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Cocktailparty
am 20. Januar 2012 ab 21 Uhr

Cocktailparty 2012

Paulo Freires Pädagogik der Befreiung: Bildung und Revolution
Vortrag mit Prof. Gerhard Stapelfeldt

Gerhard Stapelfeldt

Paulo Freire (1921-1997) hat die Pädagogik der Befreiung als Theorie und Praxis der Erwachsenen-Alphabetisierung begründet. Diese Pädagogik stützt sich auf die Traditionen der sokratischen Aufklärung und der Theorie von Marx; sie wurde analog zur lateinamerikanischen Theologie der Befreiung entwickelt. Freire hat diese Pädagogik zuerst um 1960 in den ländlichen und städtischen Armutszonen Brasiliens, dann in zahlreichen Ländern Latein­amerikas und schließlich auch in den ehemaligen portugiesischen Kolonien Afrikas praktiziert. Wegen der Übereinstimmungen der Befreiungspädagogik mit der kritischen Theorie der Gesellschaft wurden Freires Werke auch in Europa um 1965/75 rezipiert und gewürdigt.
Die Pädagogik der Befreiung zielt auf eine Aufklärung («Bewusstmachung») über undurchschaute Herrschaftsverhältnisse und deren revolutionäre Abschaffung. Ein Mensch, hat Freire überlegt, kann nur dann lesen und schreiben, wenn er gegenständliche Zeichen nicht bloß in Laute zu übersetzen vermag, sondern wenn der das Gelesene und Geschriebene auch begreift. Er muss also, in der Alphabetisierung, sich seiner gesellschaftlichen Welt, die er bislang bewusstlos vorausgesetzt, deren Logik er verinnerlicht hat, durch Aufklärung und eine kritische, weltverändernde Praxis bewusst werden. So ist das Ziel der Alphabetisierung die Bildung von Menschen zu Subjekten, die sich ihrer selbst und ihrer gesellschaftlichen Welt bewusst sind.

Waldorf, Wurzelrassen und Rudolf Steiner
Eine kritische Betrachtung der Anthroposophie von Peter Bierl

Peter Bierl

Hautcremes von Weleda, biologisch-dynamische Karotten der Marke Demeter und die Waldorfschule kennen viele, nicht aber die damit verbundene Weltanschauung. Dabei ist die Anthroposophie eine der ältesten esoterischen Strömungen.
Peter Bierl beschäftigt sich in seinem Vortrag mit der Anthroposophie und ihrem Gründer Rudolf Steiner. Der Mann, der sich als Hellseher inszenierte und von seinen Anhängern als "Menschheitsführer" verehrt wurde, war überzeugt, dass nur die "weiße Rasse" am Geiste schafft, während Asiaten dekadent, Schwarze überhitze Triebwesen und Juden einseitig intellektuell und zersetzend seien. Die Deutschen rechnetet der Guru einer fünften Wurzelrasse der Arier zu.
Steiner mixte Versatzstücke aus Buddhismus, Christentum und Darwinismus. Darum erklären Anthroposophen den Tsunami und die Reaktorkatastrophe in Fukushima als eine Art karmischen Ausgleich für einen angeblich besonderen Materialismus der Japaner.
Rassistische und antisemitische Ideen der Zeit finden ihren Niederschlag in der Anthroposophie, die wiederum die Waldorfschule prägt. Vorstellungen über Reinkarnationen und Karma gelten bis heute als konzeptionelle Grundlagen der Waldorfpädagogik, mit der rund 70.000 Schülerinnen und Schüler in den deutschen Waldorfschulen ideologisch beeinflusst werden.
Peter Bierl beschäftigt sich seit Jahren mit Themen wie Esoterik, Antisemitismus, Nationalismus sowie Eugenik. Er ist Autor des Buches "Wurzelrassen, Erzengel und Volksgeister - Rudolf Steiner und die Waldorfpädagogik" (Konkret Verlag, 2005).

Bildung ist keine Ware?
"Anmerkungen zu einer politischen Parole" sowie "Der Aufbruch des konformistischen Geistes" von Gerhard Stapelfeldt

Bildung ist keine Ware

Hört auf zu studieren - fangt an zu begreifen!
Anlässlich des "Bildungsstreiks", der sich inhaltlich fast ausschließlich mit Appellen an den Staat begnügte, möchten wir nicht nur allen Studierenden die Gelegenheit bieten, sich über ihre bornierten Forderungen Gedanken zu machen. Ein Text der Situationistischen Internationalen soll dabei helfen. Also, Hausaufgaben machen und dann Deutschland kaputt streiken!

Das Elend im Studentenmilieu

Tag der Arbeit? Heraus zum revolutionären 1. Mai!
Naziaufmärsche in der Pfalz und antikapitalistische Kundgebung
Am 1. Mai 2008 wollen Nazis des Aktionsbüro Rhein-Neckar und der lokalen NPD in Kaiserslautern und Neustadt aufmarschieren, um unter dem Motto "Tag der deutschen Arbeit" ihre völkische und antisemitische Ideologie auf die Straße zu tragen. Stadt und Polizei haben bereits angekündigt, die Naziaufmärsche unter Auflagen zu genehmigen und gegen den zu erwartenden antifaschistischen Widerstand durchzusetzen. Der antifaschistische Protest in Kaiserslautern und Neustadt sollte sich deshalb nicht nur gegen die Nazis, sondern auch gegen die Stadt und die Polizei richten.
Für den Abend rufen verschiedene linke Gruppen zu einer antikapitalistischen Kundgebung in Mannheim auf. Wie wir bereits in einem früheren Flugblatt zum 1. Mai deutlich gemacht haben, kann es für eine emanzipatorische Linke weder darum gehen sich den Tag völlig von den Nazis diktieren zu lassen, noch darum gemeinsam mit den Gewerkschaften und der parlamentarischen Linken "Arbeit für alle" zu fordern.
Heraus zum 1. Mai - Gegen Arbeit, Staat und Kapital!

Die Situationistische Internationale
Biene Baumeister und Zwi Negator referierten am 11. Oktober 2007, im Rahmen des 'Roten Oktober' des Heidelberger Forums für kritische Theorie, zum Thema "Spektakel, Kunst und Gesellschaft - Was war die Situationistische Internationale". Wer sich weitergehend für das Thema interessiert, oder die Veranstaltung verpasst hat, findet hier einen Text zum reinlesen. Zu empfehlen ist auch die zweibändige Einführung der ReferentInnen zur Situationistischen Revolutionstheorie, die in der theorie.org Reihe erschienen ist.

Broschüre zu Rechten Tendenzen an der Uni Heidelberg
Unter dem Titel 'Heidelberg, Du Feine!' haben wir im Juni 2006 eine Broschüre zu rechten Tendenzen und Ideologien an der Universität Heidelberg herausgebracht. Diese kann per e-mail gegen einen Unkostenbeitrag bestellt oder kostenlos heruntergeladen werden.

PE: Burschenschafter will nicht "Neonazi" genannt werden
Matthias Müller ist Sprecher der rechtsextremen Burschenschaft Dresdensia-Rugia in Gießen und Vorsitzender des Regionalverbandes Süd-West der neofaschistischen Jungen Landsmannschaft Ostpreußen (JLO). Vor seinem Wechsel nach Gießen studierte er in Heidelberg, wo er sich ebenfalls als Sprecher einer rechtsextremen Burschenschaft, der Normannia, von sich Reden machte. Auch nimmt er gerne an Naziveranstaltungen und Aufmärschen von NPD und freien Kameradschaften teil (mehr in unserer Broschüre).
Als "Neonazi" bezeichnet zu werden, wie im Sommer 2005 auf Plakaten an der Heidelberger Uni, empfindet er dennoch als Beleidigung. Das sah auch das Heidelberger Landgericht so, dass am 30. November 2006 einen vermeintlich dafür verantwortlichen Antifaschisten wegen "Beleidigung" zu einer Geldstrafe auf Bewährung verurteilte. Hierzu die Presseerklärung des antifa ak.

Die Linke und der Fußball
In diesem anlässlich der Fußball-WM 2006 in Deutschland verfassten Flugblatt haben wir versucht, die strukturelle Verwandtschaft von Fantum und Fußballwahn mit der kollektiven Identität der Nation darzulegen. Ob wir damit unser Ziel einer kritischen Auseinandersetzung der Linken mit diesem Thema anzuregen erreicht haben, mag jedeR selbst beurteilen.

 

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Jungle World

Audioarchiv

Kiss the Cook
Essen und Info-Kneipe mit dem Antifa AK. Sonntag, 15. Januar ab 19 Uhr im Café Gegendruck.

contra.funk Radiosendung
Am 5. Februar läuft wie jeden ersten Sonntag im Monat von 13-14 Uhr die Radiosendung des autonomen Zentrums (im Exil) Heidelberg beim bermuda.funk auf 89,6 in Mannheim und 105,4 in Heidelberg oder im Livestream. Weitere Infos zur Sendung gibt es hier.

Offenes Antifa Treffen
In Heidelberg findet jeden ersten Freitag im Monat ein Offenes Antifa Treffen statt. Beginn ist jeweils um 19 Uhr im Café Gegendruck.

Weitere Termine
für Heidelberg und Umgebung gibt es auf den Seiten des Heidelberger Sozialforum.