|
|
Es Gschtändnis
I de Kanti han i en Düütschlehrer ghaa, wo dänkt het, er heb en Künschtler entdeckt, will i mängisch schtatt Ufsätz Gedicht abgliferet ha. Ich ha halb verstandni Ziile us Liedtext vom Leonard Cohen gnoh (ich ha noni guet Änglisch chönne), ha si mit es paar eigene Gedanke aagriichered, alles guet dure gschüttlet und fertig isch es gsii. Das sind natürli schrecklichi Werk worde, aber em Lehrer hets gfalle. Es het nüüt bedüütet, es het nur sölle interessant und gheimnisvoll klinge, halt so wie d Lieder vom Leonard Cohen. Hüt cha mer sicher drüber lache. Eis vo dene furchtbare Elaborat han i nach längerem Sueche i me Ordner im Chäller gfunde. Es goht e so: Dieser Weg hier Ich lief in eine Lawine hinein. Sie bedeckte meine Seele. Du, die du den Schmerz
bekämpfen willst, du musst lernen, was gut ist. Die Art von Liebe, die du mir
gibst, ist die, die ich hinter mir
gelassen habe. Der Regen fällt herunter auf die
Wunden vom vorigen Jahr, und du spielst mit mir in der
Dunkelheit. Ich bleibe eine Weile hier. Ich möchte dir danken, dass du
mich so gut behandelt hast. Du sitzst in deiner Hütte und
zitterst für mich. Einige Mädchen warten auf mich
und andere warten auf Gott. Alles wird geschehen, wenn du
nur ein Wort sagst. Eine Stunde ist vergangen, und
ich habe die Hand nicht bewegt. Was ich sehe, ist nicht das
elektrische Licht der Strassenlampen, das sind deine Augen. Es war ein langer Weg hierhin; geh und sprich mit diesem
Freund. Er wird seine Brille in die
Hand nehmen und dir sagen, dass du einige tausend Träume
entfernt bist. – Ich kenne den betreffenden Mann und weiss, dass er ungeborene
Kinder umbringt. Ich habe euch alle gern (und du meinst, uns hätte das
nie passieren können, zwischen Mondlicht und Angst). Ich weiss, dass ihr
zurückkommen werdet auf unsere Bank. Wann findet ihr ein neues Lied? Jetzt sitzt ihr für nichts in
der Wüste. Nur du hast mich verstanden und bist heim gekommen aus deiner
Höhle ans Licht. Ich habe dich von weitem
gesehen, und du hast mich geheilt. Aber ich stehe im Sumpf, denn
ich bin nicht der Erste. Wir werden die Sonne nie
erreichen, aber ich bin nicht der, der
dich ausnützt, denn ich habe keine
Konkurrenten. Ich sehe, dass der Kampf dich
müde gemacht hat, und ich werde dir Zeit lassen,
dich auszuruhen. Etwas in mir sagt mir, dass ich
bald zum Helden werde. Tief in meinem Herzen spüre ich
deinen Triumpf, und du wirst sehen, dass ich
brenne. (14.6.1976) Schön, gäll? – Übrigens: Im Lied Dress Rehearsal Rag chunnt d Zile vor: Once there was a path and a girl with
chestnut hair Ich han das für es anders “Gedicht” verwändet und han gschribe: ...es Meitli mit fascht kä Hoor. Statt „chestnut“ han i „just not“ verschtande... |
|
|
|
|