rudel von elf, geschrieben, die mehr oder weniger wild leben. "Ein Hund, der seine Freiheit hat, zeigt an einem einzigen Tag mehr von seinen Gedanken und Gefühlen als ein dressierter Hund in seinem ganzen Leben".
Misha, einen selbstbewussten und klugen Husky-Rüden, hat sie über Jahre hinweg auf seinen Streifzügen begleitet, was zu erstaunlichen Erkenntnissen über die Bedeutung von "Image" und "Status" bei Hunden führte.
Die berührendste Passage des Buches ist vermutlich die Beschreibung eines "Kindermordes". Zwei Hündinnen sind trächtig, die hierarchisch niedrigere ungewollt. Ein Wolfsrudel kann fast immer nur einen Wurf durchbringen und so tötet die höherstehende Hündin eines Nachmittags die Welpen der anderen. "Vom Standpunkt des Rudels war es unvermeidlich".
Auch wenn uns die Art der Autorin, wie sie ihre Hunde hält und mit ihnen umgeht, etwas fremd vorkommt, liest sich dies Buch doch sehr gut und ist in jedem Fall interessant.
Hundeschule Step by Step von Celina del Amo

Die Stärke dieses Buches sind die vielen großen und aussagekräftigen Fotos. Schritt für Schritt wird zu diesen erklärt, wie man seinem Hund, egal ob jung oder alt, die wichtigsten Grundkommandos wie "Sitz", "Platz", "Bleib", "Aus", Rückruf, Leinenführigkeit und "Steh" oder auch "Voraus" und "Apport" beibringt, ebenso wie Pflegeübungen, "nicht anspringen" und in die Transportbox legen. Auf Fehlerfallen wird jeweils hingewiesen. Trainiert wird mit Leckerli, Lob, Clicker und Target.
"In der Kürze liegt die Würze" fällt mir zu diesem Erziehungsbuch spontan ein, denn hier bekommt man nicht einen "ganzen Roman" vorgesetzt, sondern kurze Texte mit den wichtigsten Informationen, was alles sehr übersichtlich macht.
Also auch was für Lesemuffel:-)
Spielschule für Hunde von Celina del Amo

Die Autorin stellt eine Sammlung von über 100 Übungen, Tricks und Spielideen vor, jeweils unterteilt in bis zu drei Schwierigkeitsstufen.
Aus dem Inhalt:
* Die Grundausbildung (Das Anspringen, Leinenführigkeit, Sitz!, Platz!, Apport! usw.)
* Obedience (Verschiedene Übungen aus der Prüfungsordnung)
* Übungen für den Alltag (Jagdtrieb, Superwort, Führigkeit auf Distanz usw.)
* Tricks und Spaßübungen ("Peng", "Männchen", "Singen", "Seil springen" usw.)
* weitere Kapitel: Freizeit und Sport, Agility (die Geräte), Spiele und Spielzeug
Die Übungen werden mit Lob und Leckerli aufgebaut, jedoch ohne Clicker. Korrekturen, körperliche Einwirkungen und Strafen wie "Nackenschütteln" werden in der neuen 4. Auflage des Buches vermieden.
Ein Buch für alle, die den Gehorsam ihres Hundes ohne Clicker vertiefen wollen. Nicht unbedingt für völlige Anfänger und Welpen geeignet. Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis!
 

Spiel/Sport
Erziehungsspiele für Hunde von Nicole Hoefs und Petra Führmann
Dieses Buch bietet zahlreiche Anregungen für Beschäftigungsspiele und Erziehungsübungen bei Hunden, die die Grundkommandos schon einigermaßen beherrschen:
*Tricks
*Apportieren
*Suchspiele
*Fährtenarbeit
*Erziehungsspiele für Gruppen
+ Trainigskarten für draussen
Die Anleitungen sind sehr verständlich. Ein sehr gutes Buch für alle die noch nicht soooo spielerfahren sind.
Freizeit-Spaß mit Hunden von Angela Wegmann

Hunde lieben es viel mit ihrem Besitzer zu spielen und zu unternehmen. Welche Abenteuer man mit seinem vierbeinigen Freund erleben kann, zeigt dieser Ratgeber. Unter anderem gibt es Anleitungen zu Such-, Werf- und Geschicklichkeitsspielen, Begleitung beim Wandern, Joggen, Radfahren und Reiten, Wassersport und Wintervergnügen, Geschicklichkeits-, Zirkus- und Zaubertricks, Hundesportarten wie Agility, Frisbee, Dogdancing und vielem mehr. Die Betonung liegt hier auf "viel"! Berücksichtigt wird bei allem die Disposition einzelner Rassen für bestimmte Spielformen.
Ein prima Buch!
Spiele-Spaß für Hunde von Petra Durst-Benning und Carola Kusch

Der erste Teil des Buches befasst sich u.a. mit den "Spielregeln", die für den Menschen beim Spielen mit dem Hund zu beachten sind und der Auswahl von geeignetem Spielzeug.
In einem weiteren Teil des Buches werden 60 Spiele und Freizeit-Aktivitäten mit dem Hund für drinnen und draußen vorgestellt.
Jeder wird in diesem Buch wahrscheinlich ein paar Anregungen für Beschäftigungsspiele für seinen Hund finden, aber es könnte sein, dass man auf einige der beschriebenen Ideen schon selbst gekommen ist.
Das große Spielebuch für Hunde von Christina Sondermann

Wer die Spielideen von spass-mit-hund.de kennt, ist mit ziemlicher Sicherheit von ihnen begeistert und der Hund erst recht! Jetzt haben die Macher dieser Homepage ein Buch mit Spiel- und Beschäftigungsvorschlägen für Hunde geschrieben, darunter Ideen von ihrer Website und noch viele andere mehr! Such-, Kau- und Denkspiele, Wohnzimmer-Agility, Beschäftigungsspiele für Draußen und spielerische Gehorsamsübungen etc. sind nur eine Auswahl der Inhaltspunkte. Die einzelnen Übungsschritte sind gut nachvollziehbar und übersichtlich, oft anhand von vielen, aussagekräftigen Fotos, erklärt, die "Denksport"- und "Spielgeräte" kann man ohne großen Aufwand leicht selber basteln. Besonderen Wert legt die Autorin auf positive Verstärkung (Lob) und ein stressarmes Training (Calming Signals).
Das Buch steckt voller neuer Spielideen, die bisher in keinem anderen Hundebuch zu finden waren. Und Gino liebt diese Spiele! Deshalb nimmt es bei mir zur Zeit den ersten Platz unter den Spielebüchern ein!
Mit Hunden spielen von Brigitte Rauth-Widmann

Auch dieses Büchlein hat sich zum Ziel gesetzt gelangweilte Couch Potatos in ausgelastete Spiel-Junkies zu verwandeln.
Zunächst macht die Autorin klar, warum Spielen für den Hund so wichtig, welche rassespezifischen Eigenarten beachtet werden müssen und wie man als Halter seinen Hund richtig animiert. Nach passenden Jahreszeiten geordnet schließen sich dem verschiedene Spiel- und Beschäftigungsideen, wie Apportieren, Spielzeug aufräumen, Fährten, Hütchenspiel usw. an, die jeweils anschaulich und in lebendiger Sprache erklärt werden. Die vielen Bilder geben dem Buch eine freundliche Note.
Das Buch vermittelt Neuhundebesitzer die gängigsten Spielmöglichkeiten. Fast alle Spiele oder zumindest die Ansätze sind auch schon für Welpen geeignet.
Dog Tricks von Mary Ray und Justine Harding

Über 40 Tricks, größtenteils aus dem Dogdancingbereich werden in dem Buch vorgestellt, z.B. Stehen, Gehen und Twist tanzen auf den Hinterbeinen, Diener machen, Acht um einen Stab, Sprung durch den Reifen oder über den Arm, Skateboard fahren, auf dem Ball gehen u.v.m. Den relativ geringen Textanteil in den Trick-Anleitungen unterstützen viele große, aussagekräftige Fotos. Gearbeitet wird mit dem Clicker, allerdings spielt Shaping eine geringe Rolle und der Hund wird fast immer mit der Hand und einem Leckerli gelockt.
Für Clicker-Fans, die wollen, dass ihr Hund lernt mitzudenken und selbst auszuprobieren, könnte das Buch daher eher eine Enttäuschung sein. Alle anderen finden wahrscheinlich gute Anregungen.
Spaßschule für Hunde von Celina del Amo

Über 100 Spiele, Tricks und Übungen beinhaltet dieses Buch. Neben Such- und Geschicklichkeitspielen konzentriert es sich vor allem auf Tricks aus dem Dogdance. Die Autorin bietet zu jedem Trick zusätzlich verschiedene, nach Schwierigkeitsgraden eingeteilte Übungvarianten an, die teilweise in dem Buch "Dogdance" (siehe unten) nicht zu finden sind und so auch mir neue Ideen gaben.
Im gesamten Buch wird fast ausschließlich mit Clicker nach dem neuesten Wissensstand der Verhaltenskunde gearbeitet. Häufig können die Übungen wahlweise mit Target, Freeshaping oder mit Leckerli aufgebaut werden. Alle Begriffe und Trainingsmethoden, beispielsweise die Konditionierung des Hundes auf den Clicker, werden erklärt.
Somit eignet sich das Buch auch sehr gut für Clickeranfänger, die ihre ersten Schritte im Shaping (Formen) wagen. Übrigens ist das Preis/Leistungsverhältnis super!
Dogdance von Inka Burow und Denise Nardelli
Dogdance macht Spaß und ist wohl die einzige Sportart, die für jederman und jeden Hund gleichermaßen geeignet ist. Das Buch enthält eine ausführliche Trainingsanleitung für zahlreiche Tricks und erklärt außerdem:
*wie man die richtige Musik findet
*wie man aus verschiedenen Elementen eine Choreographie zusammenbastelt
*wie man die Choreographie trainiert und schließlich vor Publikum präsentiert
*wie man mit zwei Hunden gleichzeitig oder in einer Gruppe tanzt.
Ein sehr guter, leicht verständlich geschriebener Ratgeber für alle Dogdancer und solche, die es werden wollen.
DiscDogging für Einsteiger von Corinna Bachmann

DiscDogging, das Spiel mit der Frisbee, ist eine relativ neue Hundesportart in Deutschland, die aber groß im Kommen ist. Verschiedene Wurftechniken, Sprünge und Figuren können diese Beschäftigungsmöglichkeit zu einer spektakulären Show machen.
Damit DiscDogging zu einem gefahrlosen Vergnügen für Mensch und Hund wird, gibt Corinna Bachmann gleich am Anfang des Buches Gesundheitshinweise und stellt geeignete Scheiben vor. Wurftechniken und Freestyle-Elemente (meist aus dem Dogdance) werden anhand von Zeichnungen erklärt, dabei werden auch jeweils kurze Hinweise an die Klickerer gegeben. Mehrere Lösungsvorschläge zu eventuell aufkommenden Problemen, Tipps für Welpenbesitzer und der Ablauf eines Wettkampftages runden das Buch ab.
Ein schönes Buch zum Einstieg. Wer weitere Ambitionen hat, wird sich aber wohl einer Trainingsgruppe anschließen müssen.
Obedience mit Dog-Dancing und Clicker-Training von Brigitte Lau
Obedience bedeuet übersetzt nichts anderes als "Gehorsam" und ist eine verfeinerte Form der Unterordnung, vergleichbar mit dem Dressurreiten bei Pferden. Grundlage dieser Hundesportart ist die perfekte Harmonie und das vertrauensvolle Verhältnis zwischen Mensch und Hund. Brigitte Lau beschreibt in ihrem Buch detailliert und praxisnah wie man die einzelnen Übungen, vom Sitz über Distanzübungen und Apportieren bis hin zum Identifizieren, mit seinem Hund richtig trainiert.
Zwei kürzere Kapitel sind dem Dog-Dancing (Freestyle Obedience) bzw. dem Clickertraining gewidmet, auch die VDH-Obedience-Ordnung ist abgedruckt.
Das Buch macht richtig Lust auf Obedience! Die Übungen sind ausführlich und gut erklärt, meist beschreibt die Autorin mehrere Lernwege die zum gewünschten Ziel bei einer Übung führen. Ein nützliches Buch auch für diejenigen, die nicht unbedingt vorhaben Obedience als Wettkampfsportart zu betreiben.
Ein weiteres sehr gutes Obedience-Buch: "So denkt Ihr Hund mit" von Nina Miodragovic. Beschreibung weiter oben unter "Erziehung/Verhalten".
Schnüffelstunde von Viviane Theby

Die Fähigkeit auch unvorstellbar feine Gerüche wahrnehmen zu können, ist eine der faszinierendsten Eigenschaften des Hundes überhaupt. Nicht nur die Spezialisten, wie ausgebildete Jagd- und Sprengstoffhunde, auch Fiffi von nebenan hat eine etwa vierzigmal bessere Nase als der Mensch.
Wie man seinem Hund beibringt z.B. einen verlorenen Schlüsselbund im Gras wiederzufinden oder eine Spur zu verfolgen, erklärt dieses Buch und entführt in die spannende Welt der Gerüche.
Spurensuche (hier ist nicht wettkampfmäßiges Fährten gemeint) ist eine geistreiche Beschäftigung für jederhund und jedermann. Zum "schnell mal was nachschlagen" finde ich das Buch in der Struktur etwas unübersichtlich, trotzdem ist es sehr empfehlenswert!
Wir schnüffeln weiter von Viviane Theby und Michaela Hares

Die Fortsetzung zu Viviane Theby's Bestseller "Schnüffelstunde" ist eigentlich auch unabhängig vom ersten Buch lesbar.
Die Einführung in das Sinnesorgan Nase beim Hund usw. fällt in diesem Band weg, statt dessen konzentriert sich das Buch voll und ganz auf neue Schnüffelspiele wie Geruchs-Memory, Zapfen-Suchspiele, Dummy-Arbeit, die Ausbildung zum Trüffel -(oder Champignon-) Suchhund, eine Zaubervorführung, Nasenspiele für ängstliche Hunde und vieles mehr.
Die Auswahl an Spielideen in diesem Buch gefällt mir noch besser als im ersten Band. Die Spiele sind vielseitiger und abwechslungsreicher.
Fährtentraining für Hunde von Dorothee Schneider und Armin Hölzle

Beim Fährten erkennt der Hund eine menschliche Trittspur und verfolgt sie mehrere hundert Meter in verschiedene Richtungen über Stock und Stein. Verschiedene Gegenstände (Holzteile, Leder), die auf der Spur ausgelegt wurden, werden vom Hund z.B. durch Hinlegen angezeigt. Soweit das Ziel des professionellen Fährtentrainings, auf das dieses Buch Schritt für Schritt bis hin zur Prüfung vorbereitet.
Die Autoren legen viel Wert auf eine entspannte Trainingsatmosphäre und in die Erklärungen fließt viel Wissen rund um das Lernverhalten des Hundes mit ein.
Beim Erlernen der Gegenstandsanzeige wir mit dem Clicker gearbeitet - für die Autoren ist er hierbei "unersetzlich". In diesem Zusammenhang wird das Clickertraining auch knapp erklärt. Für Junghunde werden Vorübungen zum Fährten beschrieben.
Ein sehr gutes Trainingsbuch rund um den Fährtensport.
Gesundheit
Gesundheits-Ratgeber Hunde von Dr. med. vet. Doris Quinten
Damit Hunde gesund und fit bleiben erfährt man in diesem Buch: alles über Vorsorge, richtige Ernährung, Impfungen, erste Hilfe, etc.;
Bei häufigen Krankheiten: Ursachen, Behandlung, Krankenpflege, Vorbeugung und Selbstbehandlung mit Naturheilkunde.
Zum Glück mussten wir wegen unserem Hund dieses Buch noch nicht oft zur Hand nehmen (toi, toi, toi!). Wir finden aber, dass es übersichtlich und für den Laien leicht verständlich geschrieben ist.
Homöopathie für Hunde von A. H. Westerhuis
Kranker Hund - was nun? Der Weg zum Tierarzt scheint oft die einzige Möglichkeit zu sein, dem geliebten Hausgenossen wieder auf die Beine zu helfen. Wie man seinem Hund auch mit homöopathischen Mitteln helfen kann, beschreibt der erfahrene Tierarzt A. H. Westerhuis für jeden Tierbesitzer verständlich. Dabei lässt er nicht außer Acht, dass jede Selbstmedikation Grenzen unterliegt und erklärt, in welchen Fällen der Tierarzt unbedingt hinzugezogen werden sollte.
Vererbung beim Hund von Inge Hansen

Alles über Erbgesetze, Zuchtkriterien und Erbkrankheiten.
Zum Beispiel:
* Die Grundeinheit Zelle (Chromosomen, DNS, Zellteilung, Gene etc.)
* Vererbungsgesetzmäßigkeiten (Mendelsche Gesetze, Mutationen, Heritabilität usw.)
* Vererbung (Vererbung von äußeren Körpermerkmalen, Wesenseigenschaften etc.)
* Ziele und Methoden der Zuchtwahl (Selektion, Bewertung der Erbanlagen, usw.)
* Verpaarungssysteme (Inzest-, In-, Linien-, Fremd- und Merkmalszucht)
* Erbfehler (Erbkrankheiten)
* Bekämpfung von Erbkrankheiten
Ziel dieses Buches ist es die komplizierte Genetik auch für den Laien verständlich zu erklären, was auch super gelungen ist! Nicht nur Züchtern und Deckrüdenbesitzern ist dieses Buch zu empfehlen, sondern jedem interessierten Hundehalter und Welpeninteressenten. Ich habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen, denn aufeinmal war Biologie soooo spannend!
Die Hündin von Carola Kusch

Kurz geht das Buch zunächst auf die Wesens- und Verhaltensunterschiede zwischen Hündin und Rüde ein. Hierbei wird meiner Meinung nach jedoch recht unsachlich argumentiert, ohne die Behauptungen eventuell mit Studien etc. beweisen zu können. Zitat: "Während ein Rüde Kinder fast immer als rangniedriger ansieht (gemeint: warnendes Knurren), bin ich der festen Überzeugung, dass eine Hündin mit absoluter Instinktsicherheit begreift, was Kinder bedeuten!" Interessant... Rüdenbesitzer dürfen und sollten widersprechen :-)
Der größte Teil des Buches befasst sich speziell mit der Gesundheit der Hündin, Krankheiten und der Fortpflanzung. Positiv zu bewerten sind auch die Hinweise auf homöopathische Behandlungsweisen und andere natürliche "Hausmittel".
Tellington-Training für Hunde von Linda Tellington-Jones
Linda Tellington-Jones zeigt in ihrem Praxisbuch wie man die Fähigkeiten und das Wohlbefinden seines Hundes mit Hilfe ungewöhnlicher Methoden erfolgreich steigert.
Mit bestimmten Berührungen (TTouches) aktiviert man neue Nervenbahnen und steigert das Körpergefühl seines Hundes. Das Vertrauen des Hundes steigt und Beschwerden (z.B. Allergien, Arthrose, Zahnwechsel u.v.m.) werden gelindert.
Außerdem hat die Autorin ein Führ- und Hindernistraining entwickelt, das den Hund zur Kooperation und zum Mitdenken aufforden soll, damit er ein zuverlässiger Begleiter des Menschen wird.
Linda Tellington-Jones ist die Begründerin des TTouches und der TTeam Methode. Weltweit werden von ihr und ihren Mitarbeitern Seminare angeboten. An Hand dieses Buches kann jeder Hundefreund selbstständig ihre Methode zu Hause an seinem Tier anwenden.
Sehr zu empfehlen!

Entlebucher Sennenhunde
Entlebucher Sennenhund von Christel Fechler
Wie sind Entlebucher Sennenhunde? Wie ist diese Rasse entstanden? Passt so ein qirliges Kerlchen zu mir? Diese und viele weitere Fragen versucht die Autorin mit ihrem Buch zu beantworten:
*Wie finde ich den richtigen Züchter?
*Einzug des Welpen
*Richtige Pflege
*Gesundheit
*Erziehung
*Freizeit mit dem Entlebucher
*Entlebucher Senenhunde züchten
Das Buch enthält viele schöne Fotos und verschafft einen guten Überblick über die Rasse. Dennoch raten wir davon ab, sich nach dem Lesen dieses Buches (oder jedes anderen ES-Buches) sofort endgültig für einen Entlebucher-Welpen zu entscheiden, ohne vorher erwachsene Entlebucher "live" erlebt zu haben!
In dem Buch dargestellte Erziehungstipps wie "Nackenschütteln" und "auf den Rücken legen" des Welpen sind völlig veraltet und sollten bitte ignoriert werden!
Schweizer Sennenhunde von Sabine Koslowski
Dies ist das umfangreichste Buch über die 4 Schweizer Sennenhundrassen (Appenzeller, Berner, Entlebucher und Großer Schweizer) das wir kennen. Ausführlich beschreibt die Autorin, wie die Rassen entstanden, wie ihre verschiedenen Charaktäre sind, was beim Welpenkauf zu beachten ist und wie man die Hunde pflegt, füttert, was bei der Gesundheitsvorsorge zu beachten ist, von welchen Erbkrankheiten sie bedroht sind etc. Ein großer Teil des Buches gilt der Erziehung und der Beschäftigung der Sennenhunde, es gibt aber auch extra Kapitel über Ausstellungen und Zucht.
Man merkt, dass die Autorin Sennenhunde züchtet und eine Hundeschule betreibt. Ein Buch, das einem auch dann nicht langweilig erscheint, wen man schon in Besitz eines Sennenhundes ist.
Mein gesunder Schweizer Sennenhund von Dominik Kieselbach
*Entstehungsgeschichte der 4 Sennenhunderassen
*Charakter und Körperbau
*Auswahl
*Ernährung
*Erziehung
*Vorbeugende Maßnahmen und Gesundheitspflege
*Krankheiten
*Infektionen und Parasitosen
*Erste Hilfe
Dieses Buch ist unserer Meinung nach besonders für diejenigen hilfreich, die sich noch nicht speziell für eine der Sennenhundrassen entschieden haben, sondern sich einen Überblick verschaffen und vergleichen wollen. Der größte Teil des Buches befasst sich mit Gesundheit.

Vermischtes
Hunde - Neue Erkenntnisse über Herkunft, Verhalten und Evolution der Kaniden
von Ray und Lorna Coppinger

Die Autoren - Biologen, Züchter, Trainer und erfolgreiche Schlittenhundeführer- erklären, warum ihrer Meinung nach der Hund weder direkt vom Wolf abstammt, noch von den Menschen der Frühzeit gezähmt wurder; Hunde domestizierten sich vielmehr selbst, um eine neue ökologische Nische zu nutzen: die Abfallhaufen der mesolithischen Dörfer.
Am Beispiel von verschiedenen Hundetypen, z.B. Herdenschutzhund, Hütehund, Schlittenhund, Apportierhund und Dorfhund erläutern sie die Verhaltensweisen der Hunde und deren Entstehung, sowie ihre Beziehung zum Menschen.
Das Buch liefert noch viele weitere interessante Themen, die besonders zum Ende hin sehr biologisch und wissenschaftlich werden.
Die Kritiken dieses Buches sind im Allgemeinen sehr gut, ich muss aber ehrlich zugeben,dass ich es nicht gerade verschlungen habe. Um wirklich alles zu verstehen und auch mehr Inhalt in Erinnerung zu behalten, müsste ich das Buch mehrmals lesen.

Die Dominanztheorie bei Hunden von James O'Heare

Die Frage der Dominanz gehört zu den umstrittensten Themen, wenn es um das Verhalten, die Erziehung und die Ausbildung von Hunden geht. In den ersten beiden Teilen dieses Buches erläutert James O'Heare die verschiedenen Begriffsdefinitionen und Auslegungsmöglichkeiten der Dominanztheorie, welche immer wieder zu Verwirrungen führen. Er legt dar, wie es dazu kam, die Dominanztheorie auf Hunde zu beziehen und welche Probleme und Kritikpunkte sich daraus ergeben.
Im dritten Teil setzt sich der Autor u.a. mit der Frage auseinander, ob die Dominanztheorie aggressive Beziehungen zwischen Hunden und Menschen begünstigt und für das Zusammenleben überhaupt von Bedeutung ist.
Nach der Lektüre ist klar, dass noch sehr viel Forschungsarbeit an Hunden nötig ist, um die Dominanztheorie richtig einordnen zu können. Das Buch ist, wie der Untertitel schon sagt, eine bewusst "Wissenschaftliche Betrachtung" und die ersten zwei Teile sind teilweise schwer zu lesen. Man hätte es auch einfacher ausdrücken können!
Laien wird deshalb das Büchlein "Dominanz-Tatsache oder fixe Idee" von Barry Eaton (5 Euro) empfohlen.
Die Sinne des Hundes von Brigitte Rauth-Widmann

Wie nehmen unsere Hunde eigentlich ihre Umwelt wahr? Dieses Buch gibt Antwort.
Aus dem Inhalt:
* Die Enwicklung der Sinne beim Welpen (Was Neugeborene wahrnehmen, Riechen und    Schmecken, Träume usw.)
* Eine Welt voller Düfte (wie funktioniert die Hundenase, Riechleistung usw.)
* Hunde sehen anders (Bilderkennung durch Kontraste, wie Hunde Farben sehen,    Bewegungssehen usw.)
* Ohren, die das Gras wachsen hören ( Der Weg des Schalls, Wahrnehmung von    Tonhöhe und Lautstärke, Richtungshören, Gleichgewichtsorgan)
* Da ist nichts Übersinnliches (zu welchen Fähigkeiten ihre Sinne Hunden verhelfen)
Mal was anderes! Das Thema ist natürlich sehr biologisch und ich musste auch dem entsprechend konzentriert lesen. Mir fehlten manchmal Grafiken zum besseren Verständnis.
Schlauer Hund - so fördern Sie, was in ihm steckt von Immanuel Birmelin

Immanuel Birmelin beschäftigt sich mit der Erforschung des Verhaltens von Haustieren. Seine Forschungsergebnisse wurden u.a. durch die TV-Doku "Hund oder Katze - wer ist klüger?" bekannt. Das Buch lehnt sich an die TV-Sendung an.
Im ersten Teil des Buches werden knapp und im Überblick, manchmal mit recht oberflächlichen Aussagen, die Gefühle und Sinne des Hundes erklärt. Im zweiten Teil macht der Autor anhand von zu lang geratenen Beispielen seiner drei eigenen Hunde deutlich, dass es unter Hunden verschiedene Lerntypen gibt. Interessanter, zum Teil auch für mich neu oder schon aus der TV-Sendung bekannt, sind Beschreibungen von Forschungstests zu den Verstandesleistungen des Hundes und deren Ergebnisse.
Am besten gefällt mir aber das Kapitel mit Intelligenztests, die teilweise ohne viel Zubehör mit dem eigenen Hund nachgestellt werden können.
Gesamt gesehen meiner Meinung nach eher ein Buch für Anfänger, die sich einen Überblick über Verstand und Sinnesleistungen beim Hund verschaffen wollen, da es wenig in die Tiefe geht.
Zwei Hunde - doppelte Freude von Petra Führmann und Iris Franzke

Ein kleines Hunderudel - davon träumen viele Hundebesitzer. Doch nicht jeder Hund ist über vierbeinigen Zuwachs glücklich und schnell können wider Erwarten Probleme auftreten. Die Autorinnen beschreiben, was bei der Auswahl des Zweithundes zu beachten ist (Alter, Charakter, Geschlechterkombinationen) und welche Vorbereitungen für die Ankunft des neuen Hundes getroffen werden sollten, z.B. Verschärfung der Hausstandsregeln/Privilegienentzug für den Ersthund. Des weiteren geben sie Tipps für das Kennenlernen der Hunde, sowie die Erziehung eines Mehrhundegespanns, die Festigung einer Rangordnung u.v.m.. Ein gewisses Hundegrundwissen wird dabei vorausgesetzt und auch Erziehungshilfen wie die Schleppleine oder Trainingsdisks werden nur sehr kurz erläutert (in den anderen Büchern der Autorinnen erklärt).
Ich kenne mich mit der Mehrhundehaltung nicht aus, daher fällt mir eine Beurteilung des Buches schwer. Jedoch habe ich den Eindruck, dass die Autorinnen sehr ehrlich und offen viele Probleme, die sich in einem Hunderudel oder mit dessen Erziehung ergeben können, besprechen - für alle mit Zweithundwunsch wertvolle Denkanstöße.
Rudelhaltung von Inge Röger-Lakenbrink
"Immer mehr Hundehalter denken zunehmend über einen Zweit- oder Dritthund nach. Inge Röger-Lakenbrink hat das Thema von allen Seiten beleuchtet und gibt wertvolle Entscheidungshilfen, wann man sich auf eine Mehrhundehaltung einlassen sollte und wann besser nicht. Praxisnah schildert sie alle Punkte, die bei der Zusammenstellung des Rudels, Haltung oder Erziehung zu beachten sind und lässt auch Anregungen zu vielseitiger Freizeitgestaltung mit dem Rudel nicht zu kurz kommen. (...)"
Im Unterschied zu dem Buch von Führmann/Franzke (siehe oben) wird auf Probleme innerhalb des Rudels nicht tiefer eingegangen, dafür nimmt die Beschäftigung der Hunde ein Kapitel ein. Das Buch ist eher für die Vorüberlegungen zu einer Rudelerweiterung gedacht.
Stadthunde von Katharina von der Leyen
Es ist einfach so: Hunde machen die Stadt schöner. Und auch umgekehrt, denn Hunde brauchen Unterhaltung und geistige Anregung - die haben sie in der Stadt.
Katharina von der Leyen zeigt in gewohnt locker,fröhlichem Schreibstil, wie man seinen Hund Schritt für Schritt zu einem vergnügten Stadthund macht, welche Rassen sich am besten in den Stadt-Plan einfügen, wie man einen Hund im fünften Stock stubenrein bekommt und ihn an das wilde Leben da draußen gewöhnt.
Humorvolle Illustrationen und hinreißende Schwarzweißfotos runden das Buch ab.
Jeder der in der Stadt wohnt und noch am Überlegen ist, ob er sich einen Hund ins Haus holen möchte, ist mit dieser Lektüre fürs Erste richtig beraten. Aber nur für's Erste!
Auch Hunde werden alt von Ute Over

Einen alten Hund muss man nicht bemitleiden oder verstecken - das macht die Autorin deutlich. In ihrem Buch geht sie auf körperliche Veränderungen und Krankheiten ein, die beim älteren Hund vorkommen können. Dabei zeigt sie wie einem alter Hund mit Rücksicht auf diese Einschränkungen das Leben angenehm gestaltet werden kann und er geistig und körperlich fit bleibt. Die Tipps der Autorin beruhen hauptsächlich auf eigenen Erfahrungen - das zeigen auch zahlreiche Anekdoten, die in das Buch mit einfließen. Es ist kein tierärztlicher Ratgeber.
Des weiteren gibt es ein Kapitel rund um die Frage "Zweithund zum alten Hund holen?" und die Ernährung des alternden Hundes. Am wichtigsten empfand ich das Schlusskapitel "Den letzten Weg gemeinsam gehen".
Ein Buch, das Mut macht, einen alten Hund zu sich zu nehmen.
Wir stellen unseren Hund aus von Barbara Müller

Hundeschauen ermöglichen es dem Züchter, seine Tiere vom Experten begutachten zu lassen und zu erfahren, was in seinen Zuchtlinien gut ist und was zu verbessern wäre. Auch Halter einzelner Tiere nutzen das Schauwesen, um mehr über den eigenen Hund zu erfahren.
Wie man seinen Hund erfolgreich ausstellt, zeigt dieses Buch. Es beschreibt die verschiedenen Ausstellungsarten und -klassen und sagt, wie man sich und seinen Hund am besten darauf vorbereitet und im Ring optimal präsentiert. Es zeigt den Ablauf eines typischen Ausstellungstages und informiert über die Arbeit der Richter, die verschiedene Formwerte und Platzierungen, über Anwartschaften, Siegertitel und das übliche Rahmenprogramm.
Hund und Kind von Rosemarie Wild
Dieser Ratgeber für Eltern und Hundebesitzer zeigt, wie das Kind entsprechend seinem Alter Zugang zum Hund findet und wie man verantwortungsvoll auf die Bedürfnisse von Kind und Hund eingeht. Schritt für Schritt wird der Leser mit den verschiedenen Stadien des Verstehenlernens, die ein Kind durchläuft, vertraut gemacht, wie die Begegnungen aus Sicht des Hundes ablaufen und welche Hilfen vom Hundehalter nötig sind. Der Leser lernt, wie ein Neugeborenes in den Familienverband mit Hund integriert bzw. ein Hund in eine Familie mit Kindern eingegliedert wird und welche sinnvollen Beschäftigungsmöglichkeiten sich für die beiden anbieten.
Die Autorin ist Züchterin, Wesens-und Zuchtrichterin, Mutter und Großmutter.
Dann beißt dich der Hund von Monika Höhn
Tiefverwurzelte Angst vor scharfen Zähnen und unerwarteten Reaktionen von bissigen Hunden erschweren das Zusammenleben zwischen Kindern und Hunden immer mehr. Es fehlt an Wissen um normales Hundeverhalten. Verantwortlich sind die Eltern, die ihre Ängste auf ihre Kinder übertragen, Kinder, die ihre aufgestauten Aggressionen an Hunden auslassen und Hundehalter, die ihre Hunde nicht kindgerecht erziehen.
Das Buch bietet konkrete Denkanstöße für Eltern, Kindergarten und Schule an, Kindern die Schwellenängste zu nehmen und ihnen einen ganz natürlichen Umgang mit dem Hund zu ermöglichen. Es ist aber auch ein geeignetes Buch für erwachsene Menschen, die Angst vor Hunden haben und diese Angst kontrollieren oder sogar überwinden möchten.
Ein sehr interessantes Buch, für ALLE Hundebesitzer!
Der vitale Hund - Ernährungshandbuch von Dr. med. vet. Volker Wienrich

Dieses Ernährungsbuch zeigt, wie Fitness, Vitalität und Lebensdauer des Hundes durch richtige Ernährung gefördert werden können.
Aus dem Inhalt:
* Wie die Ernährung die Gesundheit beeinflusst
* Bau und Funktion der Verdauungsorgane
* Erkrankungen des Verdauungssystems
* welche Nährstoffe und Nahrungsergänzungen es gibt und ihr Einfluss auf den Körper
Mein erstes Buch dieser Art, daher noch etwas verwirrend, aber interessant. Der Autor ist eher pro Fertigfutter. An seiner journalistischen Unabhängigkeit lässt sich zweifeln, denn bestimmte Futtermarken werden öfters genannt. Das sollte kein Zufall sein...

Wölfe
Wolfsspuren von Tanja Askani

Tanja Askani, die im Wildpark Lüneburger Heide arbeitet, konnte zu den dort gehaltenen Wölfen ein ganz besonderes Verhältnis aufbauen. Von ihren Erfahrungen und Erlebnissen mit den, teilweise von ihr von Hand aufgezogenen, Polarwölfen und Grauwölfen erzählt sie in diesem Buch auf anschauliche und kurzweilige Weise.
Vervollständigt wird das Buch durch Informationen zum Lebenraum freilebender Wölfe früher und heute, über den Wolf als Mythos und Symbol, Wolfshybriden, Ähnlichkkeiten Mensch-Wolf usw.
Dies war meine erste "reine" Wolfslektüre und als solche ist das Buch durch seine interessante Gestaltung auch bestens geeignet. Hervorstechend sind die vielen, wundervollen Fotografien.
Faszination Wolf von Barbara und Christoph Promberger

Auf seinen 38 Seiten informiert dieses Buch kompakt über das Wichtigste zum Thema Wolf wie: Mythen, Märchen und Legenden, die Evolution des Wolfes, sein Verhalten, Jagd, das Verhältnis Mensch-Wolf, Gefährdung und Schutz u.v.m..
Aussagekräftige Zeichnungen und Fotos veranschaulichen den Text.
Mit enthalten ist eine CD (über 20 min) mit verschiedenen Aufnahmen von Wolfsgeheul. Gino hat dabei wortwörtlich schief gekuckt und eifrig am Lautsprecher gelauscht :-)
Wölfe in Deutschland von Beatrix Stoepel

Sie kommen über Polen nach Deutschland zurück: Nach über 150 Jahren leben wieder Wölfe bei uns. Auf einem Truppenübungsplatz in Sachsen hat sich ein Wolfsrudel etabliert.
Unter dem Titel "Wölfe in Deutschland"fasst Beatrix Stoepel eine Spurensuche zusammen. Sie beschreibt die Entstehung eines Films über die scheuen Tiere, das lange Warten des Tierfilmers, bis er den ersten Wolf vor die Linse bekommt – die ersten Fernsehbilder von einem wild lebenden Wolf in Deutschland (ARD-Reihe Expeditionen ins Tierreich).
"Wölfe in Deutschland"erzählt auch die Geschichte von zwei Biologinnen, die für das Comeback der Tiere kämpfen. Gesa Klutz und Ilka Reinhardt können die Nachricht von den Wölfen in Sachsen zunächst kaum glauben, bis sie die Spuren der Tiere mit eigenen Augen sehen.
Das Buch beschreibt den langen Kampf der Biologinnen gegen das Misstrauen der Bürger. Als kurz nach den Dreharbeiten 15 Schafe in der Oberlausitz getötet werden, wächst die Ablehnung der Wolfsgegner gegen die neuen Einwanderer auf vier Pfoten. Für die Biologinnen beginnt ein zähes Ringen um das Vertrauen der Schäfer. Vorurteile und Schauermärchen stehen gegen Information und Aufklärung.
"Wölfe in Deutschland" ist eine spannende Reportage über die Geschichte einer Neueinbürgerung und ein großer Lesespaß.