Sommerlager 1998 Mecklenburgische Seenplatte

Die katholischen Pfadfinder St. Georg starteten zu einem internationalen Zeltlager nach Schwarz an die Mecklenburgische Seenplatte. Gemeinsam mit 31 Pfadfindern aus Polkowice, der Patenstadt der Gemeinde, startete ein polnisch-deutsches Zeltlager.
Nach dem Aufbau der Zelte wurde das Lager mit dem Hissen der polnischen und der deutschen Flagge eröffnet. Weil die ganze Gegend durch Wasser bestimmt ist, gab es eine Einweisung ins Anlegen von Schwimmwesten und im Kanufahren. Eine Rundreise zum Vilz- und zum Zethnersee brachte die ersten Erlebnisse. Eine tolle Sache war das Mittagessen auf dem Wasser. Weil der erste Werktag durch Dauerregen gekennzeichnet war, unternahm man eine Dampferfahrt nach Mirow. Am späten Nachmittag traf Bürgermeister Dieter Lorenz ein, der herzlich begrüßt wurde. Dicht gedrängt saß man im Zelt, draußen ging Regen nieder, als beim Abend der Begegnung wechselseitig mal polnische, mal deutsche Lieder gesungen wurden. Der Bürgermeister dankte den Pfadfindern für die polnisch-deutsche Begegnung und übergab jedem eine Anstecknadel mit dem polnischen und dem deutschen Nationalsymbol.
Ein besonderes Ereignis war der Besuch im nahegelegenen Konzentrationslager Ravensbrück; auch Bürgermeister Dieter Lorenz war dabei.
Die nächsten Tage waren mit Aufgaben, Wanderungen, Schnitzeljagd, Paddeltouren, Rettungsübungen mit gekenterten Booten, Wasseruntersuchungen (die Seen haben Trinkwasserqualität) und vielem mehr ausgefüllt. Abends am Lagerfeuer wurden deutsche und polnische Lieder im Wechsel gesungen und neue Spiele gelernt.
Die Verständigung erleichterten neben zwei Dolmetschern, Hände, Füße und ein kleines selbsterstelltes Wörterbuch.
Beim Anschlussfest wurde dann die Einladung nach Polen für 1999 ausgesprochen, die die Veltheimer Pfadfinder gern entgegennahmen.
Wenn auch das Wetter nicht ideal war, konnten sieben Grad Celsius in der Nacht und fünf Zentimeter Wasser in einigen Zelten die Pfadfinder nicht abschrecken, viele schöne gemeinsame Erlebnisse, Erinnerungen und Adressenaustausch für Briefkontakte aufzunehmen.
Wie im Flug vergingen die sieben Tage polnisch-deutscher Erlebnisse an der Mecklenburgischen Seenplatte.

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