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Misses-Tau, 4425m, Nordostwand, Kaukasus,
Besingi GebietVorbereitung:
- Einladung und Visa für Russland übers Internet
bestellen
- Flug nach Mineralnye Vody buchen
- Sachen packen (Wörterbuch nicht vergessen) und los geht's
Natürlich konnten auch wir nicht widerstehen und
haben zuerst den höchsten europäischen Berg bestiegen, Elbrus,
Westgipfel 5673 m. Viel spannender ist das
unter westlichen Bergsteigern wenig bekannte Besingi (Bezengi)
Gebiet, das alpinistische Top Gebiet des Kaukasus. Die Besingi Mauer
erstreckt sich über eine Länge von 12 km und die Gipfel liegen meist
über der 5000 m Grenze. Wegen der Grenznähe zu
Georgien braucht es, obwohl wie der Elbrus in Russland gelegen, ein
extra Grenzvisa. Dieses habe wir vor der Elbrus Besteigung in Terskol
beantragt und anschließend abgeholt.
Nach dem Elbrus bestens akklimatisiert gelangen uns im
Besingi Gebiet der
Pik Sella 4370 m, NW-Wand 8 SL, 3a russisch, 50° mit anschießender
Überschreitung und Abstieg nach Süden (9.8.2006).
Das spanneste Erlebnis hatte wir mit der Besteigung
des Misses-Tau´s 12.-14.8.2005. Der
Misses-Tau
4480 m bietet schöne Eis- und Felskletterei auf einen eindruckvollen Gipfel.
NO-Wand russisch 4B, TD, Wandhöhe 700Hm, 2/3 Eistour,
1/3 Felsklettern, V+ je nach Variante, Abseilpiste vorhanden, total 3 Tage, 1800Hm
vom Alpinisten Lager Besingi Beschreibung
zum obigen Bild: Als Ausgangspunkt bietet sich ein Biwakplatz in der Scharte
zum rechts ansteigenden Grat an. Die Standardroute folgt der eine Eisflanke von rechts nach links
ansteigend, bis zur Schneeschulter. Den felsigen Gipfelaufbau
erkletterten wir auf der linken Seite.
Biwak
vor dem Einstieg zum Misses-Tau
Misses-Tau, Nordostwand, Abseilpiste über den
linken unteren Pfeiler

"Keine
Bolts oder Hacken in Sicht." Die Kletterei am Gipfelaufbau
des Misses-Tau´s fordert uns.

Ohne
Rücksack (für den Vorsteiger ;-)) geht es die letzten Seillängen zum Gipfel schon leichter. 
Gipfelfoto
Misses-Tau, im Hintergrund die Bezengi-Mauer

Biwakzelt am Fuss des
Misses-Tau

Blick
zum Dych-Tau 5200 m, der südseitig interessante Felskletterei
aufweist |