1835
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Der in Neustadt ansässige Buchhändler Eduard Stückrath reicht
eine erste Liste mit Buchtiteln zur Befürwortung beim Stadtrat ein.
Damit war die Idee geboren, durch freiwillige Beiträge den Grundstock
für eine Stadtbibliothek zu legen.
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Als Gründungsdatum der Stadtbibliothek gilt der 1.
Oktober 1835.
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Als Räumlichkeit dient ein Raum der Höferschen Wohnung "Auf der
breiten Börthner-Gasse". Geöffnet ist nur Sonntags von 11 - 13
Uhr, die Leihfrist beträgt 14 Tage und die Leser haben für das
erste Jahr einen Beitrag in Höhe von 16 Groschen zu entrichten.
1863
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Die Bibliothek erhält neue Statuten und ein Lokal im Rathaus.
1864
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Aus dem Gemeinderat wird eine Komission für Rechnungsführung
und Lektüreauswahl gebildet. Leseverein und Gemeinderat verwalten
die Bibliothek gemeinsam.
1866
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Die Ausleihzeiten werden erweitert. Die Bibliothek hat nicht nur sonntags,
sondern auch mittwochs geöffnet.
1869
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Die Öffnungszeiten werden wiederum geändert. Geöffnet ist
nun montags, mittwochs und sonnabends von 14-16 Uhr.
1871
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Im Oktober taucht zum ersten Mal der Vorschlag auf, die Stadtbibliothek
zu verkaufen.Veranschlagt wird ein Wert von etwa 500 Talern. Der Gemeinderat
lehnt den Vorschlag aber ab und spricht sich dafür aus, durch Werbung
eine Erhöhung der Mitgliederzahl anzustreben.
1907/1908
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Abermals wird darüber nachgedacht, den Bestand
von 3589 Bänden zu verkaufen. Doch wieder beschließt der Gemeinderat
eine Ablehnung, da die Angebote der Antiquariate niedriger ausfallen als
man das erwartet hat.
1912
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Im Zuge einer von der SPD initiierten Welle von Bibliotheksgründungen
wird auch die Bibliothek in Neustadt an der Orla reformiert. Nach den Vorstellungen
des Gewerbevereinsvorsitzenden Pfarrer Dünnebier wird ein Vertrag
ausgearbeitet, der beinhaltet, die brauchbaren 1000 Bände der Stadtbibliothek
sowie die etwa 600 Bände des Gewerbe- und Bildungsvereines zur Gründung
einer Öffentlichen Volksbibliothek zu verwenden. Dieser Vertrag wird
am 20. Juli vorgelegt und unterzeichnet.
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Am 22.Oktober 1912 wird die "Volksbücherei
Neustadt an der Orla" eröffnet, was einen neuen Abschnitt
in der Geschichte der Bibliothek, die wie bisher Stadteigentum ist, einläutet.
1923
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Am 25. September werden die Bücher der Gewerkschaftsbibliothek der
Volksbücherei zur freien Benutzung überlassen.
1924
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In diesem Jahr werden 114 Bände angeschafft, insgesamt 4775 Bände
entliehen.
1932
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Ab dem 1. November muß die Verwaltung ehrenamtlich
erfolgen.
1945
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Die Volksbücherei stellt ihre Tätigkeit vorerst ein.
1946
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Am 15. November wird die Bibliothek in der Pößnecker Straße
1 neueröffnet. Der Bestand umfaßt allerdings nur noch 900 Bände.
1952
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Umzug in die Bachstraße 13.
1957
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Weil die Räumlichkeit in der Bachstraße zur Apotheke umfunktioniert
wird, zieht die Bibliothek in die Marktstraße 1 um.
1961
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Die Bibliothek wird auf Freihandbetrieb umgestellt. Das bedeutet, der Leser
hat nun freien Zugang zum Buchbestand.
1962
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Im Oktober wird in der Ernst-Thälmann-Straße eine Kinderbuchabteilung
eingerichtet, die allerdings am 1. April 1966 in die Bachstraße Nr.
8 verlegt wird.
1970
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Im September zieht die Hauptbibliothek nach Topfmarkt 1 um.
1990
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Im August erneuter Umzug der Kinderbuchabteilung und Hauptbibliothek in
die Gerberstraße 2.
1993
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Im Dezember erfolgen die Übergabe des neusanierten Gebäudes.
Die Bibliothek verfügt über eine Nutzfläche von 370 m²
verteilt auf 4 Ebenen.
1994
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Am 10. Januar wird die Bibliothek in der Gerberstraße
wiedereröffnet.