Kaukasus
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Kaukasus - Fahrt

29.7-20.8.2006  Tilo Dittrich und Kirsten Timmer 

Misses-Tau 4425 m


Misses-Tau, 4425m, Nordostwand, Kaukasus, Besingi Gebiet

Vorbereitung:

- Einladung und Visa für Russland übers Internet bestellen 
- Flug nach Mineralnye Vody buchen
- Sachen packen (Wörterbuch nicht vergessen) und los geht's

Natürlich konnten auch wir nicht widerstehen und haben zuerst den höchsten europäischen Berg bestiegen, Elbrus, Westgipfel 5673 m.

Viel spannender ist das unter westlichen Bergsteigern wenig bekannte Besingi (Bezengi) Gebiet, das alpinistische Top Gebiet des Kaukasus. Die Besingi Mauer erstreckt sich über eine Länge von 12 km und die Gipfel liegen meist über der 5000 m Grenze.

Wegen der Grenznähe zu Georgien braucht es, obwohl wie der Elbrus in Russland gelegen, ein extra Grenzvisa. Dieses habe wir vor der Elbrus Besteigung in Terskol beantragt und anschließend abgeholt.

Nach dem Elbrus bestens akklimatisiert gelangen uns im Besingi Gebiet der  
Pik Sella 4370 m, NW-Wand 8 SL, 3a russisch, 50° mit anschießender Überschreitung und Abstieg nach Süden (9.8.2006). 

Das spanneste Erlebnis hatte wir mit der Besteigung des Misses-Tau´s 12.-14.8.2005. Der Misses-Tau 4480 m bietet schöne Eis- und Felskletterei auf einen eindruckvollen Gipfel. 

NO-Wand russisch 4B, TD, Wandhöhe 700Hm, 2/3 Eistour, 1/3 Felsklettern, V+ je nach Variante, Abseilpiste vorhanden, total 3 Tage, 1800Hm vom Alpinisten Lager Besingi

Beschreibung zum obigen Bild: Als Ausgangspunkt bietet sich ein Biwakplatz in der Scharte zum rechts ansteigenden Grat an. Die Standardroute folgt der eine Eisflanke von rechts nach links ansteigend, bis zur Schneeschulter. Den felsigen Gipfelaufbau erkletterten wir auf der linken Seite. 

 

Biwak vor dem Einstieg zum Misses-Tau

Misses-Tau, Nordostwand, Abseilpiste über den linken unteren Pfeiler

"Keine Bolts oder Hacken in Sicht."  Die Kletterei am Gipfelaufbau des Misses-Tau´s fordert uns.

Ohne Rücksack (für den Vorsteiger ;-)) geht es die letzten Seillängen zum Gipfel schon leichter.

Gipfelfoto Misses-Tau, im Hintergrund die Bezengi-Mauer

Biwakzelt am Fuss des Misses-Tau

Blick zum Dych-Tau 5200 m, der südseitig interessante Felskletterei aufweist 

 
tilo.dittrich@gmx.net